Der ultimative Osterkuchen: Carrot Cake

Mir muss das mal jemand erklären. Wie kommt Ostern zu den Hasen?

Den biblischen Hintergrund des Osterfestes bekomme ich ja noch einigermaßen auf die Reihe.
Auch, inwiefern das Osterlamm oder die Ostereier damit zusammenhängen.
Aber woher kommt der Osterhase? Und warum bringt ein Hase Eier? Macht naturgemäß nicht allzu viel Sinn.

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—- einige Wikipedia-Momente später bin ich schlauer.

Es war also nicht immer der Hase, der die Eier zu Oster auslieferte, sondern in verschiedenen Teilen Deutschlands mal ein Fuchs, mal ein Hahn oder mal ein Storch – Moment, bringt der nicht die Babies?
Was ist, wenn er da mal was verwechselt?
Babies im Osternest, Eier in der Wiege? Herrje…
Gut also, dass der Hase den Job übernommen hat!

Machen wir also den nächsten Schritt in der Assoziations-Kette.
Hasen essen gerne Möhren. Macht naturgemäß Sinn. Also backt man zu Ostern Möhrenkuchen. Ist doch klar, oder?

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Na gut, vielleicht nutze ich den Anlass auch einfach nur, um einen meiner absoluten Lieblingskuchen zu backen. Möhrenkuchen hat nämlich alles, was ich an Kuchen mag. Er ist saftig, teigig und meistens voller Zimt.

Rezepte für Möhrenkuchen, bzw. Carrot Cake, gibt’s hunderte. Wie so oft bevorzuge ich amerikanische Rezepte. Und wie es meistens der Fall ist, liegt es daran, dass ich den besten Carrot Cake irgendwo in den USA gegessen habe. Aber Deutschland holt auf!

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Meinen Lieblings Carrot Cake gibt es in Berlin im Café Anna Blume.
Ich habe die Vermutung, dass der Möhrenkuchen bei Anna Blume nach dem Rezept von Cynthia Barcomi gebacken wird. Falls jemals jemand aus der Backstube von Anna Blume dies lesen sollte: bitte korrigiert mich, wenn ich falsch liegen sollte!

Jedenfalls kommen sich die beiden Kuchen recht nahe. Viel Möhren, Walnüsse, Rosinen, Ananas, Frischkäse-Frosting und Kokosnuss. So mag ich Carrot Cake am liebsten.

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Mein Rezept für Carrot Cake habe ich aus vielen andern kombiniert.
Es kommt dem Rezept für Petersilienwurzelkuchen recht nahe, nur dass statt der Butter hier Öl verwendet wird.
Der Kuchen ist glutenfrei und verwendet meine Lieblings Mehlmischung aus Buchweizen-, Quinoa- und Reismehl

Ich habe ihn in drei Schichten geschnitten und mit einem Weiße Schokolade-Orangen-Frosting gefüllt und überzogen.
Der Kuchen ist einfach der absolute Wahnsinn. Bestätigt auch durch Testpersonen!

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Tut mir nur den Gefallen und macht ein ordentliches Frosting, keine flüssige Pampe, wie ich.
Ich mache leider immer wieder den Fehler und versuche, beim Frosting irgendwie an Butter oder Puderzucker zu sparen.
Funktioniert nur nicht.
Also entweder drauf verzichten und den Carrot Cake einfach nur mit Puderzucker bestäuben (ist auch lecker!) oder ein richtiges Frosting mit Butter und viel Puderzucker anrühren, dass sich ordentlich verarbeiten lässt.

Carrot Cake 

für drei Kuchen-Schichten in einer 24-er Form

100 g Buchweizen
50 g Quinoamehl
50 g Reismehl
80 g glutenfreies Mehl
200 g Zucker
80 g brauner Zucker
3 Eier
250 ml Öl
150 g Dosenananas püriert
1 TL Vanilleextrakt
2 TL Natron
1 TL Zimt
1/2 TL Muskatnuss
50 g grob gehackte Walnüsse
50 g Rosinen
250 g geraspelte Möhren

für das  Frosting:

170 g Frischkäse
45 g weiche Butter
100 g weiße Schokolade, geschmolzen
1 TL Orangenabrieb
170 g Puderzucker
Kokosflocken

1. Den Ofen auf 190 Grad vorheizen, eine 24-er Springform einbuttern und mehlen.

2. Die Eier mit dem Zucker schaumig schlagen, dann die pürierte Ananas, den Vanilleextrakt und das Öl dazugeben.

3. Die verschiedenen Mehlsorten mit dem Natron und den Gewürze unterrühren. Dann Nüsse, Rosinen und Möhren zugeben und unterheben. Den Teig in die Form füllen und ca. 50 min backen.

4. Den Kuchen in der Form vollständig auskühlen lassen. Aus der Form lösen und vorsichtig in drei Lagen schneiden.

5. Für das Frosting Butter und Frischkäse mit dem Handrührgerät glattrühren. Die weiße Schokolade und den Orangenabrieb unterrühren und dann langsam den Puderzucker zugeben.

6. Eine Portion Frosting auf die unterste Kuchenschicht geben, gut verteilen. Dann den zweiten Kuchenboden darauflegen, wieder Frosting darüber verteilen und die letzte Kuchenschicht obenauf legen. Wer korrekt arbeiten möchte, kann dafür einen Tortenring verwenden. Zum Schluss den Kuchen mit dem restlichen Frosting ummanteln und mit gerösteten Kokosflocken bestreuen.

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2 thoughts on “Der ultimative Osterkuchen: Carrot Cake

  1. wow, das hört sich wirklich nach einem sehr gelungenen Carrot Cake an – vor allem mit so verlockenden Fotos! 😉 Bei mir wandern meistens keine Nüsse, Rosinen und Ananas in den Möhrenkuchen, aber ich vermute, ich sollte das jetzt definitiv mal ausprobieren! Ich danke dir für die Inspiration! 🙂 Liebe Grüße, Theresa

    1. Das passt geschmacklich alles ganz wunderbar zusammen. Probier es einfach mal aus und erzähl mir gerne, wie dir der Kuchen geschmeckt hat 🙂

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