Na habt ihr euch gestern zum ersten Advent so richtig die Bäuche vollgeschlagen?
    Mit leckeren Plätzchen, gebrannten Mandeln und Stollen? Ach diese Verlockungen der Weihnachtszeit…
    Alles halb so wild, solange wir die Plätzchenorgien mit ein wenig gesundem Grünzeug ausgleichen. Und das ist kein bißchen weniger lecker, als Schokolade, Glühwein und Lebkuchen. Finde ich zumindest. Denn mein heutiges Rezept stößt mit Sicherheit bei vielen erstmal auf Abwehr. Der Grund: Rosenkohl.

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    Jaaa, das oft verhasste Gemüse. Ich liebe es!
    Es kommt nämlich einzig und allein auf die richtige Zubereitung an, dann schmecken die grünen Mini-Kohlköpfe wunderbar und gar nicht nach muffigem Oma-Gemüse (ohne Omas beleidigen zu wollen, aber daher kommen doch die meisten Rosenkohl-Traumata a la „ihhh, den hat meine Oma immer gemacht“).
    Probiert sie doch einfach mal als Salat. Hat mit gekochtem Rosenkohl nix zu tun, sondern schmeckt herrlich knackig, frisch und macht trotzdem gut satt.

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    Ganz ehrlich, ich mochte Rosenkohl früher auch nicht. 
    Vor allem bei Kindern wird er wohl nie auf die Liste der auch nur halbwegs gut schmeckenden Speisen gelangen. Das liegt einfach daran, dass Kinder bittere Speisen noch nicht so mögen. Aber Erwachsene haben jetzt keine Ausrede mehr. Gekochter Rosenkohl ist für mich selbst heute nicht unbedingt ein Hochgenuss. Aber man kann so viele andere tolle Dinge damit anstellen. Man kann ihn Rösten, Braten, zu Püree verarbeiten, oder eben zu Salat.

    Auf die Idee, Rosenkohl mal roh zu essen, kam ich durch amerikanische Foodblogs. Hierzulande wurde ich mit großen Augen angeguckt: Rosenkohl kann man doch gar nicht roh essen, oder?
    Oh doch, kann man. Und wie!
    Einfach den Strunk und die äußeren Blätter entfernen und in feine Streifen schneiden. Schon hat man eine wundere Basis für allerlei leckere Salate.
    Rosenkohl passt besonders gut zu anderen winterlichen Obst- und Gemüsesorten wie Kürbis, Apfel, Orangen, Granatapfel, Fenchel oder Roter Bete und auch zu Nüssen. Daraus lassen sich eine Menge herrlicher Rezepte zaubern.

    In meinem Salat stecken neben Rosenkohl noch Birnen, getrocknete Cranberries, Pinienkerne und Thymian.
    Wer es etwas sättigender möchte, kann noch eine Avocado dazugeben, oder etwas Feta darüber bröseln. Auch gebratener Speck würde fantastisch passen.
    Es ist wirklich ein bißchen Mix & Match, wobei jede Kombination schmeckt!

    Rosenkohl-Salat mit Birnen und Cranberries
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    Ingredients
    1. für 2 Personen
    2. 300 g Rosenkohlröschen
    3. 2 Birnen
    4. 30 g getrocknete Cranberries
    5. 20 g Pinienkerne
    6. 4 Zweige Thymian
    7. 1/2 Orange
    8. 3 EL Olivenöl
    9. 2 EL Zitronensaft
    10. Salz und Pfeffer
    Instructions
    1. 1. Den Strunk vom Rosenkohl abschneiden, die äußeren Blätter entfernen und die Röschen in der feine Streifen schneiden. In eine Salatschüssel geben.
    2. 2. Die Birnen waschen und in kleine Würfel schneiden. Mit 1 EL Zitronensaft beträufeln und zum Rosenkohl geben.
    3. 3. Die Pinienkerne in einer kleinen Pfanne ohne Fett anrösten. Zusammen mit den Cranberries ebenfalls in die Salatschüssel geben und alles gut durchmischen.
    4. 4. Die Orange auspressen. Den Saft mit dem Olivenöl und 1 EL Zitronensaft zu einer Vinaigrette verrühren. Die Blätter von den Thymianzweigen abzupfen und dazugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, über den Salat geben und gut durchmischen.
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