I make Food look pretty – Foodstyling Teil 1: Was ist Foodstyling?

Ihr erinnert euch noch an meinen Relaunch-Post? Lange ist das ja noch nicht her. Darin habe ich darüber geschrieben, dass ich gerne ewig an etwas arbeite, bevor ich es veröffentliche und viel öfter einfach mal machen sollte.
Heute starte ich mit meiner neuen Serie über meinen Job als Foodstylistin. Wie immer, wenn ich etwas vollkommen anderes oder neues veröffentliche, macht sich dieses gemischte Gefühl aus Vorfreude, Aufregung und Ungewissheit breit. Ich hab nicht nur einmal darüber nachgedacht, einen Rückzieher zu machen.
Wo fange ich an? Was interessiert euch überhaupt? 
Ich habe um ehrlich zu sein keine Ahnung. Deswegen geht’s jetzt einfach los, wir werden dann schon sehen wo es hin geht. 

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Bevor ich euch demnächst aber die Wahrheit über den Mythos vom lackierten Hähnchen und Haarspray auf dem Salat erzähle, hole ich etwas aus und fange mal ganz vorne an. 

Mit der Frage: Was ist eigentlich Foodstyling?

Ich bin bei weitem kein Veteran in der Branche sondern noch ganz grün hinter den Ohren. Aber ich bin in der Branche groß geworden. Viele Bekannte von mir sind Foodstylisten und ich habe von klein auf dabei zugeschaut, wie Essen für Film- und Fotoaufnahmen hübsch gemacht wurde.
So habe ich verschiedene Trends und Entwicklungen im Foodstyling stetig beobachten können und mir schon ganz früh ein paar Tricks abgeschaut. Für mich war deswegen immer klar, was ein Foodstylist macht. Aber ich habe gelernt, dass dieses Wissen nicht selbstverständlich ist.

Wenn ich heute erzähle, dass ich Foodstylistin bin, stellen sich verschiedene Menschen nämlich ganz unterschiedliche Dinge darunter vor.
Das ist nichts schlimmes, oder gar dummes! Foodstyling ist eben kein klar definierter Berufsweg wie Arzt, Rechtsanwalt oder Kindergärtnerin.
Damit wir also alle wissen, worüber ich hier überhaupt schreibe, gibt es heute in Teil 1 die Antwort auf diese Frage.

Was ist eigentlich Foodstyling und was macht eine Foodstylistin (nicht)?

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Pfefferkörner mit dem Pinsel vom Tellerrand fegen, Schnittlauchröllchen mit der Pinzette auf dem Fisch drapieren, Auflauf mit dem Heißluftfön föhnen, Spritzen mit Bratensoße füllen, Ravioli mit Püree stopfen, Fisch mit Skalpell und Tupfer bearbeiten und mit jedem Lebensmittel so liebevoll umgehen, als wäre es ein zerbrechliches Kunstwerk – alles reale Situationen aus meinem Joballtag.

Als Foodstylisting arbeite ich überall dort, wo Essen vor der Kamera gut aussehen muss.
Das sind zum Beispiel Werbefilme, Werbefotos, Fotos für Verpackungen, Kochzeitschriften und Magazine (sowohl Online als auch Print), Kochbücher oder Film- und Fernsehaufnahmen. Ich arbeite hauptsächlich für Werbekunden, möchte zukünftig aber auch vermehrt für Zeitschriften und Kochbücher stylen. 

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Meine Aufgaben als Foodstylistin beginnen manchmal schon bei der Entwicklung eines Rezepts.
Oft steht ein Rezept oder Produkt aber auch schon fest. Dann bespreche ich mit dem Fotografen und dem Kunden die Aufgabe und plane, welche Zutaten ich für das Fotoshooting oder den Filmdreh benötige. Am Shooting-Tag arbeite ich im Fotostudio oder am Filmset und bereite die Lebensmittel für ihren großen Moment vor der Kamera vor, richte sie an und arrangiere den Teller vor der Kamera. 

In der Regel bin ich nicht für die restlichen Requisiten im Bild verantwortlich.
Teller, Deko und das Drumherum liegen in der Verantwortung der Stylisten. Ich bin ebenfalls nicht verantwortlich für die Bildkomposition, die Stimmung und das Licht. Das obliegt alles dem Fotografen.
Hier besteht der große Unterschied zu meinem Blog. Food-Blogger sind Fotografen, Requisiten-Stylisten und Food-Stylisten in Personalunion. Das macht mir für den Blog riesigen Spaß, wäre aber im Fotostudio kaum zu bewältigen. Hier hat jeder sein Spezialgebiet.

So unterschiedliche die verschiedenen Bereiche auch sind, es geht immer darum, Food gut aussehen zu lassen. Dazu bediene ich mich als Foodstylistin natürlich verschiedener Tricks. Einige davon sind bewährt und bekannt, wie z.B. Gemüse mit Wasser oder Öl frisch zu halten. Andere entdecke ich erst im Laufe eines Shootings. Jedes Produkt, jeder Kunde, jedes Motiv ist anders. Man muss viel improvisieren, kreativ sein und ständig Neues ausprobieren. Langeweile und Routine gibt es im Job als Foodstylistin nicht. Zum Glück!

Das ist doch alles nicht essbar.

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Vieles von dem, was ich für Shooting vorbereite, ist essbar. 
Und das macht meistens großen Spaß. Ich kann viele neue Produkte probieren, die noch nicht auf dem Markt sind oder ich feile während des Shootings noch final an einem Rezept herum. Fotoaufnahmen für Magazine und Kochbücher sind in der Hinsicht sehr dankbar. Da biegen sich die Tische am Ende des Tages meist unter den verschiedenen Köstlichkeiten. 
Aber, das muss auch gesagt werden, gerade für Werbeaufnahmen steht die Optik im Vordergrund. Der Kunde möchte Perfektion, deswegen wird hier mehr getrickst. Ich hätte schon beinahe in Chicken Nuggets gebissen, die zuvor mit Airbrush-Farbe eingesprüht wurden.
Regel Nr. 1 in einem Fotostudio lautet deswegen: Iss nichts, was der Foodstylist nicht zuvor freigegeben hat. 

Ich hoffe ich konnte euch im ersten Teil meiner Foodstyling-Reihe verdeutlichen, was ein Foodstylist tag-ein tag-aus macht und ihr habt Lust auf mehr bekommen. 
Hinterlasst mir doch einen Kommentar und schreibt mir, was euch interessiert und was ihr gerne über meinen Job als Foodstylistin erfahren würdet.
Ich freu mich drauf!

Im nächsten Teil erzähle ich euch, wie man Foodstylistin wird. Das wird spannend!

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17 thoughts on “I make Food look pretty – Foodstyling Teil 1: Was ist Foodstyling?

  1. Ein total interessanter Post! Ich finde es superspannend, wie genau die Arbeit von Leuten im Bereich Fotografie aussieht. Von Haarlack als Konservierungsmittel auf Obst habe ich schon mal gehört, aber ich hätte zum Beispiel nie gedacht, dass Firmen wirklich Foodstylist, Stylist und Fotograf bezahlen für ein Bild. Total spannend. Ich freue mich, wenn du noch mehr aus dem „Nähkästchen“ plauderst.
    Liebe Grüße aus Düsseldorf nach Düsseldorf,
    Daniela

    1. Vielen Dank Daniela 🙂 Ich freu mich total über dein Feedback, dann weiß ich, dass es jemanden „da draußen“ interessiert und ich mach weiter 🙂

      Liebe Grüße, hab ein schönes Wochenende 🙂
      Denise

  2. Auf jeden Fall weiter machen, das interessiert mich sehr!
    Ich würde auch so gerne mal dabei sein…klingt spannend
    Liebe Grüße
    Nunu

    1. Das freut mich Nunu 🙂 Ich plane demnächst mal eine Art Follow me Around, das ist dann fast wie dabei sein 😉

      Liebe Grüße,
      Denise

  3. Hallo liebe Denise, ich finde es schön, dass du einen Einblick in Deine Arbeit bietest und auch deutlich sagst, dass Blogger Mädchen für Alles sind.
    Ganz herzliche Grüße aus Salzburg, Claudia

    1. Hallo Sonja,

      wie der Zufall will, ist das genau der Titel von Teil 2 meiner Foodstyling-Reihe!
      Also, stay tuned, ich freu mich, wenn du wieder vorbeischaust 🙂

      Liebe Grüße,
      Denise

  4. Hallo Denise,
    ich habe gerade deinen Blog entdeckt und bin gleich hängen geblieben. Den Text über Foodstyling finde ich total spannend, bitte weiter so! Ich freue mich über jede Art von Information über diesen Bereich – alles, was hilft, den eigenen Blog zu verbessern, ist willkommen!
    Liebe Grüße
    Eva

    1. Hallo Eva,

      schön, dass du den Weg hier hin gefunden hast 🙂

      Ich bemühe mich, euch regelmäßig Nachschub zum Thema Foodstyling zu liefern! Der nächste Beitrag kommt Anfang Dezember 🙂 Ich freu mich, wenn du dann wieder vorbei schaust!

      Liebe Grüße,
      Denise

  5. Ich bin total fasziniert von deinem Beruf! Schön, dass du uns einen Einblick gibst!
    Ich finde es bewundernswert, dass du deinen eigentlichen Beruf an den Nagel gehängt hast, um deinen Traum zu leben! Wirklich toll!

    Lieber Gruß,
    Miri

    1. Lieben Dank Miri!
      Aber Unternehmensberaterin war nicht mein „eigentlicher Beruf“. Das hab ich halt mal ausprobiert, um dann weiter zu ziehen 🙂
      Ich hoffe aber, den ein oder anderen dazu inspirieren, auch den eigenen Weg zu gehen 🙂

      Liebe Grüße,
      Denise

  6. Ich mag nicht, wenn Sachen auf dem Foto nicht echt sind. Wenn ich das Essen vorbereite, ich will, dass es so aussieht wie auf dem Foto. Ich hasse es, zu sehen/wissen, dass gekochtes Essen nicht so aussehen kann, wie auf dem Foto. Ich bevorzuge eschte Fotos.

    1. Hallo Petra,

      sprechen wir jetzt von meinem Job als Foodstylistin oder meinem Blog? Hier auf dem Blog ist alles ausdrücklich essbar 🙂

      Beim Job, nun ja, wir reden hier von Werbeaufnahmen. Essen kann schon durchaus so aussehen, es dauert halt nur sehr lange und bedarf ein paar Tricks, um Essen so aussehen zu lassen 😉

      Es gibt zum Glück den Trend, das Essen auch in der Werbung so aussehen soll, als käme es zuhause auf den Teller. Übrigens häufig einer der Gründe, warum meine Kunden mich buchen, weil ich eben nicht alles so künstlich aussehen lasse 🙂
      Trotzdem braucht man eben besagte Tricks, denn die Arbeit vor der Profi-Kamera ist schon speziell.

      Liebe Grüße,
      Denise

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