Man hasst es oder man liebt es. Oder aber es ist einem vollkommen gleichgültig. Ich rede von Silvester.

    Kaum ein Tag im Jahr wird mehr überschätzt, verteufelt oder gehypt.
    Da gibt es zum einen die Fraktion „ich hab dieses Jahr das geilste Silvester meines Lebens“, die viel Geld für die Party in New York, Amsterdam oder Berlin und ein unbequemes Outfit ausgibt. Dann gibt’s die Verweigerer, die sich allein auf’s Sofa zurück ziehen und um 23 Uhr schmollend ins Bett gehen. Nicht zu vergessen die Pärchen, die Silvester im Doppel über Fondue und Raclette verbringen und sich über den nächsten Jahresurlaub und den Bausparvertrag austauschen. Im Kontrast dazu die Singlemädchen-Front, die sich mit einem Jahresvorrat Ben & Jerry’s und einem Sex and the City Marathon über die geküssten Frösche des vergangenen Jahres ausheult.

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    Ihr merkt, ich pauschalisiere und übertreibe ein wenig.
    Und sollte mir wohl mal an die eigene Nase fassen. Wo gehöre ich zu? 
    Mir ist der Tag im Prinzip relativ egal, verbringe aber gerne einen schönen Abend mit guten Freundinnen, leckerem Essen und einem Glas Champagner. Die elegante Version der Singlemädchen-Front. Natürlich mit einer Flasche Champagner und einer dazu passenden beerigen Eistorte.

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    Nichts gegen den Eimer Ben & Jerry’s, aber zu Silvester darf es mal dekadent und pompös sein.
    Es muss keine gigantische Party oder ein Kurztrip nach London sein. Lieber genießen, ohne es dabei zu übertreiben. Ein wenig Understatement hat noch nie geschadet.
    Eine kleine Prise Luxus, mit der man das vergangene Jahr hinter sich lässt und sich auf 365 neue Chancen freut. Mit Mädels, die im vergangenen Jahr wieder etwas mehr zu Frauen geworden sind. Die allen Grund haben, die Korken mal knallen zu lassen.

    Der Jacquart Rosé passt nicht bloß zufällig so gut zu einer Mädelsrunde.
    Bei Wein, Champagner und Co. bin ich mittlerweile recht kompromisslos. Oder einfach zu alt, um Fusel zu trinken. Ich persönlich mag Champagner gerne staubtrocken. Einige meiner Freundinnen mögen lieber süßen Hugo oder fruchtige Bowle. Mit gutem Champagner kann ich aber auch diese Süßmäuler zum Champagner bekehren. 

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    Am 31. treffen wir vier Mädels uns abends erst zum Essen, Bleigießen und mädchenhaften Rumtrödeln, bevor wir im Anschluss auf eine etwas kleinere Party in einer schicken Hotelbar weiterziehen. Ich habe mich für’s Dessert gemeldet und seien wir mal ehrlich, nach einem riesigen Stück Schokotorte mit Frosting fühlt sich niemand mehr wohl im Partykleid.
    Da kam mir etwas viel besseres in den Sinn: eine leichte Eistorte mit Beeren, die wunderbar zum Drink des Abends passt. Eis geht bekanntlich immer und hinterlässt kein Völlegefühl. Es seid denn, man hat eine Laktoseintoleranz, dann könnte das Kleid doch ganz schön kneifen. In dem Fall also bitte laktosefreie oder Soja-Produkte für die Eistorte verwenden.

    Der Boden besteht aus knackigen Cantuccini mit Mandeln, die Torte aus einer Schicht Kirsch-Eis, einer Schicht mit frischen Johannisbeeren und einer Schicht Pflaumen-Eis. Die Zubereitung dauert etwas länger, da jede Schicht einzeln anfrieren muss, aber man braucht keine Eismaschine dafür. Und optisch ist die Eistorte ein wahres Highlight. Genau das richtig, um 2014 ausklingen zu lassen.

    Lasst die Korken knallen und habt einen wunderschönen Silvesterabend, ganz nach eurer Lust und Laune.

    Beerige Eistorte
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    Ingredients
    1. 75 g Butter
    2. 30 g Zucker
    3. 150 g Cantuccini
    4. 500 g Frischkäse
    5. 300 ml Sahne
    6. 100 ml Milch
    7. 1 Vanilleschote
    8. 80 g Zucker
    9. 100 g Pflaumenmus
    10. 125 g TK Kirschen, aufgetaut
    11. 1 EL Kirschlikör
    12. 60 g Johannisbeeren
    Zur Deko
    1. Pflaumen
    2. Johannisbeeren
    3. Erdbeeren
    4. Himbeeren
    Instructions
    1. 1. Den Boden einer Springform (18 cm Durchmesser) mit Backpapier auslegen. Den Rand der Form ebenfalls mit Backpapier auskleiden, so dass es am Rand etwas übersteht.
    2. 2. Die Butter in einem kleinen Topf schmelzen und kurz ein wenig abkühlen lassen. Die Cantuccini im Zerkleinerer zerhacken. Mit 30 g Zucker und der flüssigen Butter zu einer Masse mischen. Auf den Boden der Springform geben und gut festdrücken. In die Tiefkühltruhe stellen (bei der Gelegenheit schonmal einen Platz finden, an dem die Form gerade stehen kann, ohne zu kippen).
    3. 3. Den Frischkäse mit 80 g Zucker, der Milch und dem Mark der Vanilleschote cremig rühren.
    4. Die Sahne steif schlagen und unter den Frischkäse heben. Die Masse gleichmäßig auf drei Schüsseln aufteilen.
    5. 4. Die Kirschen mit dem Kirschlikör fein pürieren und unter die erste Portion Frischkäsecreme heben. Gleichmäßig auf den Cantuccini-Boden geben und ca. 30 Minuten im Tiefkühler fest werden lassen, bis die Creme auf Fingerdruck nicht mehr nachgibt.
    6. 4. Währenddessen die Johannisbeeren waschen, abzupfen und unter die zweite Portion Frischkäsecreme rühren. Dann das Pflaumenmus unter die letzte Portion Frischkäsecreme heben. Ist die Kirschcreme fest geworden, die Creme mit den Johannisbeeren darauf geben und wieder im Tiefkühler fest werden lassen. Zum Schluss die Pflaumencreme einfüllen und alles über Nacht durchfrieren lassen.
    7. 5. Die Torte vor dem Servieren mit frischen Pflaumenspalten, Erdbeeren, Himbeeren und Johannisbeeren dekorieren und ca. 10 Minuten antauen lassen. (Danach nicht wieder einfrieren. Wird sie nicht ganz gegessen, einzelne Stücke abschneiden und antauen lassen).
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