Rote Bete Hummus mit Artischocke

Gemüse-Trends. Oder Trendgemüse. Ein kleines Phänomen. 
Bei Modebloggern sind es bestimmte Marken, Taschen oder Statement Pieces, die sich von Blog zu Blog ausbreiten und plötzlich allgegenwärtig sind.
Bei Foodbloggern handelt es sich äquivalent um bestimmte Kochbücher, Rezepte oder einzelne Zutaten die phasenweise überall auftauchen.

Momentan schwer angesagt: Die Rote Bete. Besonders in Form von Hummus.
Zurecht, wie ich finde! Allein diese Farbe!
Da hüpft mein Foodstylistinnen-Herz höher. Wer braucht Lebensmittelfarbe, wenn uns die Natur diese Farbe beschert?
 
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Rote Bete mögt ihr nicht?
Sicher? Ganz sicher?
Viele kennen nämlich nur die eingelegte Rote Bete aus dem Glas oder die vorgekochten einvakuumierten Knollen. Zugegeben, die mag ich auch.
Aber viel lieber noch mag ich rohe Rote Bete. Sie schmeckt ganz anders als im gekochten Zustand. Das ist wie mit dem Kuchenteig. Manch einer schmeckt roh zum Reinlegen, der andere erst fertig gebacken.
Heute gibt’s die Rote Bete also roh. Als Hummus mit Artischocken zum Dippen. Muss ich noch mehr sagen?

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Meine Liebe zur Roten Beete habe ich auf dem Foodblogger Camp neu entdeckt. Da zauberte Sophia nicht nur herrliches Rote Bete Brot, irgendjemand schnippelte die rote Kugel auch in den Salat. Danke an den Rote Bete Schnippler, denn dadurch habe ich mich an dieses vergessene Gemüse erinnert und seitdem gibt’s keinen Halt mehr. 
 
Rote Bete erinnert mich übrigens immer an die Salat-Bar im Maredo. Die, an der man sich selbst bedienen kann. Als Kind habe ich es geliebt, dort essen zu gehen und hatte die allergrößte Freude daran, für meine ganze Familie Salate zusammenzustellen.
Ja, wenn man mal zurückblickt ergeben auch so kleine Dinge wie meine Liebe zur Salatbar einen Sinn… Jedenfalls gab es dort auch immer eine Schüssel mit Roter Bete.
Und ich war so stolz, als Kind Rote Bete zu mögen, etwas, was selbst viele Erwachsene verschmähten. Das fühlte sich einfach unheimlich erwachsen an.
 
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Als ich dann auf der Suche nach neuen Rote Bete Rezepten auf den Rote Bete Hummus von Veronika gestoßen bin, war es um mich geschehen.
Hummus und Rote Bete, zwei meiner liebsten Dinge vereint, ein Traum. Mir kam sofort die Kombination mit Artischocke in den Sinn. Farblich ein Oberknaller, geschmacklich sowieso. Auch wenn ich das Tahini, den Ahornsirup und das Olivenöl einfach mal weg gelassen (man könnte auch sagen vergessen) habe, ich könnte mich reinlegen! Wobei das Ergebnis dieser Aktion recht bunt aufsehen-erregend ausfallen würde. Rote Bete färbt nämlich wie Hölle!
 
Wer nicht wie ich die Hoffnung auf hübsch gepflegte Hände längst aufgegeben hat, sollte bei der Zubereitung von Roter Bete deswegen Handschuhe tragen. Die Knolle hat einfach eine sensationelle Farbkraft und färbt eure Finger für gut mehrere Stunden rot.
Bei mir ist da eh Hopfen und Malz verloren, da ich meine Hände tagtäglich in brennende Öfen, brutzelnde Pfannen oder heißes Kochwasser stecke. The dark side of being a Foodstylist, ich sag’s euch. Aber selbst rote Finger lohnen sich für dieses Ergebnis. 
 
Auch wenn ihr vielleicht nicht die besten Erfahrungen mit Roter Bete gemacht habt – probiert es nochmal, ja? Am besten mit diesem Hummus. Versprecht ihr mir das?
 
Rote Bete Hummus mit Artischocke
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Ingredients
  1. 240 g Kichererbsen (aus der Dose)
  2. 1 Knolle Rote Bete
  3. 1 Möhre
  4. ½ Orange
  5. Saft 1/2 Limette
  6. 1 Spritzer Zitronensaft
  7. 1 große Artischocke
  8. Salz und Pfeffer
Instructions
  1. 1. Als erstes einen großen Topf mit Wasser und einem Spritzer Zitronensaft zum Kochen bringen.
  2. 2. Von den Blättern der Artischocke rundum die Spitzen abschneiden und mit Zitronensaft beträufeln, damit die Blätter nicht braun werden. Den Stiel am Ansatz abbrechen. Die Artischocke sofort in das kochende Wasser geben und für ca. 45 Minuten leicht köcheln lassen. Sie ist gar, wenn sich die Blätter leicht heraus ziehen lassen.
  3. 3. Für den Hummus die Kichererbsen abtropfen lassen und die halbe Orange schälen und in grobe Stücke schneiden. Beides zusammen mit dem Limettensaft im Mixer oder Zerkleinerer pürieren.
  4. 4. Die Rote Bete und die Möhre schälen und in grobe Stücke schneiden. Zu den Kichererbsen geben und alles zu einem glatten Mus pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. 5. Die Artischocke herausnehmen, abtropfen lassen und mit dem Rote Bete Hummus servieren.
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9 thoughts on “Rote Bete Hummus mit Artischocke

  1. Wenn das kein Eyecatcher ist, dann weiß ich auch nicht. Natürlich wieder wunderschön rübergebracht (mit dem morbiden Holzbrett). Aber ich bin es ja nicht anders gewöhnt und vor allem !! Das Auge isst bekanntlich mit.
    Ich sage nur noch 2 Worte wunderschön & Danke

    1. Darauf sag ich auch nur zwei Worte: vielen Dank!!! So ein schönes und ehrliches Kompliment. Danke Hardy!

    1. Vielen lieben Dank!
      Das Schälchen hab ich in einem japanischen Supermarkt hier in Düsseldorf gefunden. Wir haben ja einige davon 🙂

      Liebe Grüße

  2. Dein Hummus ist eine Augenweide! Was für eine Farbe (und was für wunderschöne Props). Ich bin zwar kein allzu großer Fan von roter Bete, aber das Rezept merke ich mir trotzdem – in Verbindung mit Kichererbsen kann ich mir die erdigen Knollen sehr gut vorstellen, zumal mit Artischocken, eine wirklich tolle Idee. Lieben Gruß!

    1. Vielen Dank liebe Claudia!
      Ich behaupte ja, der Hummus schmeckt selbst nicht-Rote Bete Liebhabern, aber probier es am besten selbst aus 😉 Erzähl mir doch dann, wie es dir geschmeckt hat!

      Liebe Grüße!

  3. Auf der Suche nach einem Rote-Beete-Hummus Rezept bin ich über diesen tollen Beitrag gestolpert! Die Fotos sind wunderschön und haben das hohe Niveau von Blogs wie Local Milk & Green Kitchen Stories, die ich immer als Vorbild habe, wenn ich Smoothie-Bilder für meinen Yogablog shoote, den ich neben meinem Reiseblog habe. Ich weiß dass es große Mühe macht, bis es so perfekt aussieht wie hier! Großes Lob, sehr gelungen, luebe Denise! Und macht wirklich Lust, das Rezept gleich ausprobieren zu wollen! 🙂

    1. Wow, das ist ein wahnsinnig tolles Kompliment, vielen Dank Jeanette!
      Und danke für deinen Kommentar hier, so bin ich auf deinem wundervollen Blog gelandet.

      Und wenn du das Rezept mal ausprobierst: Lass es dir schmecken 🙂

      Alles Liebe,
      Denise

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