Ein Plädoyer für mehr Nachtisch gab es von mir schon vor gutem einem Jahr hier auf   dem Blog. Nun wiederhole ich mich.
    Anscheinend steigt im Frühling meine Lust auf etwas Süßes. Das ist wohl meine Interpretation von Frühlingsgefühlen.
    Statt schwerer Torten möchte ich leichte Cremes, Eis, Mousse, alles was sich mit einer fluffigen Wolke assoziieren lässt, ohne dafür sinneserweiternde Substanzen nehmen zu müssen.

    matcha panna cotta

    Fällt Matcha unter sinnerberauschende Substanzen?
    Müsste es vielleicht. Schließlich macht es wacher als Kaffee, ist aber viel gesünder.
    Ich bleibe bei meinen März-Gelüsten und entscheide mich wie schon vor einem Jahr wieder für Panna Cotta. Ein ganz einfaches Dessert, das jedem und immer gut schmeckt. Damals mit Kirschen, schwarzem Sesam und Mandeln, heute mit Matcha, Granatapfel und Kokosmilch.

    matcha panna cotta kokos
    matcha kokos panna cotta

    Ein wenig Inspiration hatte ich aus dem Matcha-Kochbuch von Hädecke, das ich beim Foodbloggercamp entdeckt und mir direkt unter den Nagel gerissen, äh, ganz höflich erfragt habe.
    Matcha ist eine dieser Zutaten, die mein Koch-Herz höher schlagen lässt, weil sie so wahnsinnig vielfältig ist. Ob süßes Matcha-Eis, fluffige Matcha-Pancakes, saftige Matcha-Brownies oder ein herzhaftes Matcha-Risotto. Matcha wirkt immer  etwas exotisch und exklusiv, auch wenn es mittlerweile in jedem besseren Teeladen erhältlich ist. Liegt wahrscheinlich an der Farbe. 

    Färben kann das Pulver nämlich ganz hervorragend.
    Im Nu färbt es Lebensmittel schön grün, was wiederum mein Foodstylisten-Herz Freudensprünge machen lässt. Färbt gut und schmeckt gut – ja, wir Foodstylisten können auch anders. Essbar nämlich! Und Lecker!

    matcha panna cotta granatapfel
    matcha panna cotta deko

    Kombiniert habe ich diesen Farb-Knaller mit einer anderen natürlichen Farbsensation: dem Granatapfel.
    Wer schon einmal die Kerne aus einem Granatapfel heraus gelöst hat weiß; das Zeug färbt überall, wo es nicht soll. Küchenplatte, T-Shirt, Hände. Rot.
    Wenn man meinen Blog so durchblättert merkt man schnell: ich verwende Granatapfelkerne relativ häufig. Deswegen bekomme ich es mit viel Übung mittlerweile hin, einen Granatapfel auszulösen ohne dass die Küche danach aussieht, wie nach einem Massaker. Ich schneide dafür den leicht gezackten Zipfel am einen Ende sehr knapp ab und breche den Granatapfel auf. So öffnen sich die natürlichen Kammern und die Kerne kann man ganz einfach herauslösen. Wem das immer noch zu heikel ist, hält den Granatapfel dabei unter Wasser und gießt die Kerne danach ab.
    In einer weißen Bluse würde ich es trotzdem nicht wagen. Soviel dazu.

    grüner tee panna cotta

    Grün – Rot, das passt, das knallt.
    Nicht nur farblich, auch geschmacklich. Zum leicht herben Geschmack des Matcha passen die fruchtig süß-säuerlichen Granatapfelkerne hervorragend. Dazu gibt es noch einen kleinen Crunch aus Kokosflocken, gehackten Mandeln und Sesam. Angeröstet in Ahornsirup und Kokosöl. Könnte man auch als Müsli essen. 

    Ich finde das ist ein ganz tolles Dessert!
    Es sieht toll aus, es schmeckt richtig gut und es steckt, man mag es wirklich kaum glauben, voller guter Zutaten. Das Rezept ist sogar Paleo-tauglich, aber das ist eher Zufall und darum geht’s auch gar nicht. Hier kommt zusammen, was passt. Und die Zubereitung ist auch ein Klacks.
    Probiert es doch am Wochenende mal aus!

    Matcha Kokos Panna Cotta
    Write a review
    Print
    Ingredients
    1. 250 ml Kokosmilch
    2. 100 ml Mandelmilch
    3. 3 Blatt Gelatine (oder 2 TL Agar Agar)
    4. 1 TL Vanillemark
    5. 40 g Kokosblütenzucker
    6. 2 TL Matcha Pulver
    7. 2 EL Sesam
    8. 1 EL Gehackte Mandeln
    9. 3 EL Kokosraspeln
    10. 1 TL Kokosöl
    11. 1 EL Ahornsirup
    12. Granatapfelkerne
    Instructions
    1. 1. Die Gelatineblätter in kaltem Wasser einweichen.
    2. 2. Die Kokosmilch zusammen mit der Mandelmilch, dem Vanillemarkt und dem Kokosblütenzucker langsam erhitzen und einmal aufkochen. Vom Herd nehmen und das Matcha Pulver einrühren (geht am besten mit einem Mixstab, damit das Pulver nicht klumpt)
    3. 3. Die Gelatine gut ausdrücken und unter Rühren in die warme Kokosmilch geben. Weiterrühren, bis sie sich gleichmäßig aufgelöst hat.
    4. 4. Die Kokosmilch nun in 4 saubere Weck-Gläser oder Förmchen füllen und mindestens 5 Stunden kalt stellen.
    5. 5. Zum Servieren die Panna Cotta aus den Förmchen stürzen und mit Granatapfelkernen bestreuen. Oder die Granatapfelkerne auf die Panna Cotta im Weck-Glas geben. Die gerösteten Kokosflocken dazu servieren.
    Foodlovin' http://foodlovin.de/