Glutenfrei backen: Ein richtig saftiger Zitronenkuchen. (Wieso überhaupt Glutenfrei?)

Werft mal einen Blick nach rechts. Nein, nicht aus dem Fenster. Auf meine Sidebar.
Da seht ihr die Tags, mit denen ich jeder meiner Beiträge hier auf Foodlovin‘ etwas genauer beschreibe.
Fällt euch was auf? Der größte und somit am meisten verwendete Tag ist glutenfrei. Wieso eigentlich? 

zitronenkuchen glutenfrei

Ich backe gerne. Und oft. Möglichst abwechslungsreich, kreativ und lecker. Viel Backen, das bedeutet viel Mehl. Und da ist der Knackpunkt, denn Mehl vertrage ich nicht gut. Ich bin glutensensitiv.
Und fühle mich gerade wie im virtuellen Beichtstuhl. Genau dieses Gefühl sagt schon viel darüber aus, wie mit dem Thema Gluten häufig umgegangen wird. Spöttisch. Belächelnd.
Schluss damit!
Zusammen mit Schär* und einem Stück saftigem Zitronenkuchen setzen wir uns jetzt mal in einen virtuellen Stuhlkreis und reden! Vielleicht geht es euch ja ähnlich und ihr wisst nicht ganz, wie ihr das Problem mit dem Gluten im Alltag regeln sollt? Das kriegen wir hin!

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zitronenkuchen veilchen

zitronenkuchen stuecke

Dumm wie Brot? Schlau wie Zitronenkuchen!
 
Das Thema Gluten, insbesondere Weizen, wird zum Teil sehr plakativ und aggressiv angegangen: Weizenwampe oder Dumm wie Brot nenn sich Bücher zum Thema und sorgen beim Konsumenten teils für mehr Verwirrung als Aufklärung.
Ist Brot jetzt ungesund? Sind wir alle unfähig, Getreideprodukte zu verdauen? Warum war das früher nicht so? Sind wir alle verweichlicht? Was ist da eigentlich los?
 
Wer wirklich Bescheid wissen will zum Thema Gluten und Getreide im Zusammenhang mit Intoleranzen, Allergien oder sonstigen Unpässlichkeiten, dem bleibt eigentlich nichts anderes übrig, als sich intensiv damit auseinander zu setzen.
Und wisst ihr was? Das hab ich getan! In den vergangenen Jahren mal mehr, mal weniger intensiv. Nicht auf wissenschaftlicher Basis aber doch über populäres Halbwissen hinaus. So gut ich es als Laie eben kann. Weil ich es spannend finde. 
Umso besser passt es, dass Schär*, der führende Hersteller für glutenfreie Produkte, mich gefragt hat, ob ich von meinen Erfahrungen im Umgang mit Gluten berichten möchte und wie ich damit im Alltag umgehe.
Ich wollte schon lange etwas darüber auf dem Blog schreiben und mit Schär habe ich dafür den perfekten Kooperationspartner gefunden. 
 
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glutenfreier zitronenkuchen
 
Eine komatöse Schüssel Dinkelbrei. 
Es ist eigentlich ganz simpel: im Alltag vermeide ich Getreideprodukte so gut wie es geht und fühle mich wunderbar damit. Eine Zöliakie wurde bei mir ausgeschlossen, trotzdem habe ich immer wieder gemerkt, das nach einem Crêpe oder einer Waffel irgendwas nicht stimmte.

Ich muss nicht, wie jemand der an Zöliakie erkrankt ist, Gluten meiden wie der Teufel das Weihwasser. Ich kann mir schon mal ein normales Stück Kuchen im Café bestellen, unterwegs ein paar Kekse am Büdchen kaufen oder vom Brotkorb naschen. Aber wird’s zuviel, dann meckert mein Körper. Mal mehr, mal weniger. Genug jedenfalls, um es weitgehend zu vermeiden. Ironie des Schicksals, dass der Mädchenname meiner Oma Mehler war?

Eine kleine Anekdote dazu, wie es mir so geht, wenn ich Gluten esse: Ich erinnere mich da an den wahnsinnig leckeren ayurvedischen Dinkelbrei in dem hippen Pop-Up Restaurant in Berlin. Super lecker. Danach befand ich mich den halben Tag im Koma. Ich konnte kaum gerade aus gehen, war erschöpft und hatte Kreislaufprobleme.

Anderes Beispiel: Ich war vor Kurzem in Italien unterwegs. Italien, das ist Pasta, Brot, Gebäck und noch mehr Pasta. Alles saulecker, ohne Frage. Den Dank für den Genuss bekam ich nach Tag zwei an meiner Haut zu sehen. An meinem Bauchgefühl zu spüren. An meiner Laune zu merken. Es ist einfach nicht gut für mich. Also lasse ich es sein. Macht eigentlich Sinn, oder?
 
lemon pound cake 
Ach du verzichtest auf Gluten? Machst du Diät? 
Aber wenn man sich für eine bestimmte Ernährungsform entscheidet, sei es, vegan zu leben, auf Zucker zu verzichten, auf Bio-Produkte zu achten, jeden Tag ein Stück Kuchen zu essen oder keine roten-gelb-grünen Lebensmittel zu essen – es scheint, man trifft diese Entscheidung niemals für sich alleine sondern für mindestens 100 andere Personen gleich mit.
Das Thema Ernährung sorgt für Diskussionen wie kein anderes. Jeder hat etwas dazu zu sagen, jeder urteilt. Wenn ich auf Gluten verzichte, bin ich plötzlich essgestört. Paranoid. Oder einfach nur auf Diät. Alles schon zu hören bekommen.
 
Oft greife ich dann aus gesellschaftlichem und sozialem Zwang dann doch zum Brotkorb. Um mich nachts mit Bauchschmerzen im Bett zu quälen. Alles nur, um mich nicht auf Diskussionen einzulassen. Aus diesem Grund möchte ich euch den Gluten Free Guide von Schär* ans Herz legen, das neben der Krankheit Zöliakie tatsächlich auch das Thema Glutensensitivität beschreibt. 
Für mich ein absolutes Aha-Erlebnis! Ich bin nicht paranoid oder essgestört, nein, es gibt noch mehr Menschen, denen es so geht wie mir. Glutensensitivität ist keine Einbildung!
Vielleicht habt ihr ja auch den Verdacht auf eine Glutensensitivität, oder ihr habt Freunde und Familienmitglieder die betroffen sind?  Erzählt mir von euren Erfahrungen mit dem Thema!
 
zitronenkuchen limoncello
 
zitronenkuchen saftig
 
Verzicht auf Gluten = Gewinn an Vielfalt und Kreativität
 
Im Grunde muss ich dem Gluten eigentlich dankbar sein, denn dadurch habe ich angefangen mit alternativen Pseudo-Mehlsorten zu experimentieren.
Heute backe und koche ich so gerne mit Buchweizen, Amaranth, Teff, Kastanienmehl, Süßlupinenmehl und co., dass ich Getreide in meiner Küche nichtmal ansatzweise vermisse. Im Gegenteil, meine Küche hat an Vielfalt und Kreativität hinzugewonnen.

Diese glutenfreien (Pseudo-)Mehlsorten haben alle eins gemeinsam: Geschmack.
Sie haben einen recht starken Eigengeschmack. Meistens finde ich das wahnsinnig spannend, da sie einem Muffin oder Kuchen Charakter und Tiefe verleihen.
Es gibt allerdings auch Rezepte, bei denen ich mich mit diesem starken Eigengeschmack schwer tue. Das ist der Fall bei sehr feinem Gebäck, wie Madeleines oder einem klassischen Hefezopf. Manche Aromen sind so fein, dass sie vom starken Geschmack eines Buchweizen- oder Quinoamehls erschlagen würden.
Dazu gehört auch das feine Aroma von Zitrone.

zitronen-kastenkuchen saftig

In diesen Fällen greife ich dann gerne zu glutenfreien Mehlmischungen.
Auch hier habe ich mit der Zeit so einige ausprobiert und zu meiner Überraschung festgestellt, dass glutenfreie Mehlmischung nicht gleich glutenfreie Mehlmischung ist. Manche haben immer noch einen sehr starken Eigengeschmack, erinnern fast an Vollkornmehl. Andere nehmen extrem viel Flüssigkeit auf, was in einem trockenen Kuchen endet. Und es gibt nichts traurigeres als trockene Kuchen.
Die glutenfreien Mehlsorten von Schär sind allerdings genau richtig. Ich verwende sie übrigens schon seit längerer Zeit und nicht erst seit diesem Beitrag. 

Trotzdem ist es wirklich sehr sehr lange her, dass ich einen Zitronenkuchen gebacken habe.
Grund ist, dass mir die meisten Rezepte bis jetzt nicht zitronig genug waren. Dazu kommen die üblichen Ansprüche an Saftigkeit und Textur.
Ganz klar: saftig muss so ein Zitronenkuchen sein und eher fest als krümelig.
Mit einer extra Zitrone und der Garantie für saftigen Rührteig – Crème Fraîche – ging es also ans Werk. Nach zwei Anläufen hatte ich einen Kuchen, wie ich ihn mir erträumt habe: saftig, zitronig, fein buttrig, nicht krümelig. Ein Kuchen von der Sorte, der am zweiten Tag noch viel besser wird.

zitronen pound cake

Ergänzt habe ich den Kuchen durch ein weiteres, sehr feines Aroma: Veilchen.
Zitrone und kandierte Veilchen, eine ganz fantastische Kombination. So elegant, frisch und frühlingshaft. Dann wird der Kuchen noch mit einem Löffel Limoncello getränkt. Ein bißchen fühl man sich in den Schlosspark eines französischen Landguts versetzt, wo man auf weißen Gitterstühlen nehmen Lavendelbüschen ein Stück davon genießt.

Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Thema Gluten?

Aber wir sitzen ja nicht in einem französischen Schlosspark, sondern in unserem virtuellen Stuhlkreis. Jetzt gebe ich an euch ab und würde wirklich gerne wissen: was sind eure Erfahrungen mit Gluten?
Überhaupt kein Problem? Verdacht auf ein Problem? Oder habt ihr Gluten längst aus der Küche verbannen müssen?

Egal wie die Antwort lautet, das Rezept für den Zitronenkuchen kann ich jedem nur ans Herz legen! 

 

Zitronenkuchen mit Veilchen
Ingredients
  1. 200 g weiche Butter
  2. 4 Eier
  3. 200 g Zucker
  4. 100 g Crème Fraîche
  5. 240 g glutenfreies Mehl (Mix C für Kuchen von Schär)
  6. 50 g gemahlene Mandeln
  7. 2 TL Backpulver
  8. 2 Bio-Zitronen
  9. 1 EL Madeira
  10. 1 Prise Salz
Zum Beträufeln
  1. 100 g Puderzucker
  2. 2 EL Limoncello
Für den Guss
  1. 250 g Puderzucker
  2. 1 TL Zitronensaft
Zum Verzieren
  1. Kandierte Veilchenblüten
Instructions
  1. 1. Den Ofen auf 175 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Eine Kastenform fetten und mit Backpapier auslegen.
  2. Die Butter und den Zucker in einer großen Schüssel mit dem Handrührgerät mehrere Minuten schaumig rühren. Die Eier einzeln dazugeben und jeweils zwei Minuten unterrühren. Die Zitronen heiß waschen, die Schale abreiben und den Saft auspressen. Mit dem Madeira unter die Buttermasse mischen.
  3. 2. Das Mehl mit dem Backpulver, den gemahlenen Mandeln und einer Prise Salz mischen. Durch ein Sieb in die Schüssel geben und mit der Buttermasse locker zu einem Teig verrühren. Zum Schluss die Créme Fraîche unterrühren. In die Kastenform füllen und im vorgeheizten Ofen ca. 50 – 60 min backen. Nach 30 Minuten längs ca. 1 cm tief einschneiden.
  4. 3. Den Kuchen aus dem Ofen nehmen. 100 g Puderzucker mit 2 EL Limoncello verrühren. Den Kuchen mehrmals mit einem Holzspieß einstechen und die Flüssigkeit über den warmen Kuchen träufeln. Den Kuchen vollständig auskühlen lassen.
  5. 4. Die Zutaten für den Guss vermischen. Der Guss muss richtig dick sein. Wenn er sich kaum verrühren lässt, ist er richtig. Keine Sorge, er läuft trotzdem noch dekorativ am Kuchenrand herunter. Den Kuchen mit der Glasur überziehen und mit kandierten Veilchen dekorieren.
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25 thoughts on “Glutenfrei backen: Ein richtig saftiger Zitronenkuchen. (Wieso überhaupt Glutenfrei?)

  1. Liebe Denise!

    Mir geht´s da wie dir. Ich habe neben einer Laktoseintoleranz auch eine Weizensensitivität. Daher versuche ich so wenig Getreide wie möglich zu mir zunehmen (also Brot und Kuchen), damit -wenn ich mal unterwegs bin und es nicht so gut kontrollieren kann – doch eine Kleinigkeit essen kann. Dinkel vertrage ich in bestimmten Mengen ganz gut, aber Weizen geht gar nicht. Mein direktes Umfeld hat das akzeptiert und findet nix daran, aber von anderen Menschen krieg ich auch öfters seltsame Blicke oder Kommentare, aber was soll´s, sie müssen es ja nicht verstehen 🙂 Da kann ich recht egoistisch sein, weil ich einfach finde, dass es die Schmerzen/Probleme nicht wert sind, es anderen recht zu machen…
    Das Rezept klingt ganz wunderbar! Das werd ich sicher mal nachbacken, ein Rezept für supertollen, leckeren, nicht trockenen und megafluffigen Zitronenkuchen such ich nämlich schon länger. Danke dafür.
    So, damit geb ich weiter an den nächsten im Stuhlkreis
    Liebe Grüße
    Ines

    1. Liebe Ines,

      vielen Dank für deine Gedanken zu dem Thema.
      Die Laktose trifft mich zusätzlich auch noch 😉 Auch hier gibt es Varianten, die ich besser vertrage und welche, die mich völlig ausknocken (Mascarpone, Ricotta…). Laktoseintoleranz ist irgendwie auch etwas salonfähiger als Glutenintoleranz, habe ich das Gefühl.
      Du hast natürlich vollkommen recht, Schmerzen ertragen, nur um es anderen Recht zu machen ist total blöd 😉 Aber manchmal ist das Stück Kuchen oder Brot aber auch so verlockend…

      Ich freue mich jedenfalls, bei deiner Suche nach einem Zitronenkuchenrezept geholfen zu haben 🙂 Lass es dir schmecken!

      Liebe Grüße,
      Denise

  2. Hallo Denise,
    ich habe den Beitrag gerade gelesen und finde ihn sehr, sehr gut.
    Das Gefühl, als nicht normal hingestellt zu werden, nur weil man beim Italiener nicht die Pizza/Pasta bestellt sondern den Salat, ist mir bekannt. Probleme mit Getreide werden da nicht ernst genommen. Da ist man gleich auf Diät oder, noch schlimmer, essgestört.
    Auch bei mir wurde eine Glutenunverträglichkeit ausgeschlossen. Jedoch ging es mir nach übermäßigem Getreidekonsum immer sehr schlecht. Ganz besonders bei Weizen. Also habe ich das mal weggelassen. Und nach 3 Tagen waren meine Magenkrämpfe, Bauchweh, schlecht Laune, Schlappheit,… weg. Also habe ich ein wenig rumprobiert und gemerkt, dass ich auf Weizen so empfindlich reagiere. Beispielsweise Roggen oder Dinkel verursachen keine Probleme. Da kann ich dann schon sehr viel ersetzen.
    Aber ich wollte einfach mehr ausprobieren und so bin ich auch auf die vielen Alternativen aufmerksam geworden, die es gibt. Und sie sind alles so unglaublich lecker und köstlich, dass ich nicht mehr darauf verzichten möchte.
    Vielen Dank für den schönen und ehrlichen Beitrag und für das tolle Rezept 🙂

    Viele Grüße
    Carolin

    1. Hallo Carolin,

      vielen lieben Dank für deinen Kommentar!
      Es ist doch überraschend, wie vielen Menschen es bei Weizen so geht. Da frage ich mich, wieso wir eigentlich noch wie Außenseiter dargestellt werden.

      Danke, dass du deine Erfahrungen mit mir geteilt hast 🙂

      Liebe Grüße,
      Denise

  3. Liebe Denise,
    ich stimme Dir voll und ganz zu! Bei dem Thema Glutenintoleranz oder Glutensensitivität wird man oft belächelt. Als würde man einem neuen Diättrend folgen. Dabei ist es eine ernst zu nehmende Krankheit. Lustig ist ja auch, dass gerade in Restaurants bei der Frage nach ‚Gluten‘ sehr häufig geantwortet wird ‚Nein, Geschmacksverstärker verwenden wir nicht …‘ Ich mag dann schon immer gar nicht mehr korrigieren und sagen, dass ich von Gluten und nicht von Glutamat spreche, weil man dann noch als ‚Besserwisser‘ und zickig abgetan wird. Dann verkneife ich mir den Kommentar und entscheide mich für etwas anderes.
    Vielen Dank, Dir, Denise, für Deinen wunderbaren Blog und die wertvollen Anregungen!
    Ach ja… hier noch für den Stuhlkreis:
    Mein Name ist Krista und ich bin glutenintolerant 😉

    1. Hallo Kristina,

      und willkommen in unserer Selbsthilfegruppe 🙂
      Genau so, wie du es beschreibst, ist es! Ich frage mich wirklich, wieso viele Menschen auf diese Krankheit regelrecht „zickig“ reagieren, als ob man sie persönlich ablehnen würde.
      Was ich spannend finde: speziell Deutschland scheint hier etwas rückständig zu sein. In den USA, selbst in Großbritannien weiß jeder in Restaurants, was Gluten ist und hilft gerne weiter. Hoffentlich ändert sich in Deutschland dahin gehend noch was!

      Danke für deinen Kommentar!

      Liebe Grüße,
      Denise

  4. Dein Beitrag passt perfekt! Seit einiger Zeit beschäftige ich mich auch mit dem Thema. Grund dafür ist, dass ich mich häufig so müde fühle, gerade nach einem Nudelteller oder auch nach einem Frühstück mit Brötchen und Co. Jetzt befinde ich mich gerade in der Phase der Umstellung und bin ganz gespannt, ob ich einen Unterschied spüren werde. Danke für deinen Beitrag! Ich werde bei Dir mal ein bisschen nach Rezepten stöbern 🙂

    1. Liebe Annemieke,

      an das Gefühl nach einem Teller Nudeln oder einem Brötchen kann ich mich noch gut erinnern. Da muss man wirklich ausprobieren. Ich wünsche dir viel Erfolg bei deiner Umstellung und dabei herauszufinden, was dir persönlich gut tut!
      Viele Rezepte für Pfannkuchen, Kuchen und Brot ohne Gluten findest du ja hier auf dem Blog. Ich freue mich, wenn ich helfen kann 🙂

      Liebe Grüße,
      Denise

  5. Liebe Denise,
    ich danke dir von Herzen für deinen ausführlichen und spannenden Post! Mit Gluten beschäftige ich mich auch schon eine Weile – vor allem weil mein Bauch immer wieder Probleme macht und ich auf der Suche nach der Ursache bin 😉 Derzeit habe ich mich entschieden, es erstmal nicht generell zu meiden. Ich glaube, dass Gluten an sich nichts Böses ist, sondern nur in der Art, wie es heute in den überzüchteten Getreideformen vorkommt, die nichts mehr mit ihren Vorfahren zu tun haben. So verwende ich generell kein Weizen mehr, sondern vorwiegend Dinkel und dort gerne die älteren, ursprünglicheren Sorten. Gleichzeitig verwende ich genau wie du die Pseudo-Getreidearten und freue mich über den enormen Zugewinn an Vielfalt und Geschmack. Es ist immer wieder ein toller Blick über den kulinarischen Tellerrand und eine großartige Möglichkeit, um so wenig klassisches Mehl wie nötig zu verwenden. Ich bin gespannt, wie sich das bei mir weiterentwickelt und wer weiß, vielleicht mache ich auch mal ein Glutenfrei-Experiment für ein paar Wochen und schaue wie es mir ergeht. Mit so einem fantastischen Zitronenkuchen sollte das ein Klacks sein! 😉 Ich danke dir und schicke dir ganz liebe Grüße! Theresa

    1. Liebe Theresa,

      ja, so fing es bei mir auch an. Bauchprobleme und keiner weiß wieso. Sowas kann einen zur Verzweiflung bringen.

      Du hast übrigens vollkommen Recht, unsere modernen, veränderten Getreidesorten sind sicher Teil des Problems. Darüber wollte ich nicht auch noch schreiben, das hätte den Rahmen gesprengt 😀

      Ich wünsche dir jedenfalls noch viel Erfolg auf deinem Weg und viel Spaß beim Experimentieren mit leckeren (Pseudo-)Getreidesorten. Auf deinem Blog gibt es ja auch eine Menge leckerer Rezepte dazu 🙂

      Ganz liebe Grüße,
      Denise

  6. Liebe Denise,
    auch ich nehme gerne Platz im Stuhlkreis 😉 Da ich Gott sei Dank weder eine Lactose- noch eine Glutenunverträglichkeit habe, kann ich viel ausprobieren, aber immer nur Weizenmehl oder auch „normale“ Milch sind mir einfach auf Dauer zu langweilig, darum experimentiere ich wirklich gerne.
    Du hast wirklich passend beschrieben, dass sich leider viele „Pseudo“ -Mehlsorten aufgrund des dominanten Geschmacks für einige Rezepte nicht eignen. Umso schöner dein Rezept des saftigen Zitronenkuchens welches vom hinsehen einfach schon verführt.
    Ich liebe einfach diese Vielfalt die in den letzten Jahren bei Mehl zugenommen hat und umso mehr freut es mich dass Menschen mit gewissen Unverträglichkeiten auch nicht mehr auf bestimmte Gerichte verzichten müssen. Toll dein Engagement! Ich freue mich auf viele weitere abwechslungsreiche Rezepte von dir.

    Sei lieb gegrüßt
    Tanja

    1. Liebe Tanja,

      ich finde es sehr schön, dass du gerne mit alternativen Milch- und Mehlsorten experimentierst, auch wenn du eigentlich alles verträgst. Hier geht es dann ja wirklich um Geschmack und Kreativität.

      Ich weiß noch, wie ich vor ca. 5 Jahren einen Luftsprung gemacht habe, weil ich in einem Bio-Supermarkt Mandelmilch gefunden habe. Gab es damals hier nicht. Wir sind also schon ein Stück weit gekommen 😉

      Vielen Dank für deinen Kommentar 🙂

      Liebe Grüße,
      Denise

  7. Liebe Denise,

    danke für diesen tollen Artikel!
    Ich mag deine Art zu schreiben, deine Herangehensweisen sehr!
    Bei mir sind es Lebensmittelallergien, die mich leider begleiten!
    Und mit denen ich stets belächelt werde, auffalle…
    Gerne zeigt sich auch hier mal die „Zickigkeit“ anderer und das Unverständnis.
    Meine liebsten Floskeln sind „Machst du Diät???“ und „Hach, stell dich nicht so an. das geht schnell vorüber. Einmal ist keinmal…!“…
    Ja, fein!

    Liebe Grüße
    Julia

    1. Liebe Julia,

      was für ein tolles Kompliment, vielen lieben Dank <3

      Lebensmittelallergien jeglicher Art sind wirklich kein Spaß. Ich konnte lange keine Haselnüsse und Äpfel essen. Ging gar nicht, heute zum Glück wieder ohne Probleme.
      Für einen selbst ist das meist gar kein großes Problem, macht man eben einen Bogen drum. Aber die Reaktionen, wie du sie beschreibst, machen es wirklich unangenehm.

      Lass dich nicht unterkriegen, es ist schließlich dein Körper und deine Gesundheit 🙂

      Liebe Grüße,
      Denise

  8. Hallo Denise,

    super Beitrag! Ich selber habe keinerlei nachgewiesene Allergien oder Intoleranzen, aber einen Reizdarm. Und reagiere aber ebenfalls total sensibel auf Gluten, Laktose und noch einige andere Dinge. Wie du schreibst, ein bisschen geht, aber bei zu viel straft einen der Körper, bei mir dann in Form von Völlegfühl und dem Aussehen einer Hochschwangeren 😉

    Toll dass du das thematisierst, ich finde das immer ätzend, wenn man gleich so mit Vorurteilen bestraft wird. Thema Essstörung kenn‘ ich als Vorwurf auch nur zu gut und kann nur noch mit den Augen rollen! Wir sollten aber alle nichts darauf geben – das wichtigste ist ja, dass wir essen was uns gut tut, ganz egal was gerade gehyped wird oder andere sagen. Ich hab aber auch die positive Erfahrung gemacht, je offener und „selbstverständlicher“ man darüber redet, desto positiver sind die Reaktionen und lustigerweise erfährt man von manchen Freunden, Bekannten, Kollegen usw, dass der eine oder andere auch eine Einschränkung hat..

    Ich wünsche dir weiterhin viel Spaß beim Backen und Essen und werde dein Rezept mal auf meine Merkliste setzen:-)

    Liebe Grüße
    Marlis von Marille’s Cuisine

    1. Liebe Marlis,

      haha, ja das Gefühl und Aussehen kenne ich 😀
      Und auch wenn es wieder vorbei geht, es fühlt sich einfach nicht gut an und gesund kann es auch nicht sein, den Körper so zu stressen.

      Die Erfahrung, dass doch viel mehr Menschen mit so etwas zu kämpfen haben, mache ich auch gerade. Allein euer Feedback zu meinem Beitrag spricht Bände 🙂
      Deswegen: vielen Dank für deinen Kommentar und deine Erfahrungen zu dem Thema!

      Ganz liebe Grüße,
      Denise

  9. Auf unsere Ernährung habe ich schon immer geachtet, aber über Gluten noch nie nachgedacht. Dann kam 2013 unsere Tochter zur Welt und hat sich tüchtig aufgewirbelt. Von Geburt an hatte sie Magenkrämpfe, weinte viel, wollte nur ins Tragetuch, wuchs kaum und nahm nicht zu. Auch als ich begann zuzuführen änderte sich das nicht, es kamenvfürchterlich riechende Windeln hinzu, ich war ratlos… Wir mussten zu allen Möglichen Untersuchungen mit Diagnose Gedeihstörung… Eines Tages waren wir bei der Urlaubsvertretung vom Kinderarzt, die sagte verzichtet doch mal auf Gluten und Lactose… Jetzt 1 Jahr nach der Umstellung wächst sie und liebt es zu essen, und ich lerne neu kochen und backen und bin immer wieder schockiert was wir uns als Menschen in unseren Lebensmitteln gefallen lassen.

    1. Hallo Alex,

      ich hoffe, der Leidensweg eurer Tochter bis zur Diagnose war nicht zu lang. Schade, wie engstirnig manche Schulmediziner einfach immer noch sind. Aber schön, dass es ihr jetzt besser geht.
      Kennst du den Blog ww.carrotsforclaire.com? Die Autorin hat auch eine kleine Tochter, die viele Nahrungsmittelintoleranzen hat und kocht ganz wundervolle Rezepte für sie!

      Du hast Recht, wir lassen uns viel zu viel gefallen, was nicht gut oder sogar schädlich für uns ist. Bleibt nur so hoffen, dass das Bewusstsein dafür Schritt für Schritt steigt.

      Liebe Grüße,
      Denise

  10. Hallo Denise,
    habe soeben deinen tollen Zitronenkuchen gebacken, er roch soooo lecker, daß ich in gleich warm aufschneiden mußte und probieren…. ER IST HIMMLISCH!!!!
    vielen lieben Dank für das tolle Rezept!

    Liebe Grüße

    Daniela

    1. Liebe Daniela,

      ach wie schön, dass dir der Kuchen so gut geschmeckt hat! Das freut mich riesig 🙂
      Danke, dass du mir davon erzählt hast!

      Liebe Grüße,
      Denise

  11. Liebe Denise

    Gestern habe ich diesen Zitronenkuchen gebacken! Der beste GF Zitronenkuchen ever! Überhaupt nicht trocken – super lecker.

    Einzig bei den Angaben zur Glasur und zu Beträufeln musste ich viel mehr Flüssigkeit dazugeben als bei Dir angegeben. Brauchst Du wirklich nur 1 TL Zitronensaftsaft bei 250g Puderzucker?

    Viele Grüsse aus der Schweiz!
    Michelle

    1. Hallo Michelle,

      das freut mich wirklich sehr 🙂
      Ich nehme tatsächlich extrem wenig Flüssigkeit auf 250g Puderzucker. Nur ein Hauch zuviel und die Glasur läuft den Kuchen runter und sieht nicht so schön dick und weiß aus, wie auf den Fotos.
      Ich konnte das anfangs auch nicht glauben 😉 Man muss eben sehr viel und lange rühren 😀

      Vielen Dank für die liebe Rückmeldung zu meinem Kuchen 🙂

      Liebe Grüße,
      Denise

  12. Hallo Denise,

    vielen Dank für deinen Beitrag zu diesem heiklen Thema!
    Nachdem ich aufgrund vieler Beschwerden (Herzrasen/stolpern, starke Müdigkeit, Kopfschmerzen, Magen-Darm-Probleme usw.) sogar eine Woche im Krankenhaus war und davor schon dachte, ich leide an sämtlichen Krankheiten die das Medizinbuch näher ausführt bekam ich den Tipp einmal auf handelsübliches Mehl (Weizen, Dinkel…) zu verzichten und siehe da: Ich fühlte mich nach Monaten endlich wieder lebendig. Ich bin sehr froh, dass mein Umfeld weitestgehend Verständnis dafür zeigt, dass ich seit über einem Jahr fast komplett auf gängiges Getreide verzichte. Trotzdem muss man sich immer rechtfertigen. Ich erkläre dann, was der Genuss dieser Lebensmittel für Folgen für mich hat – da sind die meisten Menschen ziemlich erstaunt. Als verrückt habe ich mich trotzdem Anfangs oft hingestellt gefühlt. Im Zuge der ganzen Ernährungstrends wird man nunmal sehr leicht in die Ecke „Du willst nur etwas Besonderes sein und auffallen“ geschoben. Aber egal – ich fühl mich gut dabei es weg zu lassen 🙂
    Liebe Grüße
    Mirjam

    1. Hallo Mirjam,

      genau so sollte es sein!
      Mach das, was dir gut tut. Wer meckern will soll meckern. Ich kenne das mit den Krankenhaus Aufenthalten nur zu gut und da hört der Spaß wirklich auf.
      Es gibt ja doch einige Gleichgesinnte 😉

      Liebe Grüße,
      Denise

  13. Hallo Denise!
    diese „Gluten-Geschichte“ war mir auch völlig unbekannt. Ich bin nicht mehr ganz jung (55) und konnte eigentlich immer alles essen. Allerdings hatte ich in den letzten Jahren dauernd unbestimmbare Schmerzen in allen möglichen Körperteilen, nichts, was man einem Arzt gesichert schildern könnte, da die Schmerzen „diffus“ auftraten. Auch merkwürdige Schwindelanfälle und leichte Taubheitserscheinungen kamen vor, so dass ich immer mit einem Schlaganfall rechnete.
    Klar war mir irgendwann nur, dass mein „Bütterken“ in der Mittagspause nicht gut war (Bauchgrummeln und Durchfall am Nachmittag).
    Durch eine Freundin kam ich auf das Gluten-Thema – und sofort nach meiden von konventionellem Brot und Nudeln ging es mir wesentlich besser. Keine Schmerzen, kein Schwindel, alles gut!!! Und in der Kombinationmit mt „Rechtssregulat“ (bescheuerter Name) ist sogar meine Schuppenflechte so wahnsinnig gut zurückgegangen, wie ich es nur bei einer brutalen „Fumaderm“-Behandlung erlebt habe.
    Die „Bütterken“ sind jetzt glutenfrei (richtig leckeres Brot von Pönsgen , kann man schicken lassen),
    Das Zitronenkuchen-Rezept ist wirklich super, den essen auch die grinsenden Kollegen gerne! 🙂
    Danke Dir!

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