Gebratener Spargel mit Himbeerdressing und Quinoa-Croutons

Habt ihr schon den grünen Spargelsalat mit Kokos-Dressing probiert?
Ich könnte euch jetzt warnen und sagen: tut es nicht, denn danach könnt ihr nicht mehr aufhören. Aber das mache ich natürlich nicht. Stattdessen sage ich: nachmachen, probieren, unbedingt!
Vor knapp einer Woche habe ich dieses Rezept gepostet und seitdem gab es den Salat in verschiedenen Varianten fünf mal. Ich bin auf dem besten Wege, mich an Spargel zu überfuttern.
Vielleicht schafft es der Salat, den ich euch heute zeige, diesem Wahnsinn ein Ende zu setzen. Er ist mindestens genauso lecker, außergewöhnlich und super-gesund. Das beste daran ist allerdings das Dressing. Und die Farben sind auch ganz schick.

spargelsalat himbeervinaigrette

Am liebsten habe ich Spargel im Moment roh oder knackig gebraten mit abwechslungsreichen Dressings.
Ob Miso-Sesam-Dressing, Zitronenvinaigrette, Kokos-Erdnuss-Dressing oder Erdbeer-Vinaigrette – durch seinen zarten Eigengeschmack passt Spargel einfach zu allem.
Heute hab ich eine Himbeer-Vinaigrette mit Dijon-Senf für euch, die ihr auch wunderbar über grünen Salat träufeln könnt.

spargelsalat quinoa

Salatdressings sind ja eine schwierige Sache.
Von Salatdressings aus der Tüte, Flasche oder dem Beutel fange ich mal gar nicht erst an. Dabei denke ich sofort an mein Bachelorstudium. An meiner Uni gab es keine richtige Mensa. Eine der wenigen Optionen war ein Schichtsalat (schön mit Schinken und Käse) aus dem Plastikbecher, dazu ein Joghurt-Dressing aus der Tüte. Als Sättigungsbeilage noch eine aufgebackene Brezel. 
Nein, auch ich habe nicht seit je her selbst gemachte kreative Super-Salate in Tupperdosen mit mir herum geschleppt. Das kam erst mit dem Masterstudium. Seitdem kommen mir Salat und Dressing aus der Tüte nicht mehr in die Tüte.

Leider gibt es aber auch in Restaurants schlechte, so unfassbar schlechte Dressings, mit denen arme Feldsalate, Spinatblätter oder Gurkenscheiben übergossen werden. Wenn ich wissen will, ob ein Restaurant etwas taugt, lasse ich mir einen Beilagensalat bringen. Ein Risiko, ich weiß! 
Zu oft landen ein paar welke Blätter mit Gurken aus der Dose, eingetrockneten Möhrenstreifen und matschigen Tomaten auf dem Teller. Darüber kommt dann eine Mischung, die nach Essigsäure und Motoröl schmeckt. Ich inszeniere hier gerade den schlimmsten Fall, aber genau so habe ich es schon allzu oft erlebt.
Ihr wisst, was ich meine, oder? Der Alptraum-Beilagensalat. 

spargelsalat himbeeren

Deswegen freue ich mich wie ein Kind, wenn ein Restaurant mir einen Salat auftischt, der mir frische, knackige Salatsorten abseits von Eisberg und dem allgegenwärtigen Rucola kredenzt. Bei dem ich merke: da hat sich jemand Gedanken über die Zusammenstellung gemacht. Und vor allem: der nicht in Essig schwimmt sondern von einem Dressing überzogen ist, das geschmacklich zu den Zutaten passt.
Kann doch so schwer nicht sein, oder?

Sagte sie und kommt euch jetzt mit Himbeervinaigrette und Dijonsenf an.  Zum Spargel! Mit Quinoa-Croutons. Au wei, ob das gut geht?
Ich verrate ja ungern zu viel, aber: ja, das geht sogar sehr gut!

spargelsalat grün weiß

Allein der gebratene Spargel mit ein wenig Meersalz und Olivenöl ist schon gut.
Das Himbeerdressing dazu rundet ihn ab. Ein paar Minzblätter machen die Sache frisch und spannend.
Und für die experimentellen Kreativen unter uns kommen noch ein paar Quinoa-Croutons oben drauf. Auch wenn ich Quinoa Salate täglich essen könnte (und ich muss aufpassen was ich sage, sonst habe ich den Salat und esse fünf Tage lang nur noch Quinoa), mir war mal nach ein wenig Abwechslung im Quinoa-Land.
Das Ergebnis meines Crouton-Experiments sind kleine Quinoa-Cluster, die sich auch wunderbar als Knabbersnack vernaschen lassen. 

Also, Bühne frei für die nächste Runde Spargelsalat. Ich bin gespannt, ob er den rohen grünen Spargelsalat von Platz Eins meiner Spargel-Rangliste verdrängen kann.
Noch ein kleiner Tipp für Nicht-Vegetarier: Dieses Dressing, ein frischer grüner Salat und ein gutes Steak – das perfekte Sommer-Essen.

Habt ihr auch Phasen, in denen ihr ein bestimmtes Rezept mehrere Tage hintereinander kocht, weil es euch so gut schmeckt?

Gebratener Spargel mit Himbeerdressing und Quinoa-Croutons
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Ingredients
  1. Für 4 Portionen
  2. 1 Bund weißer Spargel
  3. 1 Bund grüner Spargel
  4. 3 EL Olivenöl
  5. 200 g Himbeeren
  6. 2 handvoll roter Babymangold
  7. 1 TL Dijon-Senf
  8. 1 Bio-Zitrone (Schale und Saft)
  9. 4 Zweige Minze
  10. 120 g Quinoa
  11. 20 g Amaranth
  12. 1 Ei
  13. 1 Prise Kreuzkümmel
  14. 1 Prise gemahlene Chili
  15. 1 EL Olivenöl
  16. Salz und Pfeffer
Instructions
  1. 1. Den Ofen auf 200 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
  2. Für die Croutons Quinoa und Amaranth nach Packungsanleitung kochen, abtropfen und in eine Schüssel geben. Mit dem Ei, Kreuzkümmel und Chili vermischen, salzen und pfeffern. 1 EL Öl in einer Pfanne erhitzen und die Quinoa-Mischung darin Esslöffelweise anbraten. Herausnehmen, mit den Fingern zu Croutons zupfen und im vorgeheizten Backofen ca. 10 - 15 Minuten backen, bis sie kross sind.
  3. 2. Für das Dressing 70 g von den Himbeeren pürieren. Mit 1 EL Olivenöl, dem Dijon-Senf und 1 EL Zitronensaft mischen, die Vinaigrette mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  4. 3. Den weißen Spargel schälen und längs halbieren, den grünen Spargel waschen und ebenfalls längs halbieren. 2 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und den Spargel darin portionsweise scharf anbraten. Mit Meersalz und geriebener Bio-Zitronenschale würzen.
  5. 4. Den Babymangold waschen und trocken schleudern. Eine handvoll Blätter auf 4 Teller geben, dann den gebratenen Spargel darauf aufteilen. Die restlichen Himbeeren darüber geben und die Vinaigrette über den Spargel träufeln. Zum Schluss die Quinoa-Croutons auf dem Salat verteilen und ein paar Minzblättchen darüber zupfen.
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2 thoughts on “Gebratener Spargel mit Himbeerdressing und Quinoa-Croutons

    1. Ach vielen Dank liebe Alnis 🙂
      Ich war ein bißchen skeptisch mit diesem Beitrag und Rezept, aber es scheint ja gut anzukommen 😉

      Alles Liebe,
      Denise

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