Versüß‘ dir den Montag: mit Weckmännern

Eigentlich bin ich mit den Weckmännern zu spät dran, denn traditionell sind sie das Gebäck zu St. Martin. Zumindest hierzulande. Woanders nennt man ihn Stutenkerl und dort gehört er dann zum Nikolaustag am 6. Dezember. Hin oder her, eigentlich gibt es ihn in den Bäckereien von November an die ganze Adventszeit hindurch.

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Mein Lieblingsweckmann stammt aus der Düsseldorfer Bäckerei Cölven. Keine Kette, sondern ein Traditionsbetrieb seit über 100 Jahren. Und so gehört der Weckmann, natürlich mit Zuckerguss und Mandeln, schon seit meiner Kindheit zur Vorweihnachtszeit dazu.

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Wie ihr wisst, experimentiere ich gerne mit Alternativen zum Weizenmehl und backe Kuchen, Muffins und Cookies mittlerweile erfolgreich und routiniert mit Buchweizen-, Quinoa-, oder Reismehl sowie sonstigen glutenfreien Mehlsorten.

Kein Problem, das klappt auch beim Weckmann! Dachte ich mir und wurde vom Hefeteig eines besseren belehrt…
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Der Teig war viel zu flüssig, als ob das Mehl nicht genug Flüssigkeit aufgesaugt hätte. Dazu kam, dass der Teig nicht richtig aufging. Nach dem Backen hatte ich vollkommen krümelige und trockene Weckmänner.

Hefe und glutenfrei…das funktioniert also nicht. Noch nicht. Ich werde weitere Versuche starten und ich bin mir sicher, dass es eine Lösung gibt. Oder kennt vielleicht jemand von euch den Trick für glutenfreies Hefegebäck?

Die Lust, Weckmänner zu backen, ist mir dadurch aber nicht vergangen. Außerdem war ich neugierig, ob es wirklich am Mehl lag, oder an meiner Fähigkeit, Hefeteige herzustellen. Also, gleiches Rezept, anderes Mehl und siehe da: ein Teig, der wunderschön aufgeht, sich kneten lässt und nicht klebt.

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Weckmänner

für 4 – 6 Stück

500 g Mehl
1 Würfel Hefe
80 g Zucker
225 ml Milch
125 g weiche Butter
1/2 TL gerieben Zitronenschale
1 TL Vanilleextrakt
2 Eier
Rosinen
etwas Milch

1.  Das Mehl in eine große Rührschüssel geben und mittig eine Mulde hinein drücken.

2. Die Milch auf kleiner Temperatur lauwarm erhitzen. Wirklich nur lauwarm, nicht heiß. Den Zucker und die Hefe in der warmen Milch auflösen und die Flüssigkeit in die Mehl-Mulde gießen.

3. Den Vorteig zugedeckt an einem warmen Ort circa 15 Minuten gehen lassen.

4. Nun die weiche Butter, das Ei, den Vanilleextrakt, das Salz und die Zitronenschale hinzugeben und den Teig mit den Knethaken des Handrührgeräts zu einem glatten Teig kneten.

5. Den Teig nun nochmals zugedeckt 50 Minuten gehen lassen.

6. Danach den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche gut durchkneten, bis er elastisch ist und nicht mehr klebt.

7. Zurück in die Schüssel geben und weitere 50 Minuten gehen lassen.

8. Als nächstes werden die Weckmänner geformt. Hier kann man ruhig etwas kreativ werden, da gibt es keine Faustformel für. Ich habe für den Kopf eine kleine Teigkugel geformt und ein großes, fladenförmiges Stück Teig daran gesetzt. Den Teig habe ich mit einem Messer an der Stelle für Arme und Beine eingeschnitten und nach Außen gebogen. Rosinen als Augen in den Teig drücken.

9. Die geformten Weckmänner nochmals 20 Minuten an einem warmen Ort aufgehen lassen.

10. Währenddessen den Backofen auf 200°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

11. Das Ei mit etwas Milch verquirlen. Die Weckmänner mit der Ei-Milch-Mischung einpinseln, in den Ofen schieben und für 10 Minuten backen.

12. Den Ofen auf 175°C herunterdrehen und weitere 10 Minuten backen. Achtung! Die Backzeit ist abhängig von der Größe der Weckmänner. Am Besten ein Auge drauf haben.

13. Die Weckmänner auskühlen lassen und nach Wunsch mit Zuckerguss und Mandeln verzieren.

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2 thoughts on “Versüß‘ dir den Montag: mit Weckmännern

  1. Hm, super Hefeteig! Hat wunderbar geschmeckt. Nur ganz so schön wie deine sind unsere nicht geworden, da sie beim Backen nochmal deutlich stärker aufgegangen sind. Aber dafür waren sie umso fluffiger 🙂 Bei uns gab es im Sinne der Emanzipation Weckmänner und Weckfrauen, Schildkröten, Katzen, Zöpfe und Sonnen… ein schöner Samstagnachmittag und ein leckeres Sonntagsfrühstück 🙂 Danke für’s Rezept, werde den Hefeteig demnmächst auch mal woanders einsetzen, denke ich. Lieben Gruß, Lara

    1. Hallo Lara,

      oh das freut mich sehr!
      Hauptsache sie haben geschmeckt 🙂 Die Katzen und Schildkräten hätte ich ja gerne gesehen 😀

      Liebe Grüße,
      Denise

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