California Dreaming: Walnut Orange County Salad

10-jähriges Blog-Jubiläum. Wow. Das können nicht viele von sich behaupten!
Zorra vom Kochtopf
hat also allen Grund, um zum Jubiläum groß aufzutrumpfen. Eine Pressereise zur Walnussernte nach Kalifornien gibt es zu gewinnen und freue mich riesig, dass ich es in die zweite Runde geschafft habe.

Kalifornien, hach! Ich kenne zwar die Strände von Malibu und Venice Beach, die Golden Gate Bridge und den Zoo von San Diego, seit langem träume ich aber davon, endlich auch einmal das Hinterland mit seinen Weinbergen und Walnussplantagen kennen zu lernen. Natürlich mache ich mit!

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Der zweite und fast noch gewichtigere Grund für meine Teilnahme: ich liebe Walnüsse!
Ich esse bestimmt täglich eine kleine Hand voll. Über den Sojajoghurt mit Obst, im Salat oder einfach nur so zum Naschen. Deswegen kenne ich die Qualitätsunterschiede, die es bei Walnüssen gibt (vom Discounter bis zum Marktstand) und brenne vor Neugier darauf, wie sie wohl frisch geerntet schmecken. Das wäre einfach eine Walnuss-Offenbarung.

Als Willkommensgruß in die zweite Runde gab es von den kalifornischen Walnüssen übrigens ein kleines Paket mit kalifornischem Gruß: Walnüsse, ein Kofferanhänger und eine Beach Boys CD. Ich habe mich wirklich richtig darüber gefreut, ich liebe die Beach Boys und bin bestimmt nicht die einzige Teilnehmerin, die zu Barbara Ann und Surfin’ USA den Kochlöffel geschwungen hat.

Ich entschuldige mich also im Voraus für niemals enden wollende Ohrwürmer und extremes Fernweh.

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Wouldn’t it be nice….to go to California?

Kalifornische Küche, da ging es in meinem Kopf sofort hoch her. Ich liebe die Kreativität der kalifornischen Küche und verteidige sie stets wortreich und hitzig, wenn mal wieder jemand behauptet, in den USA gäbe es nur Fast Food.
Ohhh nein, meine Lieben, ich glaube es gibt keine Küche, die mich inspiriert, wie die kalifornische. Frisch, kreativ, gesund und international vereint sie alles, was ich am Kochen liebe und schätze.

Man hat das Gefühl dort wird ohne Regeln gekocht, ohne Rücksicht auf „das macht man so aber nicht“ werden verschiedene Einflüsse, Zutaten und Kochstile miteinander kombiniert bis etwas unglaubliches dabei heraus kommt. Genau mein Ding!
Diesen Spirit wollte ich auch in meinem Rezept einfangen und die klassischen Zutaten Walnuss, Spinat und Orange mal ein bißchen durcheinanderbringen und aufrütteln.

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„Get around round round I get around – I’m makin‘ real good bread…“

Na denn, ihr Beach Boys! Zum Brot schmeckt Salat doch ganz fantastisch, also, runter vom Surfboard und ab in die Küche! Dort wartet eine kulinarische Rundreise durch die vielfältigen Regionen Kaliforniens, alle vereint in einem Salat.

Aus Orange County gibt es sonnengereifte Orangen. Ich stelle mir vor, dass die ganze Region von einem herrlichen Orangenduft überzogen ist und durch die vielen goldenen Früchten ein bißchen mehr scheint und leuchtet, als andere Regionen. Wir machen ein herrlich saftiges Carpaccio aus den reifen Zitrusfrüchten, die vorher noch eine Runde in Walnussöl surfen, verzeiht, baden gehen dürfen.

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Weiter geht’s in den Yosemite Nationalpark.
Hier liegt uns der Geruch von Wald und Tannen in der Nase. Tiefes Grün beherrscht das Bild und auch die Temperaturen sind deutlich abgekühlt. Über 37 verschiedene Baumarten gibt es hier. Um dieses satte Grün und die Frische des Waldes auf unseren Teller zu bekommen, fällen wir jedoch keinen der jahrhundertealten Bäumen, sondern mischen eine Spinat-Mousse, die vor Grün nur so strotzt.

Zuletzt der Star unserer Reise: die goldene Walnuss.
Ihr Braun erinnert mich ein bißchen an den Strand von Malibu. Oder an die sonnengebräunte Haut der knackigen Baywatch-Lifeguards… Aber ich schweife ab! Zusammen mit Ahornsirup wird aus der Walnuss ein herrlich samtiges Püree.
Und da ist es wieder: das kalifornische „Why the hell not? Anything goes!“
Walnuss als Püree? Ja warum nicht?

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Auch den mexikanischen Einflüssen, die in Kalifornien nicht zu übersehen sind, zollen wir kurz Tribut, in dem wir noch ein paar Walnüsse mit ordentlich Caramba!-Chili würzen und kandieren.

Fun, fun, fun!

Süß-herbes Walnusspüree, die feine Säure der Orangen, etwas Schärfe aus der Chili, knackige Nüsse und samtige Mousse, dazu noch ein klassisches Honey-Mustard-Dressing. Dieser Salat macht einfach Spaß!
Und das ist letztlich kalifornisches Lebensgefühl pur. Träumt euch mit diesem Salat und mir gemeinsam an die Westküste und drückt doch bei Gelegenheit ein wenig die Daumen.
Bis dahin heißt es nur: California Dreamin’…


Walnut Orange County Salad

für 4 Portionen

für das Walnusspüree:
200 g kalifornische Walnüsse
50 g Crème Fraîche
50 ml Milch
1 EL Ahornsirup
1 Prise Salz

für die Spinatmousse
1 EL Olivenöl
600 g Spinat
1 Schalotte
1 TL Curry,
½ TL Muskat
½ TL Kurkuma
½ TL Chilipulver
½ TL Salz
100 g Frischkäse
3 Blatt Gelatine
150 g Sahne

für die kandierten Chili-Walnüsse:
50 g kalifornische Walnüsse
50 g Zucker
1 TL Chiliflocken

für das Orangencarpaccio:
4 Orangen
5 EL Orangensaft
2 EL Walnussöl
1 TL Zitronensaft

für die Vinaigrette:
3 EL Honig
1 EL Dijon Senf
1 TL Zitronensaft
Salz, Pfeffer

150 g gemischte Blattsalate

1. Zuerst die Spinatmousse vorbereiten. Den Spinat waschen und verlesen, die Schalotten schälen und hacken. Die Schalotten mit 1 EL Olivenöl in einem großen Topf anbraten. Die Gewürze dazugeben und kurz anrösten. Dann den Spinat in den Topf geben und dünsten, bis er zusammenfällt. Vom Herd nehmen und leicht abkühlen lassen.

2. Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Die Sahne steif schlagen und kalt stellen. Den abgekühlten Spinat mit einem Pürierstab fein pürieren (falls nötig, ganz wenig Wasser dazugeben). Das Spinatpüree durch ein Sieb streichen und mit dem Frischkäse mischen.

3. Die Gelatine ausdrücken und zusammen mit 2 EL von der Spinatcreme in einem kleinen Topf bei geringer Hitze auflösen. Zur restlichen Spinatcreme geben und gut unterrühren. Für ca. 15 Minuten in den Kühlschrank stellen, dann die geschlagene Sahne unterheben und die Spinatmousse in eine eingeölte Form geben (z.B. kleine Muffinförmchen). Für mindestens 5 Stunden, besser über Nacht kalt stellen.

4. Die Orangen großzügig schälen, die weiße Haut dabei komplett entfernen. In dünne Scheiben schneiden. Aus den Resten 5 EL Orangensaft auspressen und mit dem Walnussöl und Zitronensaft mischen. Die Orangenscheiben in eine Schale legen und mit der Marinade übergießen. Ca. 2 Stunden ziehen lassen.

5. Für das Walnusspüree die Walnüsse im Zerkleinerer sehr fein mahlen. Die Milch, Crème Fraîche und das Ahornsirup dazugeben und alles zu einem sämigen Püree pürieren. Mit Salz abschmecken.

6. 50 g Zucker in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze langsam karamellisieren lassen. 1 TL Chiliflocken unterrühren. Die Walnüsse dazugeben, rundum mit Karamell überziehen und auf einem Stück Backpapier auskühlen lassen

7. Den Salat waschen, putzen und trockentupfen. Für die Vinaigrette Senf, Honig und Zitronensaft aufschlagen. Die Spinatmousse aus dem Kühlschrank nehmen und vorsichtig aus der Form lösen.

8. Den Salat auf vier Tellern anrichten. Die Orangenscheiben fächerartig auf dem Teller verteilen. Das Spinatmousse dazugeben und aus dem Walnusspüree Nocken ausstechen (geht am Besten mit zwei feuchten Teelöffeln). Den Salat mit den kandierten Chili-Walnüssen garnieren und mit Vinaigrette beträufeln.

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10 thoughts on “California Dreaming: Walnut Orange County Salad

  1. Du hast ja ein tolles kalifornisches Feuerwerk auf den Teller entzündet!
    You gave me such good vibrations…..träller! Ich mach dann mal die Beach Boys an.

    1. Ein Feuerwerk in Form einer kleinen Wunderkerze wäre eigentlich noch DIE Idee gewesen! Das hätte mich dann ans Disneyland in Anaheim erinnert 😀 Gehört ja auch zu Orange County.
      Freut mich, dass ich dir zu Good Vibrations verhelfen konnte 🙂

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