Kürbis im Herbst, Kohl im Winter, Beeren nur im Sommer – Hast du dich schon einmal gefragt, warum saisonales Obst und Gemüse gesund ist?

Theoretisch ist heutzutage fast alles rund ums Jahr verfügbar. Trotzdem macht es Sinn, sich am Saisonkalender für Obst und Gemüse zu orientieren und saisonal zu kochen.
5 Gründe, warum saisonales Obst und Gemüse eine gute Wahl ist, erfährst du hier in diesem Beitrag!

saisonales obst und gemüse

 

1. Saisonales Obst und Gemüse ist besser für die Umwelt

 

Äpfel, die im Hochsommer aus dem anderen Ende der Welt eingeflogen werden, Oder in Kühlhäusern frischgehalten werden. Naturgebiete, die in künstliche Plantagen und Gewächshäuser umgewandelt werden, damit wir das ganze Jahr Blaubeeren essen können…

Ich glaube, jeder von uns weiß genau, dass es nicht umweltfreundlich ist, Äpfel aus Neuseeland, Blaubeeren aus Spanien oder Mango aus Burkina Faso zu genießen.
Zugegeben, auch ich liebe Mango und Papaya und gönne sie mir gelegentlich!
Aber ich achte auch im Supermarkt auf die Herkunft von Obst und Gemüse und versuche, zum größten Teil regional und saisonal zu kaufen, so gut es eben geht.

Denk immer dran: es geht nicht darum, alles perfekt zu machen. Aber mit jedem Einkauf, hast du es ein Stück weit in der Hand.

 

 

2. Saisonales Obst und Gemüse enthält mehr gesunde Inhaltsstoffe

 

Was Obst und Gemüse so gesund macht? Nun, das sind vor allem ihre Inhaltsstoffe!
Zum einen enthält es viele Ballaststoffe. Diese sind sehr gut für unsere Darmgesundheit in vielfältiger Form. Ballaststoffe sind in saisonalem wie auch nicht saisonalem Obst in gleicher Menge vorhanden, dieser Gehalt ist abhängig der Sorte des pflanzlichen Produktes und ändert sich nicht.
Aber alle anderen wertvollen Bestandteile sind in saisonaler Ware in maximaler Konzentration enthalten. Dazu gehören:

  • Vitamine: sehr viele Vitamine werden nach dem Ernten kontinuierlich abgebaut. Dieser Prozess verläuft je nach Vitamin unterschiedlich schnell. Auch weitere Faktoren beeinflussen diesen Zerfall:
    • Wasserlösliches Vitamin C wird durch Sauerstoff in der Luft und durch Wärme zerstört.
    • Vitamin A, B2 und B6 zerfallen unter dem Einfluss von Licht.
    • Besonders anfällig ist die Folsäure (dieses Vitamin ist besonders für Frauen sehr wichtig) Die Folsäure ist licht- und wärmeempfindlich, ebenfalls wasserlöslich.
  • Sekundäre Pflanzenstoffe: auch viele sekundäre Pflanzenstoffe werden nach dem Ernten kontinuierlich abgebaut. Da auch sie dazu beitragen, dass Gemüse wie Obst so gesund sind, solltest du darauf achten, dass deine frischen Produkte nicht lange gelagert werden.

Vor allem Vitamine nehmen durch die Lagerung ab.
Obst und Gemüse, das lange transportiert wird, enthält also grundsätzlich weniger wertvolle Vitamine. Meist werden diese Obst- und Gemüsesorten auch noch in einem frühen Reifestadium geerntet. Auch das hat negative Auswirkungen auf den Gehalt der sehr gesunden Inhaltsstoffe:

 

Zutaten im Korb

 

3. Saisonales Obst und Gemüse schmeckt viel besser

 

Ich glaube ich muss dir nicht erklären, wie Erdbeeren im Winter schmecken, oder?
Nach gar nichts.

Wenn Obst oder Gemüse genau zu der Zeit geerntet wird, wenn es auch tatsächlich reif ist, konnten sich die Aromen richtig entwickeln.
Wer einmal eine selbst geerntete Tomate, eine Erdbeere oder einen Apfel gegessen hat, weiß, wovon ich spreche.
Ein guter Grund, Obst und Gemüse genau dann zu essen, wenn es Saison hat.

 

4. Du unterstützt regionale Landwirte

 

Am einfachsten ist saisonales Einkaufen wirklich auf dem Markt. 
Es gibt nichts schönere, als auf dem Wochenmarkt einzukaufen und zu sehen, wie ein Bauer dir stolz seine ersten Kürbisse des Jahres anbietet.
Und zu wissen, dass das Essen auf dem Tisch vom Feld in der Nähe kommt, ist wirklich ein gutes Gefühl.
Ich finde im Supermarkt sind wir oft vollkommen abgeschnitten von dem Ursprung unserer Nahrungsmittel (sowohl pflanzlich als auch tierisch). Wenn man Obst und Gemüse beim Bauen einkauft, sieht man die landwirtschaftlichen Gerät, die Felder, den Hof. Es gibt nichts besseres als zu wissen, wo Nahrungsmittel herkommen.

Für die meisten ist es leider nicht möglich, direkt vom Hof zu kaufen. Ich will hier kein falsches Bild erzeugen, auch ich kaufe meistens im Supermarkt ein:
Aber dafür gibt es wie gesagt Wochenmärkte. Und ein Ausflug raus aus der Stadt zu einem Landwirt mit Hofladen macht wirklich richtig Spaß und kann ich jedem nur empfehlen!

 

5. Du lebst im Einklang mit der Natur

 

Ist dir vielleicht schonmal aufgefallen, dass du im Winter niemals zur Wassermelone greifen würdest?
Und wie mit dem Herbst automatisch die Lust auf Kürbis, Wurzelgemüse und Kohl kommt? Im Sommer dafür die Lust auf wasserreiches Gemüse wie Tomaten, Melone oder Gurke? Das ist ganz natürlich und etwas, worauf du hören solltest.

Saisonales Obst und Gemüse versorgt dich je nach Jahreszeit mit genau den Nährstoffen, die du in diesem Moment brauchst. 

Ganz simples Beispiel: Gurken sind ein Hochsommer- Gemüse. Sie enthalten viel Wasser und Mineralstoffe. Genau das, was wir bei hochsommerlichen Temperaturen benötigen.
Im Winter können wir uns vor Kohlsorten kaum retten.
Kohl enthält vor allem eine Menge Vitamin C. Das ist gut für die eigene Immunabwehr, aber das weißt du ja.
Besonders interessant ist auch die Zusammensetzung der sekundären Pflanzenstoffen in Kohlsorten. Besonders viel Gluconsinolate und Senfölglycoside finden wir in den verschiedensten Wintergemüsen wie Grünkohl, Spitzkohl, Weißkohl, Rotkohl, Rosenkohl etc. Beide Inhaltsstoffe sind bekannt für eine sehr effektive Immun-Unterstützung.
Sie helfen deiner eigenen Immunabwehr und machen Krankheitserreger unschädlich. Auch wirken sie entzündungshemmend.
Die Natur versorgt und also automatisch mit dem, was wir in jeder Jahreszeit brauchen.
Eine saisonorientierte Ernährung ist also perfekt, um erkältungs- und krankheitsfrei durch den Winter zu kommen. 

 

Was im Winter Saison hat

 

Kohlsorten

  • Spitzkohl
  • Rotkohl
  • Weißkohl
  • Chinakohl
  • Rosenkohl
  • Grünkohl
  • Wirsing

Wintersalate

  • Endivie
  • Chicoree
  • Feldsalat
  • Romanasalat

Wurzelgemüse

  • Knollensellerie
  • Rote Bete
  • Petersilienwurzel
  • Steckrübe
  • Möhren
  • Schwarzwurzeln
  • Rettich

Obst

  • Birnen
  • Quitten
  • Apfel
  • Weintrauben

Außerdem

  • Kartoffeln
  • Porree
  • Zwiebeln
  • Kürbisse
  • Maronen
  • Haselnüsse und Walnüsse

 

Klar, Winter ist vor allem Kohl-Saison.
Viele glauben, Kohl sei langweilig und altmodisch. Stimmt nicht! Probier es mal mit einem dieser Rezepte:

Und falls du mal keine Idee hast, was du mit einem bestimmten Saisongemüse kochen kannst: hier auf dem Blog gibt es immer viele, leckere Inspirationen dafür!