Versüß‘ dir den Montag: Mit Mohnkuchen

Es ist Montag, oder heute vielmehr: Mohn-Tag. Denn es gibt Mohnkuchen.

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Dieses Wochenende kamen mir bei Spaziergängen in der Natur, viel Eis – unter anderem Mohn-Eis – und Gesprächen mit Freunden die ein oder andere gute Idee.

Eine meiner Ideen stelle ich euch direkt heute vor!

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Ich weiß nicht, ob ich hier schonmal geschrieben habe, dass ich zum Teil österreichische Wurzeln habe. Mein Vater ist in Wien aufgewachsen und mein Opa hat dort gelebt.
 
Die Liebe zu österreichischen Mehlspeisen ist mir also angeboren. Ich kann nichts dafür, Sachertorte gehört zu meinen absoluten Lieblingskuchen und Kaiserschmarren mit karamellisierter Kruste macht mich glücklich. Dazu ein österreichischer Eiswein, himmlisch.
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Ich werde euch deswegen demnächst einige typisch österreichische Rezepte vorstellen – natürlich mit meiner eigenen Handschrift.
 
Den Anfang macht dieser Mohnkuchen. Den hat sich mein Vater gewünscht, als ich gefragt habe, was ich denn mal für meinen Blog backen soll, denn oft geht ein Teil der verbloggten Backwaren an meine Eltern.
Ich hatte noch nie Mohnkuchen probiert, geschweige denn gebackenen.
Nach einiger Recherche begann der Kuchen aber, mir richtig sympathisch zu werden.
Kein Mehl, viele Eier, das klang gut, das klang saftig und Mohn hatte ich sowieso noch da. Richtigen Mohn, nicht dieses Mohn-Back-Zeugs.
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Ganz wichtig bei diesem Kuchen: erst am zweiten Tag essen! Wirklich.

Direkt aus dem Ofen schmeckt er nicht wirklich gut und würde nur enttäuschen.
Ich würde vielleicht noch etwas fruchtiges dazu servieren. Ein Kirschkompott würde ganz fantastisch passen.
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Vielleicht habt ihr ja Lust, mal etwas typisch Österreichisches auszuprobieren.
Als nächstes gibt’s dann eine meiner Leibspeisen…

Österreichischer Mohnkuchen

200 g Mohn (nicht Mohn-Back)
150 g Puderzucker
150 g weiche Butter
6 Eier
80 g gemahlene Haselnüsse
½ TL geriebene Zitronenschale
1 Schuß Rum

1. Den Backofen auf 170°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Eine Springform (24 cm Durchmesser) fetten, mehlen und den Boden mit Backpapier auslegen.

2. Die Eier trennen und das Eiweiß steif schlagen.

3. Den Puderzucker mit der Butter schaumig rühren, dann die Eigelbe nacheinander unterrühren. Den Mohn im Mörser etwas zerquetschen oder kurz im Zerkleinerer mixen, damit die leckeren Aromen austreten können.

4. Den Mohn, die Haselnüsse und die Zitronenschale dazugeben und vermischen. Einen Schuss Rum und den Eischnee vorsichtig unterheben. Den Teig in die Form gießen und  ungefähr 50 Minuten lang backen.

5. Einen Tag stehen lassen und vor dem Servieren mit Puderzucker bestreuen.

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32 thoughts on “Versüß‘ dir den Montag: Mit Mohnkuchen

    1. Hallo Ingrid,

      man kann den Mohn mahlen, muss man aber nicht zwingend.
      Ich habe es für dieses Rezept versucht, allerdings hat meine Küchenmaschine den Mohn nicht zerkleinern können und der Kuchen ist auch so ganz wunderbar geworden.

      Viele Grüße,
      Denise

  1. Hi Denise,
    vielen Dank fürs Teilen!
    Ich bin gerade ganz fröhlich, weil ich diese tolle Seite gefunden habe!
    Was es hier noch zu entdecken gibt… 😀

    Im Moment steht mein Mohnkuchen auf dem Balkon zum Abkühlen. 🙂
    Ich hatte nur noch 5 Eier, Margarine statt Butter, habe 100g Haselnussmehl genommen um die Packung aufzubrauchen und mangels Rum mit Rumaroma und etwas Kirschwasser gemogelt 😉
    Wie lässt du den Kuchen abkühlen?
    Meiner stand 30 min offen in der Küche und jetzt abgedeckt bei 7°C. Die Vögel springen manchmal auf unserem Geländer rum, deswegen ist ein Teller drauf.
    Macht es was aus, wenn er zu wenig Luft bekommt?

    Übrigens sind meine Teller so schön mit Kräutern bedruckt – da habe ich mich gefragt, ob sich der Mohn auch mit Rosmarin oder Salbei vertragen würde. Hast du sowas mal probiert?

    Herzliche Grüße,
    Lena

    1. Liebe Lena,

      ich freue mich, dass es dir hier so gut gefällt 🙂

      Da hast du ja fast ein komplett neues Rezept erstellt!
      Ich lasse meinen Kuchen einfach etwas in der Form stehen, wenn er über nacht stehen bleibt, schlage ich ihn mit Alufolie ein.

      Dein Kuchen dürfte mittlerweile abgekühlt sein (sorry, ich war den ganzen Tag auf der Messe in Frankfurt unterwegs), aber ich bin mir sicher, es hat alles wunderbar geklappt! Hat er dir geschmeckt 🙂

      Mohn mit Rosmarin oder Salbei? Warum nicht!
      Ich bin ja für alle Geschmackskombinationen offen. Da würde ich den Mohn allerdings eher herzhaft verwenden. Ich wollte demnächst Kartoffeln mit Mohnkruste machen. Da kann ich mir etwas Rosmarin oder Salbei sehr gut vorstellen!

      Liebe Grüße,
      Denise

  2. Hallo Denis.
    Hab den mohnkuchen grade im Ofen!!
    Hab mich seeehr gefreut ,dass ich das rezept gefunden habe.
    Bin sehr gespannt wie er schmeckt!
    Viele grüße heidi.
    Toller Block!!!

    1. Hallo Heidi,

      mittlerweile dürfte der Kuchen fertig sein 🙂 Jetzt noch ein bißchen ruhen lassen und dann probieren! Bin gespannt, wie er dir schmeckt 🙂

      Und danke für das liebe Kompliment,
      Denise

  3. Dein österreichischer Mohnkuchen ist ganz ausgezeichnet! Super saftig, nussig und volles Rohr Mohn-Geschmack. Vielen Dank für das Rezept!!!

    1. Liebe Kristine,

      toll, dass du mein Rezept nachgebacken hast, das freut mich! Und dass es dir gut geschmeckt hat freut mich noch mehr 🙂

      Liebe Grüße,
      Denise

  4. Hallo Denise,
    wird der Mohn nicht erst gemahlen bevor er in den Teig kommt. So kenne ich es aus meiner Kindheit.

    Liebe Grüße,
    Susanne

    1. Liebe Susanne,

      aus Ermangelung einer Mühle habe ich den Mohn so verwendet und heraus kam dieser wunderbare Kuchen 🙂 Ich finde, wenn man beim Kochen alle „das macht man aber so“ Regeln mal über Bord wirft, kommen die kreativsten Ergebnisse dabei raus 🙂

      Aber ich denke, du kannst den Mohn in diesem Rezept auch mahlen, wenn es dir lieber ist.

      Liebe Grüße,
      Denise

  5. Liebe Denise, heute habe ich den Mohnkuchen gebacken und nach ein paar Stunden auf dem Balkon eben verkostet. Schmeckt himmlisch und ist mein neuer Lieblingskuchen.
    Vielen Dank für das Rezept! Liebe Grüße, Peggy
    PS: Statt Rum habe ich Calvados verwendet, schmeckt super : )

    1. Liebe Peggy,

      das ist ja toll, und dann gleich der neue Lieblingskuchen! Ich freu mich total 🙂

      Ganz liebe Grüße,
      Denise

  6. Hallo Denise,

    bin gerade bei der Suche nach nem Mohnkuchenrezept auf Deiner Seite gelandet und finde sie total klasse!!!!
    Ich will den Kuchen auf jeden Fall probieren. Da mein Freund unbedingt Streusel will, würd ich gern wissen, ob das auf diesen Kuchen passt.

    Viele liebe Grüße, Simone

    1. Hallo Simone,

      und herzlich willkommen hier 🙂 Schön, dass es dir hier gefällt.
      Mhhh, ich kann mir Streusel auf diesem Kuchen sehr lecker vorstellen! Vielleicht keine allzu großen, damit sie nicht untergehen. Aber geschmacklich bestimmt sehr fein. Vielleicht mit ein bißchen geriebener Zitronenschale darin 🙂

      Viel Spaß beim Backen!

      Liebe Grüße,
      Denise

      1. Danke für die schnelle Antwort!
        Ich probier das morgen mal aus und berichte dann wie es war.

        Liebe Grüße, Simone

        1. Hallo Denise,

          hier noch eben das Feedback zur Variation mit den Streuseln.
          Ich hab sie direkt vor dem Backen auf den Teig gegeben. Leider sind sie während des Backens versunken. Geschmacklich tat das dem Ganzen allerdings keinen Abbruch. Habe mir überlegt, beim nächsten Mal den Teig ca. 10-15 Minuten vorzubacken und dann die Streusel darüber zu verteilen.

          Einen schönen Tag und liebe Grüße, Simone

  7. Hallo Denise, ich liebe Mohnkuchen und muss glutenfrei essen, deshalb möchte ich Dein Rezept probieren. Da ich auch auf industriell hergestellten Zucker verzichte, wollte ich gern wissen, was ich als Alternative zu Puderzucker nehmen kann?
    Ich würde mich freuen, wenn Du auch mehr auf natürliche Süße hinweist.
    LG Katrin

    1. Hallo Katrin,
      Ich verwende mehr und mehr natürliche Süßugsalternativen. Der Mohnkuchen ist natürlich ein sehr klassisches Rezept. Anstatt Puderzucker könntest evtl. Birkenzucker verwenden. Ich kann aber nicht garantieren, dass dann alles funktioniert, da ich es noch nicht ausprobiert habe. Außerdem muss man bei Birkenzucker etwas vorsichtig sein, da er in größeren Mengen Verdauungsprobleme bereiten kann 😉

      Liebe Grüße,
      Denise

      1. Oh ☺️ Danke für Deine schnelle Antwort. Birkenzucker muss ich dann noch besorgen, aber vielleicht geht auch Kokoszucker. Ich probiere und werde berichten ☺️ Schöne Weihnachten LG Katrin

  8. Bei diesem mega schlechtem Wetter auf der Suche nach besserer Laune und schließlich auf dieses wundervolle Rezept gestoßen
    Da die 6jährige sehr lästig war, durfte sie 3 Äpfel schälen und klein schneiden. Mit etwas Zimt und einer handvoll Rosinen gingen die mit in den Teig.
    Nun ist er im Rohr, ja, was soll ich sagen, es duftet schon himmlisch! Ob er wirklich nach dem backen rasten darf und erst morgen angeschnitten wird?
    Auf alle Fälle ein super tolles, easy Rezept ,so schmeckt es uns in Österreich!
    Herzlichen Dank !

    1. Hallo Veronika,

      oh, die Variante mit Äpfeln klingt ja interessant! Hat das funktioniert? Und konntet ihr widerstehen? Der Kuchen ist wirklich am Besten, wenn er eine Nacht ruhen darf – auch wenn’s schwerfällt 😉

      Liebe Grüße,
      Denise

      1. Ja Denise, das Experiment mit den Äpfel und Rosinen hat funktioniert und ist bei der ganzen Familie hervorragend angekommenen!
        Ein kleines Stückchen haben wir gleich nach dem abkühlen probiert, nicht zu glauben, tatsächlich besser ist er wirklich erst am nächsten Tag!
        Das Rezept wird auf alle Fälle gespeichert und für den nächsten Mädelsabend nochmals nachgebacken! Herzlichen Dank für die Inspiration!

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