Ich hab schon immer davon geträumt, große Dinner Parties zu schmeißen. 
    Der Gedanke, anderen einen wundervollen Abend zu bereiten, bei dem alles bis in Detail stimmt. Hätte ich da keine Freude dran, wäre ich wohl nicht beim Perfekten Dinner dabei gewesen.

    tipps für ein perfektes dinner

    Letztes Wochenende fand wieder ein größeres Dinner statt. Dazu erzähle ich euch bald mehr, heute teile ich erstmal meine 10 Tipps für ein stressfreies und unkompliziertes perfektes Dinner mit euch.

    Die Dinner-Party meiner Träume findet unter freiem Himmel statt.
    Auf einer Wiese unter großen Bäumen. Im Spätsommer, wenn das Licht sich langsam gold färbt, die Tage noch warm sind, aber die Nächte bereist so kühl werden, dass man seinen Gästen Decken anbieten sollte. In den Bäumen hängen Lampions und Lichterketten, gegessen wird an einer langen holzernen Tafel. Das Menü ist perfekt in seiner Einfachheit. Keine detailverliebten sterneverdächtigen Teller, aber großartiger Geschmack. Bei meiner perfekten Dinner Party gibt es Champagner, vielleicht eine Creme Brûlée oder auch eine Mousse au Chocolat, es gibt frisch gebackenes Brot und gesalzene Butter.

    sommerpaty duesseldorf

    Jetzt mal zur Realität: wenn man sich am Wochenende Gäste einlädt, begrüßt man sie im seltensten Fall im weißen Flatterkleid auf einer Waldlichtung (sag niemals nie)
    In der Regel muss das eigene Wohn- oder Esszimmer herhalten, es bleibt wenig Zeit zum Einkaufen, zubereiten und der Tisch will ja auch noch gedeckt werden. 
    Wenn es um die perfekte Dinner Party geht, will ich eigentlich keine Kompromisse eingehen und achte auf jedes noch so kleine Detail. Aber ich habe auch gelernt, das 90 % Perfektion auch ausreichen, um den Gästen einen zauberhaften Abend zu bescheren (die restlichen 10 % bemerke nämlich nur ich selbst, die kommen gar nicht bei den Gästen an).  Und das macht es doch schon viel entspannter, oder?

    Hier sind meine 10 Tipps für die (fast) perfekte Dinner Party.

    1. Das Thema

    Meine Dinner haben meist ein Thema, auch wenn es oft gar nicht so offensichtlich ist und vielleicht nur in meinem Kopf existiert. Aber ein Thema hilft mir, einen roten Faden zu finden und einen schönen stimmig Abend zu planen. Setze ich mir z.B. französische Landküche als Thema, so habe ich direkt einen roten Faden, anhand dessen ich alles andere planen kann. 

    2. Der Tisch

    Den Tisch zu decken macht mir riesige Freude. Hier achte ich wirklich gerne auf die kleinen Details, halte es aber minimalistisch: Kerzen, Blumen, ein Farbschema.
    Eine weiße Tischdecke (ungebügelt, für den rustikalen Charme), je nach Jahreszeit vielleicht ein paar Kürbisse oder Äpfel, frische Wiesenblumen oder Kräuter. Hier gibt mir mein Dinner-Thema den Rahmen vor. 

    3. Die Vorbereitung

    Ein kleines bißchen Vorbereitung ist alles, um eine perfekte Dinner Party zu schmeißen, ohne in Stress zu geraten. Erledigt so viel möglich im Voraus, damit ihr, wenn eure Gäste da sind, keinen Stress habt. Besonders viel Stress könnt ihr euch beim Kochen ersparen. 

    4. Das Menü

    Und damit zu Punkt zwei: das Menü. 
    Ich gebe meinen Gästen gerne eine Menükarte. Das ist eines dieser kleinen Details, die einen Abend zu etwas besonderem machen. Eine Menükarte, die ich entweder schnell von Hand geschrieben habe oder ausdrucke. Die können die Gäste mit nach Hause nehmen und haben eine schöne Erinnerung an den Abend.
    Kein Papier mehr Haus? Alles schon passiert, ich habe das Menü einfach auf eine weiße Papier-Serviette geschrieben. Oder mit abwaschbarem Stift auf den Unterteller geschrieben. 

    5. Die Getränke

    Ich habe ja große Freude daran, zum Weinhändler zu gehen und verschiedene Weine für meine Dinner Party zu probieren. Aber das nimmt auch viel Zeit in Anspruch. Aperitiv, Weißwein, Rotwein, Digestiv, Kaffee und Wasser? Im Zweifel reicht auch eine Sorte Wein. Hier dann aber keine Experimente. Nehmt einen Wein, der euch schmeckt. Und wenn ihr euren Gästen etwas Gutes tun möchtet, haltet noch eine kleine Überraschung bereit, wie einen Limoncello, einen Süßwein oder Grappa. 


    6. Die Vorspeise

    Die Vorspeise ist im besten Fall schon fertig, bevor die Gäste überhaupt eintreffen. Sonst rennt ihr hektisch zwischen Küche, Tür und Gästen hin und her. 
    Kein Soufflé, das a la minute aus dem Ofen muss, bitte. Eine Suppe, die schon fertig auf dem Ofen steht oder ein Salat, der nur noch angemacht werden muss. Mit ein paar feinen Zutaten werden auch so simple Gerichte zu etwas besonders Feinem. Frische Kräuter, ein paar geröstete Nüsse, knusprige Croutons peppen Salat und Suppe auf und machen sie Dinner-tauglich.

    7. Die Hauptspeise

    Keep it simple. Eine große Schüssel frische Pasta mit einer Sauce aus saisonalem Gemüse vom Markt. Ein ganzes geröstetes Bio-Maishuhn mit frischem Salat. Gegrillter Fisch mit Rosmarinkartoffeln, ein Safran-Risotto. Das sind Basics, die jeder gerne isst und die mit wenig Aufwand vorzubereiten sind. 

    8. Das Dessert

    Wie schon die Vorspeise steht das Dessert im besten Fall schon fertig bereit. Nur noch ein paar frische Früchte dazu geben, vielleicht etwas Sahne. Ein Kuchen, den ihr schon am Vorabend gebacken habt, ein Parfait, das im Gefrierschrank wartet, eine Mousse au  Chocolat oder Panna Cotta im Glas – einfacher geht’s nicht und ihr müsst am Abend fast nichts mehr tun. 

    9. Die Stimmung

    Ein Dinner ohne Kerzen und Musik? Für mich unvorstellbar. 
    Das richtige Licht, eine gemütliche und einladende Umgebung sind mindestens so wichtig wie das Menü. Achtet darauf, dass keine Unordnung herrscht oder zuviel herumsteht, was die Gäste von ihrem Gegenüber ablenken kann. Das gleiche gilt auch für die Musik. Sie sollte ein angenehmes Hintergrundrauschen darstellen. Hier kommen diese Chill-Out CDs und Playlists gelegen, von denen man sich sonst immer fragt, wer sowas hört.

    10. Die Gäste

    Eine harmonische Runde sollte es sein. Ich muss hier immer an den Late Night Show Sketch denken, bei dem jemand Jon Snow zu einer Dinner Party mitgebracht hat. Die Runde sollte nicht zu gleichförmig sein, aber auch keine ernsthaften Reibungspunkte oder Diskussionen erlauben. Verlasst euch hier auf euer Gefühl. 
    Und: fragt unbedingt bei den Gästen nach, ob es Sonderwünsche beim Essen gibt. Vegetarier, Veganer oder Glutenintoleranz – ich nehme gerne auf alles Rücksicht, damit sich meine Gäste 100 %ig wohl bei mir fühlen.

    gedecter tisch
    Dann kann eigentlich nicht mehr viel schief gehen. Und wenn doch: lacht drüber, das macht einen sympathischen Gastgeber aus.