Quinoa-Kürbis-Risotto. Ein altes Lieblingsgericht im neuen Gewand.

Na, ist bei euch noch Kürbis-Zeit? Bei mir schon!
Vor allem Kürbis-Risotto war lange Zeit eins meiner Lieblingsgerichte. 
Bis das hier kam. Ein Quinoa-Kürbis-Risotto. Und mein Lieblingsgericht wurde plötzlich noch besser. Saftig, herrlich orange, mit einem Hauch Amaretto. Ja, ihr lest richtig: Amaretto. Meine Geheimzutat für Kürbisrisotto.

kuerbis risotto quinoa

Ich muss ehrlich gestehen, ich war mir nicht sicher, ob es funktionieren würde. Ob ich den Reis in einem Risotto, der ja nunmal Hauptbestandteil und Namensgeber ist, einfach so durch Quinoa ersetzen konnte. Aber es hat geklappt. Und es schmeckte himmlisch. Ein paar Tricks muss man aber beachten. Die teile ich natürlich mit euch!
Vielleicht könnt ihr mir im Gegenzug helfen, einen vernünftigen Namen für das Ganze zu finden… 

quinoa kürbis risotto

quinoa risotto rezept

Ich mag ein klassisches Risotto unheimlich gern.
Mit Safran zum Beispiel, im Frühling mit Spargel und Zitrone, mit Pilzen im Spätsommer und im Herbst natürlich mit Kürbis. Viele Jahre habe ich mein Kürbisrisotto nach einem bewährten Rezept gemacht und immer war es köstlich. Dieses Jahr war es Zeit für eine kleine Änderung. Ich kann ja nie etwas so belassen, wie es ist, sondern muss immer wieder etwas neues ausprobieren. Mein Vorhaben: den Risotto-Reis durch Quinoa ersetzen.

Warum sollte man so etwas tun, fragt ihr euch?
Schlonzigen, köstlichen Reis durch Quinoa, dieses gehypte Superfood ersetzen?
Ganz einfach: weil es schmeckt! Ich mag Quinoa einfach richtig gerne, Hype und Superfood hin oder her. Klar gibt’s dann noch ein paar nette Nebeneffekte, wie die hervorragenden Nähwerte von Quinoa. Eine ordentliche Portion Eiweiß, jede Menge Magnesium und Eisen. Unterm Strich kann Quinoa nährwerttechnisch einfach mehr, als weißer Risotto Reis. Aber, das muss ich auch zugeben, ich hatte schon ein bißchen Angst, dass dieses Risotto mit Quinoa nicht so gut schmecken würde, wie mit Risotto Reis. Schließlich ist das Geheimnis eines guten Risottos ein guter stärkehaltiger Reis, der für die Cremigkeit (aka Schlonzigkeit) sorgt. Quinoa schlonzt nicht. Quinoa ist flockig, leicht und man kann jedes Korn einzeln zählen, wenn man mal nichts zu tun hat. 

quinoa kürbis risotto

Die Cremigkeit muss also woanders herkommen und dafür gibt’s verschiedene Tricks. Ich habe einfach etwas Kürbispüree und ganz klassisch Parmesan dazugeben, was vollkommen ausgereicht hat. Möchte man das Quinoa-Risotto vegan zubereiten, sorgt ein Esslöffel Mandelmus für Cremigkeit. Ihr seht, ganz einfach! Kein großes Geheimnis! 

Und jetzt kommt ihr ins Spiel! Das Kind braucht nämlich einen Namen. 
Nein, kein richtiges Kind und einen Hund hab ich mir auch nicht angeschafft. Auch keinen Hamster. Ich brauche einen ordentlichen Namen für dieses Gericht!
Ich finde nämlich Quinoa-Risotto ist ein Widerspruch in sich. Ist ja kein Riso im Risotto.
Wie würdet ihr ein Risotto aus Quinoa nennen? Quinotto? Quisotto?
 

Quinoa-Kürbis-Risotto
Für 2 Portionen
  1. 450 g Butternut Kürbis
  2. 1 EL Olivenöl
  3. ½ TL Meersalz
  4. 1 Prise Zimt
  5. 1 Prise Chiliflocken
  6. 150 g weißer Quinoa
  7. 1 TL Butter
  8. 1 Zwiebel
  9. 10 ml Portwein
  10. 500 ml Gemüsebrühe
  11. 100 Weißwein
  12. 3 Salbeiblätter
  13. 40 g Parmesan
  14. 3 EL Amaretto
  15. Salz und Pfeffer
Instructions
  1. 1. Den Ofen auf 200 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Den Kürbis schälen, die Kerne entfernen und das Kürbisfleisch fein würfeln (ca. 1 x 1 cm). Die Kürbiswürfel mit 1 EL Olivenöl, dem Meersalz, einer Prise Zimt und den Chiliflocken mischen, in eine ofenfeste Form geben und im Ofen ca. 15 - 20 Minuten garen, bis sie weich sind. Etwa zwei Hand voll von den Kürbiswürfeln zu Kürbispüree pürieren
  2. 2. Die Zwiebel fein hacken, den Quinoa gut waschen und den Parmesan reiben. 1 EL Butter in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln zusammen mit den Salbeiblättern darin anrösten. Den Quinoa gut abtropfen lassen und dazu geben. Mit dem Portwein ablöschen, dann mit dem Weißwein aufgießen. Einkochen lassen. Den Salbei entfernen, das Kürbispüree unterrühren. Nun eine Kelle heiße Gemüsebrühe hinzufügen und wieder einkochen lassen. Immer wieder Gemüsebrühe hinzufügen und einkochen lassen, bis der Quinoa bissfest gegart ist.
  3. 3. Die Kürbiswürfel unterrühren und gut unterrühren (ein paar zur Dekoration zurück halten). Zum Schluss den Parmesan in das Risotto geben und unterrühren. Mit dem Amaretto, Salz und Pfeffer abschmecken.
  4. 4. Das Risotto auf Teller geben und die restlichen Kürbiswürfel darüber streuen.
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13 thoughts on “Quinoa-Kürbis-Risotto. Ein altes Lieblingsgericht im neuen Gewand.

  1. Amaretto in ein Kürbis-Quinotto (ja, das finde ich klingt am besten 😉 )??? Verrückte Zutat – muss mal im Alkoholschrank suchen, ob ich da noch so was finde. Von Kürbis hab ich nämlich auch noch lange nicht genug gehabt! Liebe Grüße, Miriam

    1. Unbedingt ausprobieren! Mache ich seit Jahren nur noch so 🙂 Früher habe ich auch noch ein paar zerbröselte Amaretti (die kleinen Kekse) darüber gegeben. So gut 😀

      Liebe Grüße,
      Denise

  2. Quinotto klingt doch nett! So würde ich es nennen. 😉 und bei mir kommt auch immer ein grooooßer Schluck Amaretto an Kürbisgerichte, das passt einfach zu gut. (Oder eben in Form von zerbröselten Amarettini, die hab ich am allerliebsten auf Kürbislasagne mit Camembert. Der Knaller!) Liebste Grüße!

    1. Ich glaube ich tendiere auch zum Quinotto 😉

      Ganz genau, Kürbis und Amaretto sind zusammen einfach himmlisch 🙂 Auch mit Ricotta in einem Dessert. Oh my.. 😀

      Ganz liebe Grüße,
      Denise

  3. Definitiv Quinotto. Der Begriff wird sogar öfters so verwendet. Ist mir jedenfalls nicht nur einmal über den Weg gelaufen…
    Zum Rezept muss ich gar nichts mehr sagen. Super, super lecker.
    Mein Vater ist eigentlich ein Verweigerer von Beilagengerichten. Nur Kartoffeln und Nudeln gehen, ein bis zwei mal im Jahr ist auch Risotto drin, aber nur mit gaaaaanz viel Parmesan. Das jsz bei deinem Quinotto gar nicht nötig, weil es schon so viel Geschmack hat. Besonders toll finde ich den Ofenkürbis. Ich habe dabei schon die Hälfte der Würfel verputzt. Ich mache mir das oft zum Mittagessen mit geriebener Orangenschale und Thymian. Nur eins habe ich anders gemacht. Ich hatte Hokkaido, weil ich Butternutkürbis nicht sonderlich mag.

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