Ein Cocktail für Salzburg: Mozart-Martini

Das hier ist Clash der Kulturen, ich bringe zusammen, was sich nicht ferner sein könnte.
Einen der größten Komponisten der Geschichte und einen Drink, den in ich in Los Angeles kennen gelernt habe. Wolfgang Amadeus Mozart + Chocolate Martini = Mozart Martini. 
Und was lernen wir daraus? Kulturen-Clash ist super! In diesem Fall super-köstlich.

chocolate martini

Dieses Rezept widme ich den Mädels von Salt in the City, die dieses Wochenende in Salzburg ein Barcamp organisiert haben, dass sich sehen lassen kann. Ob Stadtführung durch Salzburg, erstklassiges Catering oder einen Sonntagsausflug auf’s Land, das Programm lässt wirklich nichts vermissen. Ich freue mich sehr auf das Wochenende und auf Salzburg. Mit der kleinen Nachtmusik im Ohr und einer Mozartkugel im Mund mache ich mich also auf Reisen.

mozart martini

Mozartkugel, allein dieses Wort zergeht mir auf der Zunge. Mo Zart Ku Gel. 
Die dicke Kugel und mich verbindet eine lange Freundschaft. Irgendwie war sie immer da, ob zu Weihnachten, am Geburtstag oder einfach so. Irgendetwas macht sie unwiderstehlich, so dass meine Hand beim Einkaufen fast wie von allein nach der Packung greift. 
Ob Mozartkugeln aus Wien, Mozartkugeln aus Tschechien oder die bekannten aus deutschen Supermärkten – ich habe schon so einige Sorten probiert. Deswegen kann ich es kaum abwarten, mich in Salzburg vom Original zu überzeugen. 
Wichtigste Bestandteile einer Mozartkugel: Nougat, Pistazien, Marzipan. 
Kein Wunder, dass ich da so drauf stehe. Die Zutaten allein sind für mich schon Genuss pur. 

schokoladen martini

Für mein Wochenende in Salzburg wollte ich diese Zutaten zu einem ganz neuen Rezept kombinieren. Dabei kamen so einige Ideen ums Eck.
Mozart-Eis. Lecker, habe ich schon in Berlin gegessen.
Mozart-Cheesecake. Irgendwie pervers (muss aber in Zukunft noch umgesetzt werden). 
Mozart-Cookies. Oh yeah, Schokocookies mit Pistazien, Marzipanwürfeln und Nougatstücken.
Aber als der Gedanke an einen Mozart Martini kam dachte ich mir: ja, das passt!
Ein Haufen Mädels, da braucht man was zum Anstoßen. Und welche Frau kann schon einem Drink mit Schokolade widerstehen? Ich nicht!

chocolate martini drink

Den ersten Chocolate Martini, ich weiß es noch genau, habe ich in Los Angeles mit ca. 17 Jahren getrunken daran genippt. Eine fatale Begegnung!
Seitdem wird jede Cocktailkarte nach einem Chocolate Martini gescannt. Mit dem enttäuschenden Ergebnis, dass dieser Drink in Deutschland noch nicht angekommen ist. Zumindest nicht so, wie ich ihn kennengelernt habe. Es ist mal ein Espresso Martini dabei, mal etwas mit Toffee-Likör oder mit Baileys. Aber ein richtiger Chocolate Martini ist nochmal eine andere Geschichte. Er ist Glückseligkeit im Glas. 
In Zutaten: Schokoladenlikör, Vanille-Vodka, Sahne, Schokosirup. Was ganz leichtes also. Macht nichts, dafür lass ich so manches Dessert stehen.

schokoladen cocktail

Und wie der Zufall will, passen die Zutaten einer Mozartkugel ganz wunderbar zu einem Chocolate Martini.
Seid ihr bereit? Schokofans müssen jetzt tapfer sein:
Zuerst wird das Cocktailglas in flüssige Schokolade und gehackte Pistazien getunkt. Den Rand kann man dann beim Trinken langsam abknabbern.
Dann wird das Glas von innen mit flüssigem Nougat beträufelt. Hinein kommen Schokoladenlikör, etwas Wodka, ein kleiner Schuss Amaretto. Damit wir nicht sofort mit dem Kopf auf die Tasten von Herrn Mozarts Klavier klappten, verdünnen wir die Sache mit etwas Sahne. 
Und nun meine Lieben, kostet und höret die Geigen klingen. Und Englein singen. Und so weiter. 

Was Herr Mozart wohl dazu gesagt hätte?

Mozart Martini
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Für 2 Martinis
  1. 5 cl Schokoladenlikör
  2. 4 cl Vanille Vodka
  3. 1 cl Amaretto
  4. 3 cl Sahne
  5. 30 g Nougatmasse
  6. 100 g Zartbitterschokolade
  7. 50 g gehackte Pistazien
Instructions
  1. 1. Zwei Martini-Gläser im Kühlschrank vorkühlen. 100 g Zartbitterschokolade schmelzen und in eine flache Schüssel geben. Die gehackten Pistazien ebenfalls in eine flache Schüssel geben. Die Gläser nun mit dem Rand zuerst in die Schokolade, dann in die gehackten Pistazien tunken. Im Kühlschrank fest werden lassen.
  2. 2. Die Nougatmasse in der Mikrowelle oder in einem kleinen Topf schmelzen. Die Gläser von innen mit je 1 TL flüssigem Nougat beträufeln. Wieder in den Kühlschrank stellen.
  3. 3. Den Schokoladenlikör, Vanille Vodka, Amaretto und die Sahne mit ein paar Eiswürfeln in einen Shaker geben und gut mischen. Wer keinen Shaker hat, verrührt die Zutaten einfach in einem Messbecher. Den Mozart-Martini in die gekühlten Gläser füllen und sofort genießen.
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4 thoughts on “Ein Cocktail für Salzburg: Mozart-Martini

  1. Uih, das wird jetzt als Cocktail-Nerd schwer für mich.
    Die eine Hälfte von mir ist hoch erfreut, wenn sich mehr Leute für Cocktails interessieren und damit experimentieren.
    Die andere Hälfte ist etwas traurig ob des Rezeptes und des Namens. Ein Martini Cocktail ohne Wermut ist eigentlich kein Martini.
    Geschmack ist natürlich immer sehr subjektiv, für mich persönlich wäre der Cocktail (auch als After-Dinner-Drink) viel zu süß und zu schwer.
    Aus dem Bauch her raus würde ich ein anderes Mischungsverhältnis vorschlagen
    5 cl Wodka
    2 cl Schokoladenlikör
    0,5 cl Amaretto
    4 cl Milch statt Sahne

    Vielleicht könnte es sogar Gin funktionieren. Die Kombination Schoko + Gin klappt nämlich im „20th Century Cocktail“ sehr gut.

    Viele Grüße und weiterhin auch viel Spaß beim mixen,
    Fabian

    PS: Den Mozart Schokoladenlikör kennst du? http://www.mozart-spirits.com/

    1. Hallo Fabian,

      das wird jetzt etwas schwierig für mich…Aber mit Regeln in der Küche hab ich es nicht so 😉

      Nein, Scherz beiseite. Ich habe keine Ahnung von Cocktails, sag ich ganz offen.
      Aber das Rezept basiert wie gesagt auf einem Cocktail, der in den USA gang und gebe ist und da kommt sicher kein Wermut rein. Auch auf deutschen Cocktail Menüs finden sich viele Martini-Varianten ohne Wermut. Ob das jetzt Mixologisch in Ordnung weiß ich nicht. Ich sage mir einfach: Hauptsache es schmeckt 🙂

      Vielleicht ist es auch nicht unbedingt ein Männer-Cocktail 😉 Ich mag es sonst auch nicht süß, wenn es um Drinks geht. Aber der hier ist eigentlich wirklich mehr ein Dessert im Glas und da ist das schon in Ordnung.

      Den Likör kenne ich, klar. Wollte die Wahl der Sorte aber dem Leser überlassen 😉

      Liebe Grüße,
      Denise

  2. wow, das klingt ja sehr herrlich! allerdings sprechen mich auch die mozart cookies an. schade, dass wir uns in salzburg nicht kennen lernen – ich war gestern zwar beruflich dort, musste aber gleich wieder weiter…
    alles liebe
    nadin

    1. Ich glaub auch dass ich die anderen Idee noch umsetzen muss 😉

      Ach schade! Salzburg ist wunderschön, oder :)?

      Liebe Grüße,
      Denise

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