Lemon-Trifle mit Mandelcreme

Es gibt mal wieder Nachtisch!
Einen von der Sorte pures Glück und das fast ohne Kalorien. Na gut, letzteres war gelogen.
Einen von der Sorte pures Glück und das fast gesund, ja das passt schon eher. Schließlich sind jede Menge Zitronen drin, Vitamin C und so.
Und statt klassischer Mascarpone kommt eine Mandel-Cashew-Creme ins Glas. Und Grünzeug ist auch drin!
Nun gut, bei dem Grünzeug handelt es sich um Rosenwasser. Aber der Wille zählt! Und wenn man eine Ausrede für das zweite Glas von diesem leckeren Trifle sucht, können wir da schon mal ein Auge zudrücken.

zitronen trifle

Trifles sind ein wunderbares Dessert. 
Es gibt eigentlich kein Rezept, keine Regeln. Ihr wisst, sowas mag ich! 
Sie bestehen aus ein paar Keks- oder Kuchenkrümeln – ideal zur Resteverwertung – einer leckeren Creme und etwas Frucht. All das wird im Glas geschichtet und ausgelöffelt. Zu deutsch: Schichtdessert. Trifle klingt aber netter.

zitronen trifle mit rosenwasser

kandierte Rose

Für das Rezept gibt es zwei Varianten: Mit klassischer Mascarpone-Creme oder mit einer veganen Mandel-Cashew-Creme. Ich habe zuerst die klassische Variante ausprobiert und wurde mit einem Hammerschlag daran erinnert, dass ich Laktose nicht allzu gut vertrage.
Manchmal versteh ich es selbst nicht mehr. Drei Kugeln Eis von der Eisdiele gehen, aber Mascarpone versetzt mich nahezu ins Koma. Butter und Schokolade sind kein Problem, aber wehe ich probiere ein Stück Mozzarella. Mascarpone war für mich also raus, eine Alternative musste her.
So kam ich auf die Idee, eine sämige Creme aus Mandeln und Cashews herzustellen. Genauso gehaltvoll wie Mascarpone, aber ohne Kreislaufprobleme und Beinahe-Koma. Dazu noch vegan! Und voller guter Nährstoffe aus den Nüssen! Großartig!

trifle mit lemon curd

Und auch am zweiten Hauptdarsteller in diesem Dessert habe ich ein bißchen herumgetrickst.
Ich wollte Lemon Curd in diesem Dessert. Unbedingt!
Das Problem: ich mag keinen Lemon Curd. Ja, das klingt etwas sinnlos, ich weiß. Aber ich mag die Idee, die Vorstellung einer zitronig-süßen Creme. In der Realität wurde ich leider immer wieder enttäuscht. Bis ich das Rezept für den leckersten Lemon Curd der Welt  von Herr Grün kocht gefunden habe.
Puristen, Traditionalisten und Ganz-genau-nehmer werden bei diesem Rezept zwar die Nase rümpfen, für mich ist es aber ideal. Genau wie Herr Grün mag ich nämlich den Ei-Geschmack im klassischen Lemon Curd nicht. Ich weiß noch genau, wie ich das erste Mal Lemon Curd probiert habe. Die Süß-säuerliche Creme sah so verlockend aus. Ich freute mich auf einen süßen Zitronengeschmack und dann – fühlte ich mich irgendwie an Mayonnaise und Dosensalate erinnert. Nein, mit dem Geschmack von Ei in Soßen werde ich mich nie anfreunden, egal ob Hollandaise, Mayonnaise oder Lemon Curd. 

Lange Rede, kurzer Sinn: Lemon Curd ohne Ei – genial! 
Ja, er wird mit Stärke hergestellt, nicht unbedingt die feine Art in der Küche, aber es funktioniert und schmeckt köstlich, Punkt!

trifle im weck glas 
So konnte mein Traum von einem knusprig-cremigen Dessert mit dem tollen Aroma von Zitronen und einem Hauch Rosenduft doch noch wahr werden.
Wirklich eine kleine Sünde, aber einfach zu lecker, um nicht nachzugeben.

Lemon-Trifle mit Mandel-Cashew-Creme
Ingredients
  1. 150 g (glutenfreie) Butterkekse
  2. 200 g blanchierte Mandeln
  3. 50 g Cashewnüsse
  4. 250 ml Mandelmilch
  5. 1 TL Zimt
  6. 1 EL Honig
  7. 1 EL Rosenwasser
  8. 1 Vanilleschote
  9. 1 TL geriebene Bio-Zitronenschale
  10. 75 ml Zitronensaft
  11. 75 g Zucker
  12. 50 g Butter
  13. 50 ml Limoncello
  14. 10 g Speisestärke
  15. Kandierte Rosenblätter
Instructions
  1. 1. Die Mandeln und die Cashews jeweils in eine Schüssel mit Wasser geben und mindestens 4 Stunden einweichen.
  2. 2. Das Wasser abgießen und die Nüsse zusammen mit der Mandelmilch, dem Zimt, Honig, Rosenwasser und dem Mark der Vanilleschote in den Mixer geben und zu einer glatten Creme pürieren. Das kann je nach Mixer einige Minute dauern. Evtl. etwas mehr Wasser hinzufügen. Zum Schluss die geriebene Zitronenschale unterrühren.
  3. 3. Für das Lemon Curd den Zitronensaft mit dem Zucker in einen kleinen Topf geben, aufkochen und etwa 3 Minuten bei geringer Hitze köcheln lassen.
  4. Dann die Butter darin schmelzen lassen und den Limoncello unterrühren, aufkochen lassen. Die Speisestärke mit etwas kaltem Wasser glattrühren. Unter Rühren in die kochende Flüssigkeiten geben und so lange weiterrühren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Beiseite stellen und abkühlen lassen.
  5. 4. Die Butterkekse grob zerbröseln und auf Weck-Gläser aufteilen. Dann abwechselnd eine Schicht Lemon Curd und Mandel-Cashew-Creme darauf geben. Im Kühlschrank aufbewahren oder mit kandierten Rosenblättern dekorieren und sofort servieren.
Foodlovin' http://foodlovin.de/

Das könnte dich auch interessieren:

16 thoughts on “Lemon-Trifle mit Mandelcreme

    1. Sehr gute Idee Anne! Es gibt nichts schöneres als nichtsahnend den Kühlschrank zu öffnen und so etwas darin zu finden 😀

      Liebe Grüße,
      Denise

  1. Liebe Denise,
    dein Trifle sieht wirklich traumhaft lecker aus!
    So wie du mag ich auch das Ei im Lemon Curd nicht.
    Aber dieses Rezept ohne Ei werde ich bestimmt bald ausprobieren. Vielen Dank dafür 🙂
    Liebe Grüße,
    Belinda

    1. Liebe Belinda,

      oh ja, dann musst du das Rezept unbedingt ausprobieren! Ich hoffe es schmeckt dir genauso gut wie mir 🙂

      Liebe Grüße,
      Denise

  2. Hallo Denise,

    irgendwie beruhigt es mich, dass ich offenbar nicht die Einzige mit einer -nennen wir es- „inkonsequenten“ Laktose-Intoleranz bin. 🙂 Milch und Sahne gehen fast immer schief, da greife ich auf die laktosefreien Varianten zurück, hingegen Eis aus der Eisdiele geht meistens gut, schnittfester Käse auch, Frischkäse ist wieder schwieriger, Mozzarella kann, aber muss nicht gutgehen. Die Liste ließe sich endlos fortsetzen, ist auch nicht jeden Tag gleich, also immer ein bißchen Roulettespiel dabei. Allerdings reagiere ich eher „klassisch“ mit plötzlichen, heftigen Bauchkrämpfen und Sprint ins Bad. Habe mich auch mal testen lassen, im Test war meine Intoleranz eher schwach ausgeprägt, dennoch verursacht sie ziemliche Beschwerden, wenn ich nicht aufpasse.

    Die beiden Cremes Deines heutigen Rezeptes lassen mir auch das Wasser im Mund zusammen laufen, aber ich würde auf die Kekskrümel lieber verzichten. Nur fürchte ich, ist es dann kein Trifle mehr. :-)))

    Liebe Grüße
    Nessa

    1. Hallo Nessa,

      das ist ja interessant, dass du auch so zufällig auf Laktose reagierst.
      Die Quittung mit den Bauchkrämpfen bekomme ich meist am nächsten Tag. Es macht wirklich keinen Spaß, wenn man nie weiß, wie man auf etwas reagieren wird.

      Ach ich glaube du kannst ruhig auf die Kekskrümel verzichten 😉 Da lässt sich trotzdem was Leckeres draus machen!

      Liebe Grüße,
      Denise

      1. Hallo Denise,

        dass Du die Bauchkrämpfe am nächsten Tag noch bekommst, zusätzlich zu den anderen unangenehmen Unpäßlichkeiten, ist besonders gemein. :-\ Bei mir geht das meist recht schnell, zwischen 20 Minuten und 2 Stunden etwa.
        Ja, dass man nie weiß, wie man reagiert, macht es nicht wirklich einfacher. Andererseits lässt es einen auch nicht krampfhaft auf alles verzichten, was man möglicherweise doch vertragen hätte. Ich bin jedenfalls froh, dass ich die leckeren Eisbecher in unserem besten Eiscafé hier vor Ort gut vertrage.

        Ich bin am überlegen, ob man daraus nicht vielleicht auch einen kleinen Kuchen „basteln“ könnte. 18er Springform und eine Art Bisquitboden darunter?! Ich mag ja auch „normalen“ Lemoncurd, aber diesen hier stelle ich mir irgendwie noch zitroniger vor. 😉

        Liebe Grüße
        Nessa

        1. Ich bin auch froh, dass ich Eis meistens vertrage. Ich liebe Eis!!

          Ich weiß nicht, ob die Creme fest genug für einen Kuchen ist. Das könnte funktionieren, wenn du etwas Kokosöl dazu gibst, aber wieviel genau, das müsste man mal ausprobieren.
          Und es stimmt, dieser Lemon Curd ist wirklich sehr zitronig 🙂

          Liebe Grüße,
          Denise

  3. Wow, das sieht lecker aus! Gibt´s in deinem Supermarkt des Vertrauens keine laktosefreie Mascarpone? Ich weiß, dass es in manchen Supermärkten welche gibt und die ist eigentlich ganz gut. Zur Butter: Die ist durch die Verarbeitung fast laktosefrei (hab ich zumindest mal gelesen), daher für viele bekömmlich (und die extra als laktosefrei deklarierte in den meisten Fällen Geldmacherei). Ich hab das Gefühl, dass bei Eis und Schokolade die Hochwertigkeit der Zutaten mitentscheidend ist, ob man sie trotzt Laktoseintoleranz verträgt (und natürlich davon wieviel Laktose der eigene Körper noch verarbeiten kann). Mir geht das auch oft so, dass ich überrascht bin, was ich vertrage und dann plötzlich bei anderen Sachen geht´s nicht.

    Liebe Grüße
    Ines

    1. Hallo Ines,

      du hast Recht, laktosefreie Mascarpone habe ich auch schon mal probiert, ich weiß aber gar nicht mehr, ob ich die vertragen habe oder nicht.
      Ahhh, dann ist das bei Butter genau wie bei gereiftem Käse. Bei dem wird durch die Reifung die Laktose ja auch fast vollständig zersetzt wird. Den vertrag ich auch gut.

      Das mit der Hochwertigkeit kann gut sein! Bei „Billig“-Eis aus der Packung geht’s meistens schief… Es ist wirklich sehr willkürlich 😉

      Liebe Grüße,
      Denise

  4. Wow, dein Trifle sieht absolut herrlich aus!! Ich bin begeistert 🙂 Du machst immer so schöne Fotos….
    Liebe Grüße,
    Ela

  5. Oh, sieht das lecker aus! Und die Zutaten klingen auch gut, v.a. dass es ohne Gelatine ist, wie sonst leider so oft bei solchen Cremes. Wird auf jeden Fall nachgemacht!

    1. Hallo Lizzy,

      freut mich, dass dir das Rezept gefällt 🙂
      Gelatine ist hier gar nicht notwendig, die Creme muss ja nicht in Form bleiben. Das ist ja das tolle an einem Trifle. So einfach und schnell zu machen 🙂

      Liebe Grüße,
      Denise

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.