Weihnachtsmenü: Dessert – Apfelstrudelparfait.

Das große Finale – ein Dessert darf bei keinem festlichen Menü fehlen.
Für manch einen ist es das Highlight, auf das den ganzen Abend gewartet wird. Und ich muss zugeben, auch ich lasse dem Nachtisch zu Weihnachten jedes Jahr eine ganz besondere Bedeutung zukommen.

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Was hat sie sich dieses Jahr wohl ausgedacht?
Das Weihnachts-Dessert in diesem Jahr ist eine Mischung aus Back to Basic – bodenständiger Küche und edler Haute Cuisine. Ein Gericht, das jeder kennt, mal neu interpretiert. Apfelstrudel.
Aber nicht als gebackener Klassiker – das wäre mir zu mächtig für ein Menü – sondern als cremig-gefrorenes Apfelstrudelparfait. Das Rezept, wieder mit Schritt-für-Schritt-Anleitung, habe ich euch heute mitgebracht.

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Meine Einstellung zu Desserts hat sich im Laufe der Jahre ein bißchen gewandelt. 
Früher hätte ich nur zu gerne auf eine Vorspeise und von mir aus auch auf’s Hauptgericht verzichtet und wäre sofort zum Dessert übergegangen. Gerüchte lassen verlauten, dass ich auch gerne schon mal zwei Desserts bestellt habe (immer diese Entscheidungen…). 

Mittlerweile muss mich ein Dessert schon richtig vom Hocker reißen.
Schokoladenkuchen mit flüssigem Kern war früher für mich das Dessert überhaupt – reizt mich heute kaum noch. Zu mächtig. Dann folgte die Crème Brûlée als mein Lieblings-Nachtisch. Kann mich heute auch nur noch in ausgefallenen Varianten wie mit Kardamom oder Safran begeistern. Mit Sorbet konnte man mich noch nie hinterm Ofen hervorlocken. Aber eine Sache geht immer. Und das weiß jeder: Eis. 
Eis als Dessert klingt im ersten Moment vielleicht wenig einfallsreich. Aber wer glaubt, Eis sei langweilig, hat nicht an all die köstlichen Dinge gedacht, die als Eis daher kommen. Eistorte, Eis-Kaiserschmarrn und vor allem: Parfaits in allen erdenklichen Formen und Geschmacksrichtungen.

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Ein Parfait ist für mich das perfekte Dessert – einfach parfait (=hervorragend). 
Ein Parfait ist etwas mehr als eine Eiscreme. Es wird als Halbgefrorenes bezeichnet, was etwas irreführend ist, weil es doch ziemlich gefroren ist. Aber anders als eine Eiscreme braucht ein Parfait keine Eismaschine. Das macht es zum perfekten Dessert für aufwändige Menüs. Man kann die Parfait-Masse am Tag vorher zubereiten und einfach im Tiefkühler warten lassen, bis sie ihren großen Auftritt hat.

Wenn ihr meinen Blog schon etwas länger lest, kenn ihr meine Liebe zu Parfaits. Hier gab es bereits ein sommerliches Johannisbeer-Parfait und mein liebstes Haselnuss-Parfait. 
Heute gesellt sich ein Apfelstrudel-Parfait in die Runde. Die Idee kam mir recht spontan bei dem Versuch, Apfelstrudel als Dessert etwas lockerer und leichter zu gestalten. 
Der schwere Apfelstrudel-Teig fällt bei dem Parfait weg, nur ein paar Blätterteigkrümel verstecken sich in der Parfait-Masse. Gewürfelte und in Weißwein geschmorte Äpfel geben dem Parfait seinen Apfelstrudelgeschmack und nur ein dünnes Blatt aus Blätterteig erinnert an den Klassiker.

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Ich hoffe, ich konnte euch mit meinem Weihnachtsmenü begeistern. Hier findet ihr nochmal alle drei Gänge:
– Vorspeise: Roter Rosenkohl mit Maroni und Ziegenkäse
– Hauptspeise: Hirschrücken mit Schoko-Kirsch-Sauce
– Dessert: Apfelstrudelparfait

Nun ihr Lieben, bald ist es soweit.
Hier geht es natürlich auch in den letzten verrückten Tagen vor Weihnachten weiter. Am Sonntag überrasche ich euch mit meinem letzten Adventspaket. Schaut vorbei –  Wenn ihr gerne reist und lecker essen geht, könnte da was für euch dabei sein… 

Apfelstrudelparfait
Für das Parfait
  1. 2 Äpfel
  2. 1 EL Zitronensaft
  3. 1 TL Butter
  4. 50 ml Weißwein
  5. 1 Prise Zimt
  6. 1 TL Rum
  7. 20 g Rosinen
  8. 30 g Pinienkerne
  9. 2 Eier
  10. 50 g Zucker
  11. 200 g Sahne
  12. 30 g Zucker
  13. 1 Stück Blätterteiggebäck (z.B. Schweineohr)
zum Dekorieren
  1. 2 Blätter Filoteig
  2. 100 g Apfelgelee
  3. 50 g Pinienkerne
  4. 2 EL gemahlene Mandeln
  5. 1 TL Butter
  6. Minzblätter
Instructions
  1. 1, Die Äpfel schälen, in kleine Würfel schneiden und mit dem Zitronensaft beträufeln. Die Butter in einem kleinen Topf erhitzen und die Apfelwürfel darin anbraten. Mit dem Weißwein und dem Rum ablöschen. Pinienkerne, Zimt und Rosinen dazugeben und leicht andünsten. Beiseite stellen
  2. 2. Die Eier trennen. Das Eiweiß in einer hohen Schüssel steif schlagen. In einer großen Schüssel das Eigelb mit dem Zucker dick cremig aufschlagen.
  3. Die Sahne schlagen und unter die Eier-Masse heben. Dann die abgekühlten Äpfel dazu geben. Das Blätterteiggebäck mit den Fingern zerbröseln und ebenfalls untermischen. Zum Schluss das Eiweiß unterheben. Die Parfait-Masse in kleine Törtchen-Formen oder eine mit Klarsichtfolie ausgelegte Kastenform (ca. 18 cm) füllen und im Gefrierschrank mindestens 5 Stunden einfrieren.
  4. 3. Den Filoteig in Quadrate (ca 10 x 10 cm) schneiden und in heißem Fett ausbacken. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.
  5. 4. Zum Dekorieren den Apfelgelee in einem kleinen Topf erhitzen, bis er flüssig wird. Mit einem breiten Pinsel auf die Teller streichen. Die Pinienkerne sehr fein hacken. Zusammen mit den gemahlenen Mandeln und dem braunen Zucker in einer kleinen Pfanne anrösten. 1 TL Butter dazugeben und alles zu Bröseln vermischen. Die Brösel im Halbkreis auf den Teller streuen. Das Parfait aus den Förmchen lösen und mittig auf den Teller setzen. Mit dem Filoteig garnieren und zum Schluss mit ein paar Minzblättchen dekorieren.
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One thought on “Weihnachtsmenü: Dessert – Apfelstrudelparfait.

  1. Könntest du wohl fünf Portionen mehr machen und sie am Heiligen Abend bei uns vorbei bringen? Fertig dekoriert und angerichtet bitte – so ungefähr gegen 20:30.
    Danke Dir!

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