Ich habe manchmal eine Schwäche für leicht düster angehauchte Romantik.
    Alte Schlösser, Burgen, Häuser aus einer Zeit vor 1900. Ich habe Edgar Allen Poe gelesen, sämtliche Anne Rice Bücher und – ja ich gebe es zu – die gesamte Twilight Trilogie. Als Kind habe ich den kleinen Vampir verschlungen und den Satanarchäolügenialkohöllischen Wunschpunsch mehrmals gelesen. 
    Egal ob Buffy die Vampirjägerin, True Blood oder Vampire Diaries, ich hab sie alle gesehen. Ich mag Musik in Moll wie die Klavierkonzerte von Chopin oder theatralische Orchester wie die Filmmusik von Hans Zimmer. Ich mag all diese Dinge nicht ständig und  jeden Tag. Aber ich mag sie an Halloween. Und ich mag Halloween.

    Wir haben alle eine dunkle Seite. Sagt man zumindest.
    Ich habe meine mal ganz ungeniert ausgelebt. Und zwar in der Küche. Und ein bißchen auch im Wald. Heute lade ich euch ein, mit mir für eine kurze Weile auf die dunkle Seite zu kommen. Ich locke euch an meinen Küchentisch in meine Hexenhütte im Wald und tische euch Schneewittchen’s Verderben, Friedhofserde, Death by Chocolate und Bloody Falafel auf. Sozusagen ein Supperclub bei einer Hexe. 
    Kommt, kommt… 

    hallowee kuerbis

    halloween cocktail

    hexe cocktail

    schneewittchen apfel

    Zu Beginn unserer Halloweenparty reiche ich euch Schneewittchens Verderben.
    Serviert auf einem Silbertablett im Martini-Glas.
    Der grüne Drink blubbert und zischt und dampft in meinem Hexenkessel. Und er tut seine Wirkung: jeglicher Zweifel und Misstrauen eurerseits gegenüber dieser Halloween-Sache und diesem Hexen-Supperclub hier lösen sich in Luft auf. Wahrhaft betörend dieser Drink. Noch einen? Nur zu gern!
    Aber keine Sorge, wenn ihr nicht Schneewittchen heißt, mit sieben Zwergen in einer Hütte im Wald lebt und von Prinzen zum Leben erweckt werden könnt, ist der Drink ganz ungefährlich für euch.
    Sterbliche nennen ihn auch Appletini.

    halloween kürbis

    halloween Wald hexe

    halloween kuerbis

    schwarzer reissalat

    Geschnitzte Kürbisse, Nebelschwaden, Kerzen an jeder Ecke und überall Spinnweben.
    So sieht es in einer Hexenhütte nunmal aus. Und bitte – ignoriert einfach die Spinnweben. Diese verflixten Spinnen sind hier wirklich überall! Schneller als ich den Hexenbesen schwingen kann. 
    Ein paar der schaurig grinsenden Kürbisköpfe habe ich heute mit Friedhofserde gefüllt. Greift beherzt zum Löffel, denn die ist einfach zum Reinlegen lecker. Dafür habe ich gesammelt, was der Wald so hergegeben hat. Blätter, Knollen, Beeren, Kräuter, Wurzeln. Zusammen mit schwarzem Reis und ein paar Gewürzen schmeckt dieser schwarze Salat teuflisch gut.

    rote bete falafel

    halloween falafel

    Während ihr noch genüsslich in Friedhofserde schwelgt, hole ich noch ein paar blutrote Bällchen aus meinem Hexenofen. Das Rezept für die Bloody Falafel hat mir eine Hexe aus dem Orient dagelassen. Ihre magischen Geheimzutaten Kreuzkümmel, Zimt und Sesam halten der Legende nach die Seele warm. Kann ja nicht schaden in so einer kalten, düsteren Nacht wie heute.

    death by chocolate

    halloween rezepte

    mousse au chocolat himbeeren

    Zum Schluss sterben wir gemeinsam den bittersüßen Dessert-Tod.
    Ich serviere euch eine Death by Chocolate Schokoladenmousse mit Himbeersauce.
    To die for. Ohne Gewähr.
    Wieder erwarten habe ich euch jedoch nicht gemästet, um euch anschließend im Ofen zu braten wie dieses lästige Geschwisterpaar, das angefangen hat, meine Hexenhütte aufzuessen. Hätten doch bloß mal fragen müssen. Was zu Essen gibt’s bei mir schließlich immer.
    Stattdessen entlasse ich euch glücklich, satt und zufrieden in die schwarze Nacht. 
    Morgen früh zwinker ich dann zweimal mit den Augen und meine Hexenhütte verwandelt sich wieder in eine helle Zwei-Zimmer-Wohnung mit Sauberkeitsfimmel.

    Bis dahin: Happy Halloween!

    Schneewittchens Verderben (Appletini)
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    Für 1 Glas
    1. 2 cl Wodka
    2. 4 cl grüner Apfellikör (Saurer Apfel)
    3. 2 cl Apfelsaft
    4. 1 cl Zitronensaft
    5. 1 Spalte Granny Smith Apfel
    Instructions
    1. Alle Zutaten bis auf die Apfelspalten in einen Cocktail-Shaker mit Eiswürfeln geben und gut mischen. In ein Martini-Glas füllen und das Glas mit der Apfelspalte garnieren.
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    Friedhofserde (schwarzer Reissalat mit Kürbis)
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    Für 4 Portionen
    1. 250 g Schwarzer Reis
    2. 1 Granatapfel
    3. 1 Rote Bete Knolle
    4. 1 Bund Koriander
    5. 1/4 Rotkohl
    6. 200 g Hokkaido Kürbis
    7. 20 g Pistazien
    8. 1 EL Kokosöl
    9. 2 EL Orangensaft
    10. Salz und Pfeffer
    Instructions
    1. 1. Den schwarzen Reis nach Packungsanleitung zubereiten und in einer großen Schüssel leicht auskühlen lassen.
    2. 2. Die Granatapfelkerne herauslösen (am besten unter fließendem Wasser, dann sieht eure Küche danach nicht aus wie nach einem Granatapfel-Massaker). Die rote Bete schälen und in kleine Würfel (ca. 1 x 1 cm) schneiden. Den Kürbis waschen, entkernen und ebenfalls in kleine Würfel schneiden. Den Rotkohl in feine Streifen hobeln.
    3. 3. 1 EL Kokosöl in einer Pfanne erhitzen. Die Kürbiswürfel darin anbraten, mit Zimt, Piment und einer Prise Salz würzen und garen, bis sie weich, aber noch bissfest sind. In die Schüssel zum Reis geben. Die Granatapfelkerne, Rote Bete Würfel und Rotkohl-Streifen ebenfalls dazugeben und alles einmal durchmischen.
    4. 4. Den Koriander fein hacken. Zusammen mit den Pistazien zum Salat geben und unterheben. Den Salat mit etwas Orangensaft und Salz und Pfeffer abschmecken.
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    Bloody Bällchen (Rote Bete Falafel)
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    Für ca. 16 Falafel
    1. 400 g Kichererbsen (gekocht, aus der Dose)
    2. 2 Möhren
    3. 3 kleine Rote Bete Knollen
    4. 1 kleine Zwiebel
    5. 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
    6. 4 Zweige Koriander
    7. 2 EL Tahini
    8. 1 Spritzer Zitronensaft
    9. 4 EL Reismehl (oder Weizenmehl)
    10. Salz
    Instructions
    1. 1. Die Kichererbsen gut abtropfen lassen. Die Möhren und rote Bete Knollen schälen und würfeln. Die Zwiebel schälen und fein hacken. Den Koriander ebenfalls fein hacken.
    2. 2. Die Kichererbsen zusammen mit den Möhren- und Rote Bete-Würfeln in einen Mixer oder Zerkleinerer geben und glatt pürieren. Evtl. ein kleines bißchen Wasser dazu geben. Dann das Tahini, einen Spritzer Zitronensaft und den gemahlenen Kreuzkümmel dazugeben und nochmals gut durchixen. Die Masse in eine Schüssel geben. Die gehackte Zwiebel, das Mehl und die Kräuter dazugeben und gut mit der Masse vermischen. Mit Salz abschmecken.
    3. 3. Den Ofen auf 180 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Aus der Falafelmasse kleine Bällchen formen (ca. Golfballgroß). Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und im Ofen ca. 20 Minuten backen.
    4. Dazu passt ein Joghurt-Dip mit frischem Koriander.
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    Death by Chocolate Mousse
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    Für 4 Portionen
    1. 300 ml Mandelsahne (oder normale Sahne)
    2. 1 Pck. Sahnesteif
    3. 160 g Zartbitterschokolade (min. 70 %)
    4. 20 g Kokosblütenzucker
    5. 1 EL Cointreau
    6. 1 Prise Salz
    7. 1 Prise Zimt
    8. 200 g TK-Himbeeren
    9. 2 EL Kokosblütenzucker
    10. 1 Spritzer Zitronensaft
    Instructions
    1. 1. Die Mandelsahne mit dem Handrührgerät halb steif schlagen. Das Sahnesteif dazugeben und weiterschlafen, bis die Sahne fest ist (Mandelsahne wird nie ganz so fest wie normale Sahne). Dann den Kokosblütenzucker, 1 EL Cointreau und je 1 Prise Salz und Zimt hinzufügen.
    2. 2. Die Schokolade in einer Schüssel über einem heißen Wasserbad schmelzen. Die flüssige Schokolade zur Sahne geben und gut unterrühren. Die Schoko-Sahne auf vier kleine Gläser aufteilen dabei oben ca. 2 cm Platz lassen. In den Kühlschrank stellen und für mindestens 5 Stunden kühlen.
    3. 3. Die Himbeeren mit dem Kokosblütenzucker und einem Spritzer Zitronensaft in einen kleinen Topf geben und bei niedriger Temperatur auftauen lassen. Danach pürieren, durch ein Sieb streichen und kühl stellen. Die Himbeersauce in die Gläser auf die Mousse au Chocolat geben und servieren.
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