Produkttest: Paleo Jerky auf Pizza

Das hier wird mal was anderes. Eine abgefahrene Sache, das versprech ich euch!

Vor einiger Zeit fragte mich das Berliner Start-Up Paleo Jerky, ob ich nicht deren gleichnamiges Produkt testen möchte: hochwertiges grasgefüttertes Trockenfleisch aus Schottland.
Da ich kulinarische Start-Ups ja gerne unterstütze und mich zudem sehr für die Paleo-Ernährung interessiere, war meine Neugier geweckt.

paleo-pizza-beef-jerky-4

Zugegeben: ich hatte ein wenig Angst vor diesem Produkt.

Die Verpackung ist sehr gut gestaltet, spricht aber ganz klar eine männliche Zielgruppe an. Durch ein Fenster im sonst schwarzen Beutel sieht man das Beef Jerky. Dunkle Fleischstücke, die an und für sich einfach nicht so appetitlich aussehen.

paleo-jerky-2

Also lag der Beutel erstmal ein wenig bei mir in der Küche. Bis das MHD näher rückte, was bei so einem Produkt ja kein Wunder ist. Also, frisch gewagt, Beutel aufgerissen und probiert….

…Oh! Das Zeug ist lecker! Das Zeug ist richtig lecker!

Festes Fleisch, aber überhaupt nicht zäh. Leicht salzig aber nicht unangenehm. Und dezent gewürzt. Mich erinnert es ein wenig an geräuchertes Fleisch, an Barbecue-Aromen – und schon war die Idee für mein Rezept geboren: eine Barbecue-Pizza mit Beef Jerky. 100 % paleo-konform.

Aber was heißt das jetzt genau?
Die Paleo-Ernährung ist kohlenhydratarm, protein- und gemüsereich, zuckerfrei, clean und einfach natürlich. Sie ist nicht fettarm (halleluja!), vegetarisch oder gar vegan! Im Prinzip wird das gegessen, was unsere Vorfahren hätten essen können. Nichts industriell gefertigtes, kein Getreide, kein Zucker keine (Kuh)-Milchprodukte – ganz grob umrissen.
Fleisch ist ein wichtiger Bestandteil, allerdings sollte Wert auf Qualität gelegt, Rindfleisch am besten grasgefüttert werden. Das wissen wir alle, ist aber in der Praxis manchmal schwer umzusetzen. Ein bißchen leichter macht es uns da der Snack von Paleo Jerky.

Ein klassischer Pizzaboden aus Hefe und Mehl kam für mein Rezept deswegen nicht in Frage.
Würde ich auch für mich selbst auch nicht machen, ich ersetze Getreideprodukte ja ohnehin meistens durch Alternativen. Vor einiger Zeit hatte ich die Variante aus Blumenkohl ausprobiert und wusste deswegen: das kann nur gut werden!

paleo-pizza-beef-jerky-5

Wäre der Blumenkohl-Pizzaboden nicht so aufwändig, würde ich sicher öfter Pizza machen. Das ist eine richtig leckere Angelegenheit, die im Prinzip nur aus Gemüse und Eiern besteht. Köstlich und auch noch gesund. Wenn, ja wenn, die Zubereitung nicht wäre….

Als erstes muss der Blumenkohl nämlich im Zerkleinerer fein gehackt werden und sollte dann in der Mikrowelle weich gegart werden. Nur habe ich keine Mikrowelle. Beim Kochen würde der Blumenkohl zu viel Wasser ziehen.
Ich hielt mich ja für so clever, als ich auf die Idee kam, den Blumenkohl einfach heiß zu Fönen…
Könnt ihr euch vorstellen, was passiert, wenn man einen Fön auf eine Schüssel mit Semmelbröseln richtet?
Ja, genau… ganz tolle Idee.
Später kam ich dann darauf, den Blumenkohl einfach im Backofen zu garen. Klappt wunderbar, ohne die Küche mit einer Schneedecke aus Blumenkohl zu verschönern.

paleo-pizza-beef-jerky-7

Auf den Boden habe ich eine Tomaten-Barbecue Soße gegeben. Als Gemüse habe ich mich für Paprika, Champignons und Tomaten entschieden. Alles in allem zusammen mit dem Paleo Jerky eine sehr harmonische und superleckere Kombination.

Paleo Jerky-Pizza

für 2 kleine Pizzen

1 großer Blumenkohl
2 Eier
Salz, Pfeffer
getrockneter Oregano und Majoran
1 EL Reismehl
1 TL Olivenöl

200 g Tomaten
1 EL Tomatenmark
1 Zwiebel
1 TL Rapsöl
30 ml Apfelsaft
1 EL Weißweinessig
2 EL Worcestersauce
1 TL Sojasauce
1 TL Honig
1 TL Paprikapulver
1 Prise Zimt

4 kleine Champignongs
1 grüne Paprika
ca. 100 g Paleo Jerky
8 Cocktailtomaten

1. Den Ofen auf 210 °C (Ober- und Unterhitze)Zuerst den Blumenkohl in kleine Röschen zerteilen und waschen. In einen Zerkleinerer geben und zu feinen Krümeln mahlen.

2. Die Blumenkohlkrümel entweder in der Mikrowelle für 3 Minuten oder für 5 Minuten im heißen Backofen garen. Abkühlen lassen. Den Ofen währenddessen auf 230 ° C hochdrehen.

3. Wenn der Blumenkohl nicht mehr heiß ist gebt ihr ihn in ein Küchentuch und quetscht, so gut es geht, Flüssigkeit heraus. Am besten geht das in mehreren Etappen.

4. Den Blumenkohl dann in einer großen Schüssel mit den Eier, Salz, Pfeffer, getrockneten Kräutern, Reismehl und Olivenöl zu einem Teig mischen. Den „Pizzateig“ auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben und mit der Hand zu ca. 0,5 cm dicken Kreisen flachdrücken.

5. In den heißen Ofen schieben und ca. 20 Minuten backen. Währenddessen die Zutaten für den Pizzabelag herstellen. Für die Barbecue Soße die Tomaten kurz in heißem Wasser überbrühen, kalt abschrecken und die Haut abziehen. Zusammen mit der Zwiebel grob würfeln. Die Zwiebel mit dem Tomatenmark im Rapsöl anbraten, Tomaten, Essig, Apfelsaft, Worcestersauce, Sojasauce und Honig dazugeben. Mit den Gewürzen abschmecken und gut 15 Minuten einkochen. Nochmals abschmecken und weiter einkochen, bis sie eine dickliche Konsistenz bekommt. Nach Wunsch pürieren.

6. Die Cocktailtomaten halbieren, die Champignons in Scheiben schneiden und die Paprika würfen. Den Pizzaboden herausnehmen und leicht abkühlen lassen.

7. Mit der Tomaten-Barbecue Soße bestreichen, mit den Zutaten belegen und nochmal ca. 10 Minuten backen.

8. Die fertige Pizza mit dem Paleo Jerky bestreuen.

paleo-pizza-beef-jerky-6

Das Produkt wurde mir von Paleo Jerky freundlicherweise kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Meinung zu Produkt und Unternehmen ist davon unabhängig.

Das könnte dich auch interessieren:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.