Restaurant-Tipp: Eat Doori in Frankfurt.

Ich bin ja schon viel unterwegs. Meistens in München, Hamburg, Berlin oder Frankfurt. In den meisten Städten habe ich mittlerweile schon mein Lieblingscafé, weiß wo ein neues Restaurant aufgemacht hat und wo es das beste Frühstück gibt.
Nicht so in Frankfurt. Mit Frankfurt tue ich mich etwas schwer. Überrascht euch das?
Zu Unrecht, sagen die Frankfurter. Zu Recht sagen die, die dort weggezogen sind. In einer Hinsicht kann Frankfurt mich aber doch für sich gewinnen: die Restaurants.

bar im eat doori

Den eines kann Frankfurt: unkonventionelle Restaurant-Konzepte.
Frankfurt profitiert hier von seiner Internationalität. Die Restaurants hier erinnern schon mal an New York oder London. Das mag nicht jedem gefallen. Aber ich mag es, wenn aus einem Dinner ein Erlebnis wird und man sich für ein paar Stunden fühlt, als wäre man ganz weit weg. Das Eat Doori hat das geschafft. 

offene kueche im eat doori

eat doori in frankfurt

Die Atmosphäre ist es, was das Eat Doori auszeichnet.
Ich hätte nie gedacht, im Umkreis von 5 Minuten um den Frankfurter Hauptbahnhof ein Restaurant zu finden, dessen Besuch sich lohnt. Tritt man durch die Tür, steht man plötzlich nicht mehr in Frankfurt, sondern auf den Straßen Indiens. Fensterläden, eine offene Küche, Wellblech und Holzplatten und mittendrin ein achteckiges Waschbecken.
Ihr wundert euch? Lasst mich von vorne beginnen…

glas mango lassi

indische lammburger

Das Eat Doori wurde schon als Hipster-Inder bezeichnet. Aber man kann ja bekanntlich über alles meckern. Ich stehe da voll und ganz zu: ich mag sowas. 
Das Eat Doori hat ein Konzept und setzt dieses Konzept von vorne bis hinten um. Vom Fahrrad, das scheinbar zufällig im Eingangsbereich abgestellt wurde, über Leuchtschrift im Restaurant bis zu Orient-Express-Kabinen auf der Toilette. Wusstet ihr, dass ich davon träume, einmal mit dem Orient-Express zu fahren? Details, Details, Details, ich sag es immer wieder. Mit so etwas kann man mich einfach entzücken. 

Die Küche könnte, wenn man es nicht besser wüsste, genau so unter freiem Himmel auf einem indischen Markt stehen. Mitten zwischen den Restaurant-Tischen findet man ein freistehendes Waschbecken.
Da man in Indien mit den Händen isst, werden sich vor dem Essen die Hände gewaschen. Was uns als Kindern zwar auch beigebracht wird, hat hier einen ganz anderen Stellenwert. Deswegen findet man in Indien Waschbecken mitten in Restauranträumen – und so auch im Eat Doori. Da ich gerade eine Zugreise hinter mir habe (leider nicht im Orient Express) bin ich sehr dankbar für diese Gelegenheit.

orient express toilette

villeroy und boch waschbecken octagon

eat doori burger

Kennenlernen durfte ich dieses Konzept übrigens dank Villeroy und Boch*.
Die sorgen im Eat Doori nicht nur für den Hingucker, das achteckige Waschbecken, auch die Speisen werden auf der Artesano-Linie von Villeroy und Boch serviert. Ich fand es irgendwie schön, Teller die ich selbst zuhause habe, in einem Restaurant wieder zu finden. Es ist ein weiteres kleines Detail, das den Unterschied macht. Früher hatten wir zuhause die gleichen Teller wie mein Lieblings-Steakhaus. Vielleicht habe ich da eine kleine Marotte.
Außerdem hätte ich nie gedacht, dass ich ein Waschbecken mal als schön bezeichnen würde, aber das achteckige Octagon sieht aus wie ein Stern, ein Diamant – einfach schön! 

*Der Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Villeroy & Boch entstanden.

eat doori ffm

eat doori bollywood

Um im Eat Doori zu bestellen, füllt man kleine Zettel aus, und heftet sie an Leinen über den Tischen.
So sehen die Mitarbeiter sofort, wenn ein Gast bestellen möchte. Und natürlich habe ich kindische Freude daran, die Speisekarte durchzugehen und auf den Zetteln anzukreuzen, was ich alles gerne hätte.
Was auf den Tellern serviert wird, macht ebenfalls Spaß. Ich könnte mich ja ausschließlich von Chicken Tikka ernähren – mein Favorit seit frühen Tagen. Das köstliche Naan Brot, das warm serviert wird, ist ja für mich leider tabu. Die leckeren Dips (Gurkenraita und Tamarinde-Chutney) lasse ich mir trotzdem nicht entgehen und dippe einfach Gemüse hinein. An unserem Tisch bestellen wir viele verschiedene Vorspeisen und probieren einfach kreuz und quer. Ich mag diese Art und Weise zu essen. Viele kleine Schüsseln auf dem Tisch, jeder darf zugreifen und alles probieren. Ein bißchen Kichererbsensalat mit Granatapfel und Minze, süß-scharfe Chicken Wings und Samosas.

naan brot chicken

indische burger

Natürlich bestelle ich mein geliebtes Chicken Tikka, das hier aber nicht unnatürlich rot daher kommt, sondern natürlich gewürzt und auf einem Weißkraut-Bett serviert. Rechts neben mir gibt es Mini-Lamm-Burger mit Eat Doori Bürgerbrötchen. Typisch für ein indisches Restaurant gibt es aber auch viele vegetarische Gerichte. 
Lassi ist leider nicht so mein Fall, sonst hätte ich auf jeden Fall das Rose-Kardamom-Lassi probiert, das hier neben dem Klassiker Mango-Lassi auf der Getränkekarte zu finden ist. 

Zum Dessert gibt es süßen Kokosmilchreis mit Kardamom, von dem ich aber nur kurz nasche und dann von den Straßen Mumbais wieder auf der Frankfurter Kaiserstraße lande und in Richtung Bahnhof flitze. Dank der superschnellen Verbindung Düsseldorf-Frankfurt bin ich nämlich in 1 Stunde und 26 Minuten wieder in Düsseldorf. Ehrlich, ich hab nach Köln schon länger gebraucht! 

Eat Doori
Kaiserstraße 55
60329 Frankfurt am Main
www.eatdoori.com

Mein herzlicher Dank für diese Einladung geht an Villeroy und Boch und das Eat Doori.

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3 thoughts on “Restaurant-Tipp: Eat Doori in Frankfurt.

  1. Oh das Restaurant klingt echt richtig interessant. Das muss ich mir merken, falls ich irgendwann mal nach Frankfurt komme.

    Leider habe ich ja keine Ahnung, was für welche Landesküche typisch ist, da müsste ich mich wirklich mal weiterbilden 😉 Viele vegetarische Gerichte sind aber schon mal ein super Argument :)

    Liebe Grüße

  2. Hallo Denise,

    das Restaurant klingt super. Da ich nicht weit von Frankfurt weg wohne, werde ich es mal ausprobieren. Wie sieht es denn dort mit glutenfreien Sachen aus? Konntest du viel essen?

    Liebe Grüße :)

    1. Hallo Alina,

      mein Favorit ist sowieso das Tandoori Chicken, was glutenfrei ist. Ansonsten gehen natürlich auch alles Curries. Auf panierte und frittierte Samosas und Pakoras muss man natürlich verzichten und auf das leckere Naan Brot. Aber es gibt sonst schon genug 😉

      Liebe Grüße,
      Denise

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