Für die Fastenzeit: Cookies mit Gojibeeren

Frühling lässt sein grünes Band wieder flattern durch die – halt, Moment!
Blau. Das Band des Frühlings war Blau.
So ein Mist aber auch. Sonst hätten meine Fotos so wunderbar zu dem Frühlingsgedicht gepasst. Jetzt aber mal ehrlich, grün hätte sowieso viel besser zum Frühling gepasst als blau. Blau, pffft.

goji cookies

Durch meine Bilder flattert also ein grünes Band. 
Ich schreib mir einfach mein eigenes Gedicht. Da geht’s dann um Frühling, grüne Bänder, rote Goji Beeren und goldgelbes Buchweizenmehl. Und es dreht sich um Cookies. Um was sonst?
Diese Cookies haben sich ein Gedicht aber auch verdient. So gesund! Kein Zucker, kein Weißmehl, stattdessen Superfoods bis zum letzten Krümel.
Und damit passen die Buchweizen-Goji-Cookies wunderbar zum Thema des Tages: Fastenzeit.

goji cookies pistazien

Ich bin da ja eine Spielverderberin. 
Karneval? Mach ich nicht mit! Fasching? Nein danke, ich setze aus. 
Die logische Konsequenz? Ich setze auch in der Fastenzeit aus, denn wer es an Karneval nicht übertrieben hat, muss danach nicht fasten, oder?
Gut, die Argumentation ist vielleicht nicht ganz schlüssig.
Ich sag’s mal anders: wenn man das ganze Jahr über versucht, sich gesund zu ernähren und sich dabei trotzdem immer mal wieder etwas gönnt (und sei es ab und zu ein ganzer Topf Ben & Jerrys), braucht man nicht zu fasten.

Fastenzeit – was bedeutet das eigentlich?
Ich kenne zahlreiche Möglichkeiten, die 40 Tage zwischen Karneval und Ostern zu verbringen. Ohne Fleisch, vegan, ohne Alkohol, ohne Zucker. Beides oder gleich alles zusammen. 
Traditionell sind seit dem Mittelalter in der Fastenzeit Fleisch, Milchprodukte, Alkohol und Eier verboten.
Früher wurde sogar die Anzahl der Mahlzeiten auf eine am Tag beschränkt, etwas, woran sich heute zum Glück keiner mehr hält.
Kein Fleisch, keine Eier? Paleo-Fans sind an dieser Stelle also schonmal raus. Und auch ich muss zugeben, dass der Verzicht auf Eier meinen Speiseplan drastisch einengen würde. Milchprodukte esse ich sowieso fast gar nicht und Alkohol genieße ich schon seit längerem nur in Maßen.

goji-cookies-2

Ich kann den Wunsch nach ein bißchen Entlastung für den Körper vollkommen nachvollziehen, wirklich! Ich erinnere mich nur an die Zeit nach Silvester, puh…
Nur lasse ich mir das ungern von einem bestimmten Stichtag oder einer Jahreszeit vorschreiben. Hobbypsychologen könnten jetzt ableiten, ich hätte ein Problem mit Autorität und Strukturen. Das streite ich natürlich ganz und gar ab. Höhö.

Ich weiß einfach genau, dass es in den nächsten 40 Tagen mehrere Anlässe geben wird, bei denen ich mein Fasten brechen würde.
Zum Beispiel werde ich nächste Woche ziemlich viel Wein trinken. Glaubt mir, nächste Woche ein Glas Wein abzulehnen, wäre mir praktisch unmöglich. Unfreundlich und kontraproduktiv noch dazu. Aber dazu verrate ich kommenden Sonntag mehr…
Genauso unvorteilhaft wäre es, wenn ich meine Rezepte nicht mehr probieren könnte. Und wenn der Kunde nun mal ein Rezept für ein obersüße Torte möchte, sag ich nicht: Och nee, lieber Kunde, der mich für’s Tortenrezepte schreiben bezahlen möchte, ich faste grade und entwickle keine Tortenrezepte. 

goji berry cookies

Statt mich also die nächsten 40 Tage zu winden und zu quälen, um dann doch nachzugeben und ein schlechtes Gewissen zu haben, lebe ich lieber das ganze Jahr über so, dass es mir gut tut.
Die Gojibeeren-Cookies mit Pistazien sind dafür genau das Richtige, denn sie kommen ohne Weißmehl, Industriezucker und Milchprodukte aus. Fast Fastenzeit-tauglich.
Ich habe sie in den letzten Wochen mehrmals gebacken, weil sie den Heißhunger auf Süßes einfach so wunderbar stillen und so lecker sind. Die kann man sich zwischendurch immer mal gönnen.

Was meint ihr? Rede ich mich heraus?
Oder seht ihr das Thema Fastenzeit genau wie ich eher locker? Fastet ihr? 

Cookies mit Gojibeeren
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Ingredients
  1. 70 g Kokosöl
  2. 120 ml Ahornsirup
  3. 1 EL Natron
  4. 70 g Quinoa Mehl
  5. 90 g Buchweizenmehl
  6. 2 EL gemahlene Mandeln
  7. 1/2 TL Vanilleextrakt
  8. 4 Tropfen Mandelaroma
  9. 3 EL gehackte Pistazien
  10. 4 EL Gojibeeren
  11. 2 EL gehobelte mandeln
Instructions
  1. 1. Den Ofen auf 180 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.
  2. 2. Das Kokosöl durch leichtes erwärmen verflüssigen. Dann zusammen mit dem Ahornsiurp, Natron, Quinoa Mehl, Buchweizenmehl, gemahlenen Mandeln, Vanilleextrakt und Mandelaroma in einen Mixer oder Zerkleinerer geben und mischen, bis sich ein glatter Teig ergibt.
  3. 3. Die gehobelten Mandeln und die Gojibeeren mit einem Löffel unter den Teig mischen.
  4. 4. Jeweils ca. einen gehäuften Teelöffel Teig auf das Backblech geben und mit gehackten Pistazien bestreuen. Achtet bitte darauf, dass die Gojibeeren vom Teig bedeckt sind, sie verbrennen sonst beim Backen. Zwischen den einzelnen Teighaufen großzügig Platz lassen, da die Cookies stark auseinander laufen.
  5. 5. Im vorgeheizten Ofen ca. 8 – 10 Minuten backen, bis die Cookies am Rand goldbraun sind. Vorsichtig vom Backblech nehmen und auskühlen lassen.
Foodlovin' http://foodlovin.de/
goji cookies

Spannend finde ich in dem Zusammenhang übrigens das Projekt von Hannah bei Projekt Gesund Leben. Sie verzichtet 40 Tage auf Zucker. Das würde ich auch gerne mal ausprobieren, weiß aber auch hier, dass es mir in den nächsten 40 Tagen nicht möglich sein wird. Aber vielleicht finde ich zu einem anderen Zeitpunkt einen Zeitraum, in dem es mir besser passt.

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14 thoughts on “Für die Fastenzeit: Cookies mit Gojibeeren

    1. Liebe Anne,

      ich hab noch ein paar davon eingefroren, falls mich die akute Cookie-Lust packt. Da würd ich dir am liebsten glatt einen rüberschicken 😉

      Liebe Grüße,
      Denise

  1. Mhm, die Kekse sehen lecker aus. Ich bin noch gar nicht in Frühlingsstimmung, dennoch würde ich da zugreifen;) Ich faste ürbigens auch nicht, ich lebe ohnehin schon vegan, da fallen ja die üblichen Verdächtigen sowieso schon weg;) Von Industriezucker bin ich auch schon eine Weile weg, und greife zu 95% zu anderen Alternativen und Kaffee trinke ich auch äussert selten..also habe ich es wie du. Lieber das ganze Jahr gesund und ausgewogen, dann machen auch die paar „Sünden“ nichts aus, auch zu Fastenzeit;)
    Liebe Grüsse,
    Krisi

    1. Ja, ganz genau! Schön, dass du das auch so siehst. Ich sehe wir verstehen uns 😉

      Liebe Grüße,
      Denise

  2. Liebe Denise,
    deine Kekse sehen aber auch wirklich unglaublich verführerisch aus. Wenn dann noch so viele gute Zutaten drin sind kann ich absolut verstehen, dass du diesen Leckerchen gerne ein Gedicht widmest. Und sein wir mal ganz ehrlich, wer achtet denn schon auf die Farbe des Bandes in einem Gedicht? 😉 Grün ist super hihi
    Liebe Grüße, Mia
    PS: Übrigens habe ich dich in meinem neuesten Post erwähnt, dein Zitruscarpaccio hat mich inspiriert 😉

    1. Hallo Mia,

      ich bin auch immer wieder begeistert, was sich aus so guten Zutaten leckeres zaubern lässt 🙂
      Es freut mich riesig zu hören, dass ich dich zu einem leckeren Rezept inspirieren konnte! Hab direkt vorbeigeschaut 🙂

      Liebe Grüße,
      Denise

  3. Hallo liebe Denise……

    Karneval – bin auch ich raus

    Cookies – liebe ich!

    Fasten – oops

    Wenig Alkohol – ui da bin ich auch raus 😉

    Umso mehr gefällt mir deine nächste Woche!

    Ganz lieben Gruß aus dem Norden,
    Karin

    1. Hallo Karin,
      ich sag ja, wer kein Karneval feiert muss auch nicht fasten. Damit sind wir wohl fein raus 😉
      In diesem Sinne: cheers und lass es dir schmecken 🙂

      Liebe Grüße,
      Denise

  4. Du könntest ja einfach auf was anderes verzichten, wenn dir Zucker aus Berufsgründen nicht möglich ist.
    Ich kann z.B zur Zeit auch nicht auf Alkohol verzichten, da würde mein soziales Leben zu sehr leiden^^.
    Da fallen mir Ideen ein wie salzarm oder nicht mehr nach 22 Uhr essen oder aufs Auto verzichten oder keinen Plastikmüll mehr produzieren … und und und. Was du eben zu viel machst.
    Ich trau mich dieses Jahr an vegan. Aber richtig vegan, also auch keine Brötchen essen bei denen ich mir nicht zu 100% sicher bin was drin ist.
    Deine Kekse sehen super aus, die werde ich während der nächsten 6 Wochen bestimmt mal backen. )

    1. Hallo Hannah,

      es geht ja nicht nur um den Zucker. Ich arbeite halt mit Lebensmitteln und da gehören Fleisch, Plastikverpackungen und vor allem ein Auto eben auch dazu 😉

      Ich glaube ich tue mich mit dem Fasten-Gedanken schwer, weil ich sowieso schon relativ clean esse. Privat (also nicht für berufliche Projekte) kaum Zucker, sehr selten Milchprodukte, so gut wie kein Getreide, nichts, was Zusatzstoffe enthält, kaum Alkohol und wenig Fleisch. Das einzige was mich nervt, ist mein Süßigkeiten-Konsum.
      Aber vielleicht steig ich nachträglich zum 1. März ein. Da sind nämlich die ganzen Events und sozialen Verlockungen vorbei und niemand stellt mir mehr eine Schale Gummibärchen vor die Nase 😉

      Dann passen die Kekse ja wunderbar zu deinen veganen Plänen 🙂 Lass sie dir schmecken 🙂

      Liebe Grüße,
      Denise

  5. Lecker! Pistazien esse ich gerne und Goji-Beeren habe ich auch gerade neu für mich entdeckt. Bisher habe ich die Beeren nur in Smoothies verwendet, aber die Cookies klingen sehr gut.
    LG
    Saskia

    1. Liebe Saskia,

      ja, die Beeren in Cookies zu packen ist mal was anderes. Ich versuch ja, immer kreativ zu bleiben 🙂

      Liebe Grüße,
      Denise

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