Schoko-Kokos-Kuchen und der Raffaelo-Effekt

Wenn der letzte Kuchen Sünde war, dann ist dieser hier? Na?
Genau, Unschuld.
Zumindest wenn man ihn nach dem Gewand beurteilt, in das er sich kleidet: In weißer Schokoladen-Weste.

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Als Teenie habe ich mit meiner besten Freundin gerne einen „Bounty-Kuchen“ gebacken. Der bestand aus einer Fertigmischung für Schoko-Flocken Kuchen und ganzen Bountys. Jaja, wir waren jung und wussten es nicht besser. Und zugegeben, er war ziemlich lecker!

Die Idee, einfach Bountys in den Kuchen einzubacken find ich eigentlich echt witzig. Die Fertigmischung allerdings weniger. Dieser Kuchen hier enthält ebenfalls Schokolade und jede Menge Kokos, jedoch ganz ohne Fertigmischung!

Und ja, ich bin ein klein wenig besessen von Kokos-Chips. Angeröstet schmecken sie für mich einfach nach Urlaub, Auszeit und Entspannung. Ich nenne das mal den Raffaelo-Effekt.

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Der ganze Kuchen erinnert mich unfreiwillig an einen Raffaelo-Werbespot. Die Kokosnuss, das weiße Ambiente. Ich kann das Meer im Hintergrund schon fast rauschen hören.

Für den absoluten Kokos-Knaller in diesem Kuchen sorgt Kokosnusscreme.
Dieses super süße Zeug aus der Dose, von dem man eigentlich gar nicht wissen will, was drin ist, das aber in Cocktails absolut herrlich schmeckt. In Kuchen ebenfalls, wie ich jetzt weiß.

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Neben besagter Kokosnusscreme finden sich auch noch Kokosraspeln im Teig.
Hätte ich ihn da gehabt, wäre auch noch ein Schluck Batida de Coco darin gelandet. So musste ich mit Rum Vorlieb nehmen. Nun, es gibt schlimmeres!

Und dann sind da noch die Kokoschips oben drauf. Die habe ich wie immer in einer Pfanne angeröstet, was den Geschmack einfach mal eben um ein vielfaches intensiviert. Und dann habe ich sie mit ein wenig weißer Schokolade vermischt.
Ohhhh das ist gut. Unglaublich lecker, eine gefährliche kleine Knabberei auch ohne Kuchen.

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Wenn also mal wieder die Frage fällt: „Wer hat die Kokosnuss geklaut?“ – ihr beschuldigt das Affenbaby umsonst, wahrscheinlich war ich’s!


Kokos-Schoko-Kuchen

200 g Saure Sahne
1 TL Natron
170 ml Kokosnusscreme (nicht Kokosmilch!)
220 g Mehl
75 g gemahlene Mandeln
2 TL Backpulver
90 g weiche Butter
250 g Zucker
½ Tl Salz
2 Eier + 1 Eigelb
1 EL Rum
1 TL Vanilleextrakt
50 g Kokosraspeln
100 g gehackte Zartbitterschokolade

Kokoschips
100 g weiße Schokolade
10 g Kokosfett

1. Den Ofen auf 170 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Eine 24-er Springform fetten und mehlen.

2. Die Saure Sahne mit dem Natron in einer kleinen Schüssel vermischen. Das Mehl mit den gemahlenen Mandeln und dem Backpulver in einer anderen Schüssel mischen. Beides beiseite stellen

3. Die Butter mit dem Zucker und dem Salz schaumig schlagen. Die Eier einzeln unterrühren. Rum und Vanilleextrakt dazugeben und unterrühren.

4. Die Saure Sahne mit der Kokoscreme mischen. Abwechseln mit der Mehlmischung unter die Buttermasse heben. Zum Schluss die Kokosraspeln und die gehackte Schokolade unterheben.

5. In die vorbereitete Form füllen und ca. 45 Minuten backen. Gut auskühlen lassen.

6. Die weiße Schokolade mit dem Kokosfett schmelzen. Den Rand des Kuchens mit der Schokolade bestreichen. Die Kokoschips in einer Pfanne ohne Fett anrösten. Mit ein wenig flüssiger weißer Schokolade vermischen und auf den Kuchen geben.
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