Es gibt Dinge, die dürfen im Sommer nicht fehlen. 
    Dazu zählen, die Füße mindestens einmal ins Meer zu halten, ein Picknick auf der Wiese und eine Galette mit Sommerobst zu backen.
    Die Füße halte ich bald auf Madeira ins Wasser, der Picknickkorb ist schon so gut wie gepackt und die Galette mit Sommerobst? Die wurde schon gebacken und verspeist.

    pflaumen galette

    Sommerobst hält sich ja meist nicht besonders lange.
    Vor allem Johannisbeeren wollen schnell verbraucht werden. Auch bei Aprikosen, Nektarinen und Pflaumen ist der feine Grad zwischen hart und sauer hin zu überreif und matschig sehr dünn. Die Rettung: eine Galette. 
    Darin kann man sämtliches Sommerobst (und sogar Gemüse) verwerten und das Ergebnis wird garantiert köstlich!
    Ich hab schon öfter darüber geschrieben, wie gerne ich Galettes mag.
    Heute zeig ich euch, wieso! Eine Liebeserklärung an die Galette… 

    galette steinobst

    galette pflaumen

    Erstens: man braucht keine Form.
    Keine Kuchenform bedeutet weniger Aufwand. Das Einfetten und Mehlen. Den Mürbeteig in die Tarteform legen, dann blind backen. Danach kommt die Füllung drauf. Nochmal ab in den Ofen. Das dauert alles schon seine Zeit. Danach die Tarteform sauber machen, abtrocknen, wegräumen. Bei einer Galette? Teig auf Backpapier ausrollen, Obst drauf, ab in den Ofen, fertig. Super einfach!

    Zweitens: man braucht keinen Plan. 
    Es gibt Rezepte, die funktionieren nicht ohne Zutat xyz. Kein Backpulver da? Kein Kuchen. Keine Hefe da? Keine Zimtschnecken. Bei einer Galette ist es egal, was ihr da habt. Der Mürbeteig funktioniert mit verschiedenen Mehlsorten, mit oder ohne Ei, mit Butter oder Margarine. Und die Füllung? Rein kommt, was der Obstkorb hergibt. Erdbeeren, Nektarinen, Birnen, Äpfel. Zucchini, Zwiebeln, Tomaten, Parmesan. Alles passt, alles wird am Ende fabelhaft schmecken. Nur bei einer Kombination aus Zucchini und Äpfeln,  nun daran hätte ich so meine Zweifel. 

    galette johannisbeeren

    johannisbeeren

    Drittens: Lecker!
    Irgendwie wie ein gigantischer Keks mit Obst. Der Teig ist ja auch nichts anderes als leckerer Mürbeteig, aus dem man eigentlich auch Plätzchen backen könnte. Das in Kombination mit frischem Obst einfach herrlich.

    Und wenn noch Teig und Obst übrig sind?
    Dann füllt man das Obst einfach in eine Auflaufform, zupft den restlichen Teig darüber und macht einfach einen leckeren Crumble draus. Ist das nicht genial? 

    beeren crumble

    aprikosen crumble

    Alle drei Gründe machen Galettes zum perfekten Sommer-Kuchen. Unkompliziert, schnell und einfach lecker. Vor allem mit einer Kugel Eis! Probiert es doch mal aus. 

    Wusstet ihr, dass der Begriff Galette nicht nur für diese herrlich einfachen Tartes steht, über die ich gerade geschrieben habe?
    Galette Bretonne sind Crêpes aus Buchweizenmehl. Mit gesalzener Butter und herzhaft gefüllt sind sie eine Spezialität aus der Bretagne und ebenfalls ziemlich lecker. Ich liebe Buchweizenmehl ja ohnehin, ganz besondern in Pfannkuchen und Crêpes .
    Vielleicht sollte ich auch mal ein Rezept für Galettes Bretonne ausprobieren, was meint ihr?

    Galette mit Sommerobst
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    Ingredients
    1. 1 Prise Salz
    2. 75 g Kokosblütenzucker
    3. 70 g gemahlene Haselnüsse
    4. 70 g gemahlene Mandeln
    5. 50 g Buchweizenmehl
    6. 50 g Reismehl
    7. 50 g Quinoamehl
    8. 50 g glutenfreies Mehl
    9. 125 g kalte Butter oder Margerine
    10. ½ TL Vanillemark
    11. 2 kleine Eier
    12. 4 EL gemahlene Mandeln
    13. 1 Prise Zimt
    14. 400 g gemischtes Sommerobst (z.B. Aprikosen, Johannisbeeren, Pflaumen, Nektarinen)
    15. 2 EL Honig
    16. Puderzucker zum Bestreuen
    Instructions
    1. 1. Den Ofen auf 200 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Das Obst waschen und klein schneiden.
    2. 2. Salz, Kokosblütenzucker, die gemahlenen Nüsse und die Mehlsorten mischen. Die kalte Butter in kleinen Flocken dazugeben und mit den Fingern oder den Knethaken des Handrührgeräts zu einem krümeligen Teig kneten. Das Vanillemark und 1 Ei dazugeben und verkneten. In Folie wickeln und für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank legen.
    3. 3. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 1 – 1,5 cm dick kreisförmig ausrollen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Mit 4 EL gemahlenen Mandeln und einer Prise Zimt bestreuen und das Obst darauf geben. Dabei einen Rand von ca. 5 cm lassen. Den Rand dann Stück für Stück einklappen, so dass das Obst leicht bedeckt ist. Das Obst mit Honig beträufeln, den Teig mit verquirltem Ei bestreichen und im vorgeheizten Ofen 25 – 30 Minuten backen, bis der Teig goldbraun und knusprig ist.
    4. Herausnehmen und vor dem Servieren mit Puderzucker bestreuen und am Besten mit einer Kugel Eis servieren.
    5. Falls noch Obst und Teig übrig ist, das Obst einfach in eine gebutterte Auflaufform geben, den Teig darüber krümeln und für 20 Minuten im Ofen backen. Schon habt ihr einen leckeren Crumble.
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