Herbstpicknick im Wald – mit Wein und Pilztartelettes.

Rotkäppchen, Schneewittchen, Blair With Project…
An Assoziationen mangelte es mir während dieses Shootings sicher nicht. 
Am Ende tauchten aber weder der böse Wolf, noch 7 lustige Zwerge oder eine böse Hexe auf. Stattdessen hatte ich ein wunderschönes  Herbstpicknick im Wald mit Wein, kleinen Pilztartelettes und knackigen Äpfeln. Ich habe nämlich einen der wenigen wirklich schönen Herbsttage in Düsseldorf erwischt und ganz spontan wurde der Picknickkorb gepackt.

foodlovin picknick wald

Draußen zu essen ist sowieso etwas ganz wunderbares.
Mein perfekter Picknickplatz befindet sich unter riesengroßen Buchen. Der Wind raschelt durch die Blätter, das Sonnenlicht blitzt durch die Äste. Eine gute Flasche Wein, frische Äpfel, etwas Leckeres aus dem Picknickkorb – so stelle ich mir den Herbst vor! 

picknickkorb herbst

picknickkorb wein

Auf den meisten Blogs geschieht ja nicht viel spontan – nun, bei mir zumindest nicht, da bin ich ganz ehrlich. Meine Shootings plane ich vorher genau durch. Das Picknick war aber tatsächlich eine spontane Idee: los, schnell, die Sonne scheint endlich mal, ab in den Wald!
Innerhalb von 30 Minuten waren schnell ein paar Pilztartelettes gebacken und der Picknickkorb gepackt. Zwei Flaschen Wein aus dem Kühlschrank geschnappt, Besteck zusammengewürfelt, was eben gerade so rum stand. Alles ins Auto gepackt und ab in den Wald.
Requisiten? Brauchte ich nicht, ich bedien‘ mich einfach an dem, was mir der Wald gibt. Ob es dem Förster wohl auffällt, wenn ich die Tischplatte des Picknicktischs abschraube und mitnehme? 

Innerhalb von 5 Minuten bin ich in Düsseldorf mit dem Auto im Grafenberger Wald. 
Hier gehe ich oft hin, um den Kopf frei zu bekommen. Um stundenlang spazieren zu gehen und in mir die Illusion zu erwecken, ich würde gar nicht in der hektischen Stadt leben sondern in der Natur, umgeben von Wäldern, Wiesen und – Golfplätzen. Na gut, ist eben doch ein sehr stadtnaher Wald.
Das vergisst man hier aber ganz schnell. Der Stadtwald ist Erholungsgebiet heißt es auf den Schildern am Waldrand. Und tatsächlich fühle ich mich hier so erholt und entspannt wie lange nicht. 

picknick pilz tartelettes

Ich glaube das letzte Mal habe ich mit 17 oder so im Wald Wein getrunken. Ich meine mit 18 natürlich, mit 17 trinkt man ja keinen Alkohol.
Tief in meiner Gothic Phase fand ich die Vorstellung, nachts im Wald Rotwein zu trinken unheimlich düster-romantisch. Ich glaube wir waren damals ca. 5 Minuten im Wald, bis es richtig dunkel wurde und wir feststellten, wie dunkel so ein Wald nachts wirklich ist. 

Fazit: Wein im Wald trinken ist eine tolle Idee. Nur bitte nicht im Dunkeln. Und nicht an Stellen, an denen man sich nicht auskennt.
In meinem Kopf spinnt sich schon der nächste Horrorfilm zusammen: Foodbloggerin leert bei Shooting im Wald die ganze Flasche Wein, verläuft sich und wird von der bösen Hexe gegrillt. 

wein und tarte

Die einfachen Dinge genießen. Mal ein bißchen aus der Stadt rauskommen. Was Gutes trinken und was Leckeres essen. Die kühle Herbstluft atmen.
Vielleicht setzt sich ja nächstes Mal ein Eichhörnchen neben mich an den Tisch. Dann würde ich mich doch ein bißchen wie Schneewittchen im Wald fühlen.
Einfach märchenhaft!

Pilztartelettes
Für den Teig
  1. 250 glutenfreies Mehl
  2. 100 g kalte Butter
  3. 1 Ei
  4. 1 Prise Salz
Für die Füllung
  1. 1/2 Spitzkohl
  2. 1 Zwiebel
  3. 30 g Schinkenwürfel
  4. 100 g gemischte Pilze
  5. 3 Eier
  6. 140 ml Mandelmilch
  7. 1 Prise geriebene Muskatnuss
  8. ein paar Zweige Thymian
  9. etwas Butter zum Braten
  10. Salz und Pfeffer
Instructions
  1. 1. Das Mehl für den Teig in eine große Rührschüssel geben. Die Butter in kleinen Flocken dazugeben und mit den Händen oder den Knethaken des Handrührgeräts zu einem krümeligen Teig verarbeiten. Das Ei und eine Prise Salz hinzufügen und zu einem glatten Teig kneten. Nach Möglichkeit 30 Minuten ruhen lassen.
  2. 2. Den Ofen auf 180 °C (Ober-und Unterhitze) vorheizen. Den Mürbeteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 0,5 cm dünn ausrollen. In kleine Tarteletteformen legen und den Rand festdrücken. Im vorgeheizten Ofen ca. 10 Minuten vorbacken.
  3. 3. Währenddessen den Spitzkohl für die Füllung in feine Streifen schneiden und die Zwiebel würfen. Die Pilze putzen und in kleine Stücke schneiden. Die Schinkenwürfel in einer Pfanne ohne Fett anbraten, herausnehmen und abtropfen lassen. Etwas Butter in die Pfanne geben und die Zwiebeln mit dem Spitzkohl darin anbraten bis der Spitzkohl etwas in sich zusammenfällt, aber noch Biss hat.
  4. Herausnehmen und beiseite stellen. Zum Schluss die Pilze in der Pfanne scharf anbraten.
  5. 4. Die Eier mit der Milch in einer Schüssel verquirlen. Spitzkohl, Zwiebeln, Schinkenwürfeln und Pilze unterrühren. Die Masse mit einer Prise geriebener Muskatnuss, Salz und Pfeffer würzen. Die Thymianblätter von den Zweigen zupfen und ebenfalls unterrühren. Auf die vorgebackenen Tartelettes aufteilen und im Ofen ca. 15 - 20 Minuten backen, bis die Füllung fest geworden ist und oben goldbraun gefärbt ist.
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8 thoughts on “Herbstpicknick im Wald – mit Wein und Pilztartelettes.

    1. Liebe Katrin,

      jetzt hab ich einen Ohrwurm: Schneeflöckchen, Weißöckchen… 😉
      Freut mich sehr, dass dir mein Post gefallen hat!

      Liebe Grüße – und nicht im Wald verlaufen 😉
      Denise

  1. Mhm klingt ja sehr lecker.
    Und sehr schöne Bilder, haben auch irgendwie etwas altertümliches 😀
    Einen schönen Sonntag wünsche ich dir!

    1. Vielen Dank 😀
      Altertümlich ist ja interessant…So sieht jeder in den Bildern etwas anderes 😉

      Liebe Grüße,
      Denise

  2. Liebe Denise, ich habe schon ganz viele Sachen aus deinem Blog nachgebacken, und heute hinterlasse ich mal einen ersten Kommentar 😉 Gestern gab es dieses leckere Herbstgericht als große Tarte. Die Menge ist dafür genau richtig. Ich habe einen halben Weißkohl genommen und Dinkelmehl, die Füllung habe ich mit Sojamilch gemacht. Wir hatten ein leckeres Stück Bauchspeck vom Metzger (eigtl. mag ich sowas gar nicht), etwa 100 Gramm, mit drin, und diese Kombi war soooo lecker! Dazu ein schöner Federweißer – perfekt!

    Viele Grüße, Claudia 🙂

    1. Liebe Claudia,

      das ist ja so schön zu hören, bzw. lesen!
      Ich freue mich schon so sehr, wenn meine Rezepte gelesen und kommentiert werden, aber wenn dann tatsächlich jemand etwas nachkocht und lecker findet, dann freu mich umso mehr!
      Ein Federweißer ist dazu tatsächlich genau richtig 🙂

      Schön, dass es euch geschmeckt hat!

      Ganz liebe Grüße,
      Denise

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