7 Fakten über norwegischen Lachs und 7 Lachs-Rezepte.

Einst machte ich mich mit 7 anderen Bloggern auf in die Stadt der 7 Berge…

Nein, nicht zu den 7 Zwergen. Aber diesen Zufall konnte ich nicht Zufall sein lassen. 
Deswegen habe ich euch aus meiner Reise nach Bergen auch genau 7 Fakten über den norwegischen Lachs aus Aquakultur mitgebracht und – nee wie praktisch – gleich 7 leckere Lachs Rezepte!

7 Fakten über norwegischen Lachs

Foto Marius Fiskum www.mariusfiskum.no für www.fischausnorwegen.de

Tatsächlich machte ich mir vor wenigen Wochen mit den 7 (Björn von Herzfutter, Carina von den Foodistas, Nic von Luzia Pimpinella, Tina von Tinas Tausendschön, Kerstin von My Cooking love Affair, Dirk vom Gourmet Blog und Claudia von Dinner um Acht) auf den Weg nach Bergen in Norwegen.
Über die schönsten Seiten der Stadt Bergen habe ich euch ja bereits berichtet. 

Heute geht es um den eigentlichen Grund unserer Reise: norwegischen Lachs. 
Auf Einladung der Friedrichs Feinfisch Manufaktur und Fisch aus Norwegen durfte ich mir ansehen, wo der Lachs, der bei Friedrichs zu köstlichem Stremellachs, feinem Räucherlachs und vielen anderen Leckereien verarbeitet wird, herkommt.
Ich habe viel gelernt, was ich unbedingt mit euch teilen möchte, denn diese Einblicke bekommt man sonst wirklich nicht.

Häuser in Norwegen

Meer in Norwegen

1. Wenn wir Lachs essen, kommt er höchst wahrscheinlich aus Norwegen. 
Norwegen gehört weltweit zu den größten Lachsproduzenten. Selbst Japan wird mit Lachs aus Norwegen versorgt, der aufgrund seiner hohen Qualität dort zu feinsten Sushi-Spezialitäten verarbeitet wird.

2. Wenn wir weiterhin Fisch essen wollen, brauchen wir Aquakultur.
In meinem Kopf war bisher immer verankert: Wildfang = besser.
Besser? Besser für was?
Allein aus Wildfang kann der weltweite Bedarf an Fisch niemals gedeckt werden. Die Meere sind überfischt, eine Lösung muss also her.

Nun, ich persönlich mag Wildlachs sehr gerne. Ich mag den Gedanken, dass mein Fisch irgendwo geangelt wurde. Aber abgesehen von dieser romantisch verklärten Sicht auf den Fischfang, ist Lachs aus Aquakultur die nachhaltigere Variante der Fischzucht und im Vergleich zu Schweine- oder Rinderzucht viel weniger belastend für die Umwelt.. 

Lachsfarm in Norwegen

Foto Marius Fiskum www.mariusfiskum.no für www.fischausnorwegen.de

3. Das Futter ist eine Wissenschaft für sich .
Gerade das Futter der Lachse wird ständig kontrolliert und optimiert. Es wird genau darauf ausgerichtet, was der Fisch benötigt, um optimal mit Nährstoffen versorgt zu werden. Ich hatte kurzzeitig das Gefühl, die Lachse werden besser mit Nährstoffen versorgt, als ich selbst. Auch wird darauf geachtet, dass keinesfalls zuviel gefüttert wird und somit Futter verschwendet wird. Ich sag ja…hier wird mehr darauf geachtet, als wir Menschen es bei uns selbst tun.

Spannend fand ich zum Beispiel, das auf gar keinen Fall Rückstände von Lachs selbst im Futter landen, da man sonst von Kannibalismus sprechen würde.  Zum Thema Futter sage ich aber auch weiter unten nochmal etwas.

4. Lachs ist gesund.
Ihr werdet es mir jetzt nicht glauben. Ich glaub es ja selbst kaum.
Aber es gibt tatsächlich genau 7 (ja, sieben!) Nährstoffe in Lachs, die für uns Menschen besonders gut sind: Proteine, Omega 3, Vitamin A, Vitamin B12, Vitamin D, Selen und Jod.

Besonders spannend fand ich deswegen den Besuch im NIFES Forschungsinstitut an unserem letzten Tag in Bergen. Hier werden die Auswirkungen von Fisch auf die menschliche Gesundheit untersucht, z.B. zum Thema Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren. Dieses Thema finde ich hoch spannend. Um hier jetzt nicht zu sehr ins Detail zu gehen, kann sich auf der Website von NIFES darüber informieren.

Foto Marius Fiskum www.mariusfiskum.no für www.fischausnorwegen.de

Lachfarm in Norwegen


5. Lachs ist nicht überfischt
Klar, Tierzucht hat immer Auswirkungen auf die Umwelt.
Durch die Zucht in Aquakultur werden aber keine Meeresbestände leer gefischt. Im Vergleich zur Rinder- und Schweinezucht verbraucht Lachs viel weniger Ressourcen und hinterlässt einen deutlich geringeren C02-Abdruck. 

Mich hat die schiere Menge wahnsinnig beeindruckt. Es war eine Mischung aus Respekt und Ehrfurcht. In nur einem Tank schwimmen rund 200.000 Fische. Im ersten Moment dachte ich, die armen Tiere. So eng auf so wenig Platz. Was ich nicht wusste war, das Lachse Schwarmtiere sind. Selbst mitten im Meer schwimmen sie sehr eng beieinander und immer in dieselbe Richtung (gegen den Strom). So schützen sie sich gegen Angreifer. Die gibt es in der Aquakultur natürlich nicht. Trotzdem verhalten sich die Fische gemäß ihrer Natur, auch wenn sie eigentlich bis zu 50 Meter Tiefe herum schwimmen könnten. Die Fische dürfen maximal zu 2,5 % der Fläche in ihren Wassertanks ausmachen. Der Rest muss Wasser sein. Also doch genug Platz

Wenn man nun bedenkt, dass eine Fischfarm 6 – 12 dieser Tanks besitzt kommt schnell eine enorme Menge zusammen. 

6. Die Norweger sind verdammt stolz auf ihren Lachs.
Vor meinem Besuch in Bergen war mir nicht bewusst, wie sehr die Norweger doch ein Fisch-liebendes und -essendes Volk sind.  Ich habe nun doch schon einige Städte am Meer besucht und noch nirgendwo wurde Fisch so zelebriert, wie in Bergen. 

Die Menüs in den Restaurants die wir besucht haben, wurden rund um verschiedene Fischsorten und Meeresfrüchte konzipiert. Der Pro Kopf Verbrauch liegt in Norwegen bei 8,7 kg. Und dabei sind die Norweger ein sehr glückliches und gesundes Völkchen.

Ankerkette im Meer

Foto Marius Fiskum www.mariusfiskum.no für www.fischausnorwegen.de

7. Lachs ist ein sicheres Lebensmittel.
Achja, wie ihr wisst liebe ich es ja, wie die Medien und Menschen mit bestimmten Themen umgehen. Hallo Panikmache! 
Auch hier war der Besuch beim NIFES Institut sehr aufsschlussreich, da es unabhängig und kontinuierlich Lachsproben testet.

Also, das ganze Theater um Schwermetalle können wir bei Lachs aus norwegischer Aquakultur mal getrost vergessen. Punkt.
Antibiotika und Medikamente? Der Lachs wird geimpft, wenn er ganz klein ist. Bis zum ausgewachsenen Fisch vergen zwischen 24 und 36 Monaten. Da sind keine Medikamente mehr im Lachs zu finden, also vergessen wir das auch.

Gerne wird auch behauptet, Lachs sei giftig, weil das Futter mit Konservierungsmitteln haltbar gemacht werden muss. 
Wie schon erwähnt, schwimmen hier Millionen Fische herum, die gefüttert werden wollen. Und obwohl gerade beim Futter so viel kontrolliert wird, werden hier nunmal gelegentlich minimale Rückstände gefunden. Es ist aber nur im Sinne der Lachsfarmer, hierfür auch noch eine Lösung zu finden. Das Thema wird hier nochmals ausführlich behandelt, falls ihr etwas nachlesen möchtet.

hafen-bergen
Aber, und das ist einfach mein Punkt: chemische Rückstände gibt es auch auf Weintrauben. Auf Sellerie. Auf Äpfeln und Tomaten. In Hühnerfleisch und Dosenerbsen. Anders sind die Mengen, die wir Menschen nunmal brauchen, nicht zu bewältigen. Und bei den geringen Mengen Fisch, die wir Deutschen essen, kein Risiko. Ich denke mir immer: wenn der Fischfarmer, der Apfelbauer, der Schweinezüchter oder Tomatenfarmer seine Produkte selbst isst, wird er schon wissen, was er tut.

Und die Norweger essen viel von ihrem Lachs. 8,7 kg im Jahr pro Kopf. Die Deutschen  nur 1,7 kg. Ich persönlich liege da weit, weit drüber!

Ich esse wirklich wahnsinnig gerne Lachs.
Und ich hatte euch ja noch meine 7 Lieblings Rezepte mit Lachs versprochen. Los geht’s!

7 leckere Lachsrezepte

Leckere Lachs Rezepte

Eggs Frederic mit Wildlachs und pochiertem Ei

Herzhafte Möhrenwaffeln mit Rauchlachs

Lachsfrikadellen mit Kartoffelsalat

Foodlovin Lachs Rezepte

Gegrillter Lachs

Geräucherter Lachs mit Wildkräutersalat

Pilz-Omelette mit Lachs

Lachs mit Erbsenpüree

…und irgendwie sahen wir mit unseren Mützen ja doch aus, wie die 7 Zwerge hinter den 7 Bergen, oder?

Blogger in NorwegenFoto Marius Fiskum www.mariusfiskum.no für www.fischausnorwegen.de

Vielen Dank an das Team von Friedrich’s Feinfisch Manufaktur und Fisch aus Norwegen für die Möglichkeit, mir ein Bild von der Lachszucht in Norwegen zu machen und für ein paar unvergessliche Tage in Norwegen! 

Auf diese Pressereise wurde ich eingeladen. Dieser Blogbeitrag spiegelt meine Eigene Meinung wieder und bleibt davon unberührt. 

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