Krautsalat mit Süßkartoffelbrot – Esst mehr Kohl!

Treffen sich drei Hohlköpfe Kohlköpfe zum Stelldichein… 
Nein nein, ich bin nicht unter die Comedians gegangen. Fiele mir nie ein.
Das ist eine völlig legitime Rezeptbeschreibung für das, was ich euch heute zeige. Einen Krautsalat aus einem famosen Kohl-Trio: Rotkohl, Weißkohl und Rosenkohl. 
Begleitet durch eine der besten Ideen, die ich seit langem in eine Backform gepackt habe: Süßkartoffel-Maisbrot. 

krautsalat rohkost
Dieser Krautsalat ist Herbstküche mal anders: farbenfroh, knackig und frisch.
Denn so sehr ich eine heiße Suppe an kalten Tagen mag, irgendwann kommt die Lust auf etwas Knackigeres zurück. Auf Vitamine, die nicht stundenlang gekocht wurden. Zum Glück sind Rohkostsalate eine herrliche Sache. Jetzt ist die Zeit für Kohl und ich zeige euch heute, dass man mit Rotkohl, Weißkohl und Rosenkohl viel mehr machen kann, als sie in Eintöpfen zu verkochen.

krautsalat rezept

kohlsalat rohkost

rotkohlsalat roh

When shall we three meet again – in thunder, lightning or in rain?
Nicht nur die drei Hexen aus Macbeth treffen sich bevorzugt bei Wind und Wetter.
Auch meine drei Kohlköpfe lassen sich am liebsten zur kalten Jahreszeit blicken. Da enden aber auch schon die Gemeinsamkeiten zu den drei fiesen Hexen. Kohl ist nämlich gut für uns, ohja! Gerade bei der gegenwärtige Erkältungswelle ist Kohl eine willkommene Vitaminbombe. Ach und für alle Veganer und sonstige Nicht-Milchtrinker, deren Mütter besorgt sagen aber du brauchst doch das Kalzium: In 250 g Kohl steckt soviel Kalzium wie in zwei Gläsern Milch. 

Viele Menschen scheuen davor zurück, Kohl roh zu genießen. Dabei ist Krautsalat ein Klassiker der deutschen Küche und besteht auch aus rohem Kohl.
Zugegeben wusste ich bis letztes Jahr selbst nicht, dass auch Rosenkohl roh genießbar ist. Seitdem ist er zum festen Bestandteil in meinen Wintersalaten geworden. Mein roher Rosenkohlsalat hat sogar schon Rosenkohlhasser überzeugt. 

roher rotkohl

süßkartoffel maisbrot

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So kam es zu Freudenschreien meinerseits und ängstlich-besorgten Blicken meiner Mitmenschen, als ich beim Anblick der kleinen Rosenkohlröschen beim Gemüsehändler einen Freudenschrei losließ. 
Hat sich denn sonst noch nie jemand so sehr über Kohl gefreut? Kann ich gar nicht verstehen!
Jedenfalls wanderten die Röschen ruck zuck in meinen Einkaufskorb, dazu ein weißer und ein roter Kohlkopf und ein paar Äpfel. Mehr braucht man nicht zum Rohkostglück. 

Das Süßkartoffel-Maisbrot dazu war eine spontane Eingebung.
Ich wollte schon länger mal wieder Maisbrot backen. Ich liebe das saftige glutenfreie Brot, das in den USA gern zu Chilis oder Suppen gereicht wird. Mit Süßkartoffeln wird es noch saftiger, als es ohnehin schon ist. Eine absolut perfekte Begleitung für unsere drei Kohlköpfe. Während die sich kunterbunt auf dem Teller tummeln und Spaß mit Leinsamen und gehackter Petersilie haben, wartet das Maisbrot geduldig am Tellerrand. Es macht das Ganze etwas sättigender und deftiger. Eben zu einem richtig schönen Herbstgericht.

rotkohlsalat rezept

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Das Rezept eignet sich übrigens wunderbar zum Vorbereiten oder aufbewahren. In ein Weckglas gefüllt habt ihr ein leckeres vitaminreiches Mittagessen für den nächsten Tag.

Eine große Portion Vitamine kann ich jedenfalls gerade gut gebrauchen. Meine Stimme klingt nämlich so, wie ich mir die der Hexen aus Macbeth vorstelle. Hoffentlich wird’s keine Kohlkopfentzündung…
Schon gut, schon gut, das war der letzte Kohlwitz, versprochen!
Klappe zu, Rezept marsch. Ist eh besser für’s Stimmchen.

Krautsalat mit Süßkartoffel-Maisbrot
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Für 2 große oder 4 kleine Portionen
Für den Salat
  1. ¼ Rotkohl
  2. ¼ Weißkohl
  3. 150 g Rosenkohl
  4. 1 Apfel
  5. 1 EL Mandelmus
  6. 1 TL Zitronensaft
  7. 1 TL Wasser
  8. ½ TL Ahornsirup
  9. ½ Bund Koriander
  10. ½ Petersilie
  11. 2 EL Leinsamen
  12. 1 Prise Salz
Für das Süßkartoffel-Maisbrot
  1. 125 g Maismehl
  2. 140 g Polenta
  3. 3 TL Backpulver
  4. 1 TL Salz
  5. 1 Prise geriebene Muskatnuss
  6. 2 EL Kokosblütenzucker
  7. 2 Eier
  8. 150 g saure Sahne
  9. 5 EL Rapsöl
  10. 325 g Süßkartoffelpüree (aus gekochten Süßkartoffeln)
Instructions
  1. 1. Den Rotkohl und Weißkohl in dünne Streifen hobeln oder schneiden. Den Strunk von den Rosenkohlröschen abschneiden, die äußeren Blätter entfernen und die Röschen ebenfalls in feine Streifen schneiden. Zusammen in eine große Schüssel geben.
  2. 2. Aus dem Mandelmus, Zitronensaft, Wasser, einer Prise Salz und Ahornsirup ein Dressing anrühren. Über den Kohl geben und mit den Händen gut durchmischen. Das Dressing muss etwas "einmassiert" werden. Beiseite stellen
  3. 3. Den Ofen auf 180 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Eine Brownieform einfetten und mit Polenta ausstreuen. Das Maismehl mit der Polenta, dem Backpulver, dem Salz, Muskatnuss und Kokosblütenzucker in eine Schüssel geben und mischen. In einer kleineren Schüssel die Eier mit der sauren Sahne und dem Rapsöl verquirlen. Das Süßkartoffelpüree dazugeben und unterrühren. Die flüssigen Zutaten zu der Mehlmischung geben und alles zu einem glatten Teig verrühren. Den Teig in die Brownieform füllen und im vorgeheizten Ofen ca. 40 Minuten goldbraun backen.
  4. 4. Das Brot aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen. Währenddessen den Apfel in feine Spalten schneiden und die Kräuter fein hacken. Beides unter den Krautsalat heben. Den Salat mit Salz abschmecken und zum Schluss die Leinsamen darüber streuen. Mit dem Süßkartoffel-Maisbrot servieren.
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krautsalat mit maisbrot

 

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15 thoughts on “Krautsalat mit Süßkartoffelbrot – Esst mehr Kohl!

    1. Vielen Dank 🙂 es war auch wirklich einfach lecker 😉
      Viel Spaß beim Nachkochen!

      Liebe Grüße,
      Denise

  1. Ich liebe Krautsalat auch über alles – stehe dann immer vor der Herausforderung, die großen Kohlköpfe in meinem Singlehaushalt zu verwerten. Meistens bleibt nach ner rießen Portion Salat immer noch genügend übrig um ne halbe Kompanie satt zu kriegen 😉

    1. Haha, das kenn ich! Sind wahnsinnig ergiebig diese Kohlköpfe, ich such mir auch schon immer die kleinsten raus 😉

  2. Du hast absolut Recht, wir sollten viiiiel öfter Kohl essen. Und ich finde rohen Kohl klasse.. zumindest Weißkohl und Rotkohl.Rosenkohl mag ich selbst gekocht nicht so gerne, in seiner rohen Variante hab ich ihn noch nie probiert. Vielleicht ist das jetzt die Gelegenheit!
    Viele Grüße,
    Kathi

    1. Hallo Kathi,

      dann musst du unbedingt mal rohen Rosenkohl probieren! Schmeckt wiegesagt ganz anders, vielleicht kann er dich ja doch noch überzeugen 😉

      Liebe Grüße,
      Denise

  3. Liebe Denise,
    das schaut mal wieder köstlichst aus!
    Das Krautsalat-Trio würde mir zum Mittag äußerst gut gefallen, aber auch das Maisbrot spricht mich aufgrund der Farbe unheimlich an!
    Ein tolles Herbst-Rezept
    Viele liebe Grüße

    Tanja

    1. Hallo Tanja,

      vielen lieben Dank 🙂 Das Maisbrot kann ich zu jeder Tageszeit empfehlen, geht immer 😉

      Liebe Grüße,
      Denise

  4. Super Fotos, super Rezept! Nachdem ich aus dem Urlaub in Ridnaun Wellnesshotel zurückkomme, werde ich dieses Rezept ausprobieren. 🙂

  5. Hallo liebe Denise, das sieht mal wieder toll aus. Zwei klitzekleine Fragen: Kommt die Polenta zum ausstreuen der Backform auf die 140g oben drauf, oder sind 140g die Gesamtmenge? Und machst du das Süßkartoffelpüree noch mit irgendwelchen Zusätzen (wie z.B. Wasser)? Danke! Lieben Gruß, Lara

    1. Hallo Lara,

      die Polenta zum Ausstreuen ist in den 140 g nicht enthalten. Du kannst die Form natürlich auch mit Mehl ausstreuen.
      Süßkartoffeln sind an sich schon recht „saftig“, deswegen füge ich da kein Wasser mehr hinzu. Ich backe sie einfach im Ofen, entferne die Schale und püriere das orange Süßkartoffel-„Fleisch“.

      Liebe Grüße,
      Denise

  6. Hallo Denise,
    kann man das Brot auch nur mit Polenta backen? Hab jetzt gerade kein Maismehl da…oder lieber alternativ Dinkelmehl? Tolle Idee mit der Süßkartoffel im Brot. Ich hab neulich auch mal Brownies mit Süßkartoffel gebacken und seitdem habe ich immer welche im Kühlschrank.
    L.G. Conny

    1. Hallo Conny,

      nur mit Polenta würde es wohl auseinander fallen. Mit Dinkelmehl klappt es mit Sicherheit!

      Und ein Brownie-Rezept mit einer spannenden Zutat kommt auch bald auf den Blog 😉

      Liebe Grüße,
      Denise

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