Versüß‘ dir den Montag: mit Blaubeermuffins

Blut, Schweiß und Tränen stecken in diesen Muffins. Keine Sorge, nicht wortwörtlich. Igitt, nein.
Aber der Weg dorthin war davon gepflastert. Mein Bein tut immer noch weh. Aua.
Aber ich hole mal zum Beginn der Blaubeermuffin-Story aus.

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Nur noch schnell ein paar Requisiten aus dem Fotostudio abholen wollte ich.
Schlüssel abgeholt, „die Tür ist trickreich, da klemmt man sich schnell die Finger“ sagte er.
„Jaja, das krieg ich schon hin“ sagte ich.
Und knappe zwei Stunden später stand ich bis auf die Knochen vom Platzregen und Hagel durchnässt, mit gequetschtem Daumen, geprelltem Bein und Wuttränen vor der verdammten Tür.

Wenn ich mir danach mal kein Muffin verdient habe, weiß ich’s auch nicht.

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Dabei wollte ich doch nur endlich die Blaubeermuffins testen, die mir seit Mallorca im Kopf umher schwirrten. Dort habe ich ein typisches Frauen-Urlaubs-Buch gelesen, das mindestens 3 andere Frauen im gleichen Hotel auch gelesen haben und in dem Blaubeermuffins eine kleine Rolle spielten.
Für sowas bin ich ja total anfällig. Präsentiert mir etwas zu Essen in einem Buch oder Film und ich muss es haben, muss wissen wie es schmeckt!

In dem Buch war sogar ein Rezept beigefügt. Pff, wie langweilig, wie phantasielos, dachte ich mir beim Lesen der Zutatenliste. Trotzdem, sie ließ mich nicht los. Die Vorstellung, dass diese Muffins etwas ganz besonderes sein müssen.

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Der Teig ist so simpel, da ist praktisch nichts drin, was nicht rein muss. Keine Mandeln, keine Aromen, keine Schokolade, kein Schi-schi. Und in dieser Einfachheit liegt das Besondere dieses Teiges.
Er überlässt die Hauptrolle nämlich voll und ganz den Blaubeeren. Die sind der scheinende Star in diesen Muffins und werden von nichts überstrahlt. Das Aroma steht für sich, man schmeckt wirklich nur diese saftigen, süßen, weichen Blaubeeren. Ich wusste schon nicht mehr, dass Blaubeeren so schmecken können. Toll!

Bei meinen Himbeermuffins zum Beispiel gibt es so viele Mitspieler: da wäre die Zitrone, die weiße Schokoladenstücke und in einer Nebenrolle die Himbeeren.
Oder die Pfirsichmuffins, in denen sich die Pfirsiche den Platz mit Mandeln, Sahnetoffee und Ingwer teilen müssen.
Ich liebe es, verschiedene Aromen so zu kombinieren, dass sie sich bestmöglich ergänzen.
Aber bei diesen Muffins geht es eben nur darum, die Blaubeeren bestmöglich in Szene zu setzen. Nichtmal Puderzucker gibt’s oben drüber. Ganz simpel.

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Mit jedem Bissen schmeckt man unzählige saftige Blaubeeren, oben sind die Muffins etwas knusprig, innen butterweich. Herrlich. Ich hätte nie gedacht, dass mir ein so simples reduziertes Rezept so gut gefallen würde.

Ob sie das Drama vom Vormittag wert waren? Ich glaube schon…

Blaubeermuffins

für 12 Stück

250 g Mehl
100 g Zucker
2 TL Backpulver
120 g geschmolzene Butter
1 Ei
180 ml Milch
1 TL Vanilleextrakt
1 TL Zimt
200 g frische Blaubeeren
Zucker zum Bestreuen

1. Den Ofen auf 170 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Ein Muffinblech mit Förmchen auslegen.

2. Das Mehl mit dem Zucker und dem Backpulver in einer großen Schüssel mischen. 2 EL von der Mehlmischung zu den Blaubeeren geben und gut vermengen.

3. Das Ei mit der Milch, der geschmolzenen Butter, dem Zimt und dem Vanilllextrakt aufschlagen.

4. Die flüssigen Zutaten zum Mehl geben und locker unterheben. Nicht zu lange rühren, der Teig darf ruhig klumpig bleiben. Dann die Blaubeeren vorsichtig unterheben.

5. Den Teig in die Förmchen füllen und mit Zucker bestreuen. Im vorgeheizten Ofen ca. 20 Minuten backen bis die Muffins goldbraun sind.

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