Was für ein Gewürztraum! Das hier ist sowas von herrlich.
    Safran, Kreuzkümmel, Koriander, Sesam, Rosenwasser… Na, ahnt ihr wohin wir uns heute kulinarisch bewegen? Genau, in orientalische Gefilde. Die Gewürze in diesem Rezept sind in der kalten Jahreszeit genau das richtige. Sie heizen uns von Innen auf und schmecken einfach so unglaublich aromatisch. Außerdem sorgen die tollen Farben für gute Laune. So macht Essen Spaß!

    gefuellte buchweizen wraps mit falafel

    Ein bißchen muss ich bei diesem Rezept an eine Dönerbude denken.
    Aber nur ganz kurz. Ein Millisekündchen.
    Das liegt an den Falafeln. Meine sind aber gesünder und leckerer als die aus der Dönerbude. Und auch meine Teigfladen sind selbstgemacht. Der Dip auch. Nur die Granatapfelkerne, die hab ich schon ausgelöst gekauft. Der beste Service seit der Erfindung von Coffee to go.

    gebackene pistazien falafel aus dem Ofen

    gruene falafel mit pistazien, Erbsen und spinat
    pistazienfalafel mit granatapfel

    Die orientalische Küche ist einer meiner liebsten. 
    Bei den herrlichen Gewürzen ist das kein Wunder. Für meinen Geschmack könnten Zimt, Koriander, Kreuzkümmel, Safran und Co. jeden Tag ihren Weg in meine Küche finden. Zimt schmuggelt sich tatsächlich jeden Tag in irgendeiner Form auf meinen Speiseplan.  Kurkuma ist erst seit kurzem ein regelmäßiger Gast, Kreuzkümmel kommt und geht und Safran, das edelste der Gewürze, hat eher selten einen Auftritt. 
    Aber in diesem Rezept kommen sie alle zusammen. Hier wird nicht an Aromen gespart.

    buchweizen wraps mit safran dip und falafel

    selbst gemachte Buchweizen wraps

    Angefangen hat die ganze Sache damit, dass ich Wraps selbst machen wollte. Glutenfreie Wraps sind nämlich so gut wie nicht zu bekommen. Und auch die normalen Wraps, die es zu kaufen gibt, stecken leider voller Zusatzstoffe. 
    Im Prinzip ist es ganz leicht, Wraps selbst zu machen: Mehl, Wasser, Salz im richtigen Verhältnis. Ein bißchen trickreich wird es bei der Konsistenz, denn wenn wir Mehl ohne Gluten verwenden, z.B. Buchweizenmehl, Kichererbsenmehl oder Maismehl, fehlt dem Teig ein bißchen die Geschmeidigkeit, die Flexibilität, die Dehnbarkeit. Kurzum: die Wraps schmecken gut, brechen aber. 
    Deswegen habe ich das erste Mal beim Backen mit Xanthan experimentiert. Xanthan hat noch einen anderen Namen: E415. Und plötzlich verstand ich, was die ganzen Zusatzstoffe auf den Wrap-Verpackungen zu suchen haben… 
    Kurzum: Xanthan hilft, einen schönen Wrap zu backen, den man wunderbar rollen kann. Wer auf E-Stoffe in seinen Wraps verzichten möchte, muss damit rechnen, dass sie brechen. Ich kann damit ehrlich gesagt leben. 

    falafel-rezept-foodlovin

    falafel mit granatapfel

    falafel wraps aus Buchweizen mit kurkuma dip

    So ein Wrap braucht natürlich eine leckere Füllung.
    Da dachte ich sofort an Falafel, die ich in jeder Form liebe. Es gab ja schon Hirsefalafel und Pistazien-Falafel hier. Auch in diesen Falafeln stecken Pistazien, dazu gesellen sich aber auch noch Erbsen, Spinat und Petersilie. Grün grün grün!
    Noch ein paar knackige Granatapfelkerne dazu, die gehen schließlich immer, ein paar Radieschen, die mit ihrer leichten Schärfe wunderbar passen, etwas gerösteter Sesam und, ach, was fehlt noch? Ja, ein leckerer Dip!
    Der besteht aus Cashewmus und einem Hauch Safran. So lecker, ich habe ein paar der Falafel einfach pur hinein gedippt. 

    bunte wraps mit safran dip und granatapfel

    buchweizen wraps mit falafel belegen

    Wann immer ich kann, kaufe ich Granatapfelkerne übrigens ausgelöst bei meinem Gemüsehändler.
    Den kleinen Preisaufschlag nehme ich gerne dafür in Kauf, dass ich nicht 15 Minuten mit den Händen in einem Granatapfel wühlen muss und die Küche danach wie ein Schlachtfeld aussieht – und nein, keine der ach so tollen Methoden funktioniert, ich hab sie alle ausprobiert!
    Dinge die man nicht gerne macht und die einfach nur Zeit und Nerven rauben soll man schließlich, wenn möglich, abgeben. Und Granatapfelkerne auslösen gehört definitiv zu diesen Dingen! Danke Gemüsehändler!

    Letztlich finde ich sehr schön und vor allem sehr lecker, was aus dieser kleinen Idee geworden ist. Eins führte zum anderen und zum Schluss hat einfach alles gepasst. 

    Buchweizenwraps mit Falafel und Safran-Dip
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    Für die Buchweizen-Wraps
    1. 200 g Buchweizenmehl
    2. 1 TL Xanthan (kann man weglassen, dann werden die Wraps etwas brüchig)
    3. 2 EL Rapsöl
    4. 150 ml Wasser
    5. 1 TL Salz
    Für die Falafel
    1. 260 g gekochte Kichererbsen
    2. 50 g Pistazien
    3. 70 g gekochte Erbsen
    4. 40 g Babyspinat
    5. 30 g Petersilie
    6. 15 g Koriander
    7. 1 Spritzer Zitronensaft
    8. je 1 TL gemahlener Kumin und Koriander
    9. ½ TL Backpulver
    10. 4 EL Buchweizenmehl
    11. 1/2 TL Salz
    Für den Safran-Dip
    1. 60 ml Cashewmus
    2. 60 ml Wasser
    3. 1 Messerspitze Safran
    4. 1/2 TL Honig
    5. 1 Spritzer Zitronensaft
    6. 1 TL Rosenwasser
    7. 1 Prise Kurkuma
    Zum Füllen
    1. 4 EL Granatapfelkerne
    2. 1 Bund Radieschen
    3. 2 Hand voll roter Mangold (oder Spinat)
    4. 2 EL gerösteter Sesam
    Für 4 Personen
    1. 1. Als erstes die Wraps vorbereiten. Einfach alle Zutaten in einer Rührschüssel zu einem Teig verkneten und 30 Minuten ruhen lassen. Dann in 4 Portionen teilen und dünn ausrollen. In eine heiße Pfanne ohne Fett geben und von jeder Seite ca. 1 Minute backen. Beiseite legen und auskühlen lassen.
    2. 2. Für die Falafel den Ofen auf 180 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Die Kichererbsen mit einem Spritzer Zitronensaft in einem Mixer oder Zerkleinerer fein pürieren. Evtl. etwas Wasser hinzugeben, wenn die Masse zu dick ist. Dann die Pistazien, gekochten Erbsen und den Babyspinat dazugeben und nochmals pürieren. Die Petersilie und den Koriander hacken und ebenfalls dazugeben. Die Masse glatt pürieren, es macht aber nichts, wenn ein paar Stücke übrig bleiben. Zum Schluss das Backpulver und Buchweizenmehl und das Salz unterrühren.
    3. 3. Mit den Händen aus der Falafelmasse etwas golfballgroße Bällchen formen. Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und die Falafel im vorgeheizten Ofen ca. 25 Minuten backen, bis sie fest sind. Herausnehmen und abkühlen lassen.
    4. 4. Währenddessen alle Zutaten für den Safran-Cashew-Dip miteinander verrühren. Dann können die Wraps belegt werden. Zuerst eine Handvoll roten Mangold darauf geben, dann ein paar Granatapfelkerne und gerösteten Sesam darüber verteilen. Die Radieschen in dünne Scheiben schneiden und dazu geben Auf jeden Wrap 3 Falafel legen und zum Schluss großzügig mit dem Safran-Cashew-Dip beträufeln.
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    wraps-falafel-spinat