Zum Abschluss meines glutenfreien Monats mit Schär* habe ich heute 10 Tipps für einen glutenfreien Alltag.
    Natürlich ist es super, ganz in Ruhe einem glutenfreien Hefeteig für Pizza dabei zu zuschauen, wie er aufgeht. Oder geduldig eine Waffel nach der anderen zu backen.
    Die eigentliche Herausforderung liegt für die meisten aber im Alltag – im Büro, unterwegs, auf Reisen.

    10 tipps glutenfreier alltag

    Für mich ist ein glutenfreier Alltag gar keine Frage mehr.
    Ich wähle ganz selbstverständlich glutenfreie Speisen aus einer Speisekarte, weiß in und auswendig, in welchen Lebensmitteln Gluten enthalten ist und wo ich glutenfreie Alternativen her bekomme. Ich kann aber verstehen, dass ein glutenfreies Leben im Alltag und besonders im Beruf für Neulinge schwierig sein kann. Dass man sich erst einmal überwältigt und hilflos fühlt. 
    Deswegen kommen hier meine 10 Tipps für ein glutenfreies Leben im Beruf und Alltag.

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    Statt meiner liebevoll und aufwändig gestylten Fotos zeig ich heute einfach mal, was ich im vergangenen Monat so gegessen habe. Alles unterwegs, mit dem iPhone fotografiert. Alles glutenfrei.

    glutenfrei essen gehen

    Wie ich es schaffe, trotz Glutenintoleranz überall so lecker zu essen?
    Hier sind meine Tipps:

    1. Vorausplanen. Glutenfrei durch den Alltag zu kommen bedeutet, ein wenig zu planen. Egal ob man nur den Tag im Büro verbringt oder auf Geschäftsreise geht . Es gibt nichts unangenehmeres, als unterwegs zu sein und vor Hunger fast umzukommen weil weit und breit kein glutenfreier Snack zu finden ist. Somit komme ich zu Punkt 2…
    1. Eine Routine entwickeln. Ich packe mir vor jedem langen Tag oder jeder Reise mehrere kleine Tupperdosen mit Snacks: Studentenfutter, Trockenfrüchte, geschnittenes Obst oder Gemüse, glutenfreie Riegel und Snacks, Muffins, die ich am Vorabend gebacken habe oder gleich ein ganzes Mittagessen wie einen Quinoa- oder Hirsesalat. Glutenfreies Brot oder Kuchen friere ich ein und lasse es einfach wieder auftauen, wenn ich Lust darauf habe. All das ist für mich selbstverständlich geworden und ich denke gar nicht mehr darüber nach. So habe ich immer etwas dabei und muss nicht verzweifelt vor der Bäckertheke oder dem Süßigkeitenautomaten stehen.
    1. Der Natur vertrauen. Wer sich an unverarbeitete Lebensmittel hält, läuft nicht Gefahr, zufällig doch etwas glutenhaltiges zu sich zu nehmen. Ein Apfel, eine Banane ein paar Möhren- oder Gurkensticks, Tomaten, Mandeln, Walnüsse, gekochte Eier, Trockenfrüchte – alles glutenfreie Snacks, die man unterwegs sorglos genießen kann.
    1. Vorräte anlegen. Wenn du in einem Büro arbeitest, gibt es bestimmt irgendwo einen Schrank oder ein Fach, in dem du glutenfreie Basics lagern kannst. Ein Päckchen Brot, Müsli für’s Frühstück, ein Schokoriegel für das Mittagstief. So bist du für alle Fälle gewappnet.
    1. Kreativ werden. Vor gut zwei Jahren musste ich wegen eines Projekts 6 Monate lang in einer Kantine essen. Und glaubt mir, das war keine schicke Kantine mit bunter Salatbar und veganer Alternative (Fisch zählte dort als vegetarisches Gericht…). Aber ich wusste: Gemüse ist ok. Reis ist ok. Hühnchen oder Fisch sind ok. Daraus habe ich mir meine eigenen Speisen zusammengestellt. Es mag auf den ersten Blick vielleicht nicht so wirken, aber man findet eigentlich immer eine glutenfreie Option.
    1. Das Etikett lesen. Wenn doch der Heißhunger auf ein Stück Schokolade, ein paar geröstete Erdnüsse oder ein Eis am Stiel kommt, bleibt nichts anderes übrig als der Blick auf die Verpackung. Hab keine Angst davor, im Supermarkt zu stehen und die Zutatenliste zu lesen. Es kann dir herzlich egal sein, ob dich dabei jemand blöd von der Seite anguckt. Es geht um deine Gesundheit!
    1. Nicht ärgern lassen. Soll der Kollege doch über seiner Pizza sitzen und sich des Lebens freuen. Du hast dir ein Mittagessen mitgebracht oder bestellt, das dir super schmeckt und das dir keine körperlichen Probleme macht. 
    1. Offen sein. Es bringt ganz und gar nichts, wenn du mit den Kollegen beim Geschäftsessen sitzt und das panierte Fleisch trotzdem isst, nur um nicht unangenehm aufzufallen. Frag nach, ruf im Zweifelsfall vorher im Restaurant oder Hotel an und sag Bescheid.
    1. Don’t worry, be happy. Denke nicht immer darüber nach, was du nicht essen kannst, sondern was du alles essen kannst. Und das ist eine ganze Menge!
      Dein Leben ist nicht vorbei und du musst nicht für den Rest deines Lebens Salat knabbern. Glutenfrei gehört jetzt zu deinem Leben, aber es ist nicht dein Leben!
      Es bringt nichts, dem Lieblings-Kuchen vom Bäcker hinterher zu trauern. Freu dich stattdessen über das tolle neue Kuchenrezept, das du entdeckt hast, über Zutaten, die dir bisher unbekannt waren und neue Restaurants, die du entdeckst.                                                         ….

    2. Standhaft bleiben. Ja, ganz ehrlich, manchmal ist es schwer. Und blöd. Nervig. Punkt.
      Der Geburtstagskuchen der Kollegin sieht köstlich aus, du willst ihn unbedingt probieren. Ein kleines Stück…been there, done that. Um mich dann im Nachhinein mehrere Tage lethargisch zu fühlen, starke Verdauungsprobleme bis hin zu einer schlechteren Sicht und Hautausschlag zu haben.
      Ist es das wert? Nein! Das bist jetzt du, glutenfrei gehört zu dir dazu wie deine Augenfarbe und wenn du kein allzu großes Drama daraus machst wird es auch jeder akzeptieren. 

    schaer schokoriegel

    Hier mal ein Beispiel aus meinem glutenfreien Alltag: 
    Für die Foodblog Days war ich in den letzten drei Wochen jedes Wochenende unterwegs in einer anderen Stadt in Deutschland. 
    Bevor ich morgens losgefahren bin, habe ich mir ein paar kleine Tupperdosen mit Studentenfutter gepackt, ein paar glutenfreie Riegel dazu, Wasser natürlich und eine Portion Quinoa-Salat vom Vorabend. Damit kam ich die sechsstündige Autofahrt nach München gut aus. Zwischendurch habe ich doch Hunger bekommen und mir einen Apfel und eine Packung Nüsse an der Tankstelle geholt. 
    Abends war ich mit meinem Cousin in einem vietnamesischen Restaurant essen und habe einen Papaya-Salat und Frühlingsrollen in Reispapier bestellt. 

    Am nächsten Morgen konnte ich endlich ein Café ausprobieren, dass ich zuvor im Internet recherchiert habe: das Daddy Longlegs. Es gab eine Acai-Bowl, das Müsli obendrauf blieb einfach weg, stattdessen gab’s gehobelte Mandeln.  Tagsüber nasche ich Obst, einen Smoothie, ein paar Nüsse, abends wurden wir mit einem großartigen Catering versorgt. Auf die Lasagne musste ich verzichten, dafür gab es Erbsenpüree mit Tafelspitz. Der Sesamcracker auf dem Salat wurde einfach an eine Freundin weiter gereicht.

    In Frankfurt saß ich kurz schmachtend vor den selbst gebackenen Plätzchen im Zwilling-Shop und fand es schade, dass ich nicht probieren konnte. Abends wurde gegrillt. Ich hatte einen großartigen Burger – nur eben ohne Brötchen. 
    Ihr seht: auch unterwegs musste ich zu keinem Zeitpunkt hungern.
    Ich hoffe ich konnte euch zeigen, dass es alles halb so wild ist.

    Habt ihr noch Fragen zum Thema glutenfreier Alltag? 
    Schreibt mit einfach einen Kommentar oder eine E-Mail. Ich freue mich drüber!

    Meine Reihe zum glutenfreien Monat von Schär ist mit diesem Beitrag vorbei.
    Danke, dass ihr die Beiträge verfolgt habt! Falls ihr erst jetzt dazu gestoßen seid, hier nochmal eine kleine Zusammenfassung:

    glutenfreier Monat

    Glutenfrei Genießen: Die perfekten Waffeln.

    Glutenfrei Genießen: Die beste glutenfreie Pizza.

    Glutenfrei Genießen: Leichtes Tiramisu.

    Ich hoffe, es hat euch gefallen und ich konnte euch zeigen wie leicht und abwechslungsreich glutenfreie Ernährung doch sein kann.
    Vielen Dank an meinen Kooperationspartner Schär, der mich dabei unterstützt hat.