Rote Bete Burger – Burger Premiere!

Heute gibt es mal wieder einer Premiere auf Foodlovin‘: das erste Burgerrezept hier!
Ein großartig leckerer Burger mit Quittenchutney, Sesam-Krautsalat und Tahini-Honig-Soße. Mein Burger sollte schließlich nicht irgendein Burger werden sondern ein richtig guter Burger.
Und das wichtigste am Burger ist? Genau: ein würziges Patty.
Aus Fleisch? Ach nö, heut mal nicht. Stattdessen gibt es Rote Bete Burger.

rote bete burger

Ich glaube ja, die Rote Bete hatte dieses Jahr ihr großes Comeback. 
In ganz normalen Cafés ist mittlerweile Schoko-Rote-Bete-Kuchen zu finden.  
Mein Rote Bete Risotto hat es ins Finale des Food Blog Awards geschafft. Rote Bete Hummus war in aller Munde, Tina Tausendschön hat eine köstliche Pasta damit gefüllt, Frau Zuckerstein macht sogar Rote Bete Eis draus! 
Was kann ich da noch beisteuern, hab ich mich gefragt? Da kam mir die Idee!
Etwas, das ich wirklich schon länger machen wollte: Einen Rote Bete Burger. Mit ganz viel geilem Zeugs drauf. Eins dieser Gerichte das ich schon liebte, bevor es überhaupt greifbar war. I knew I loved you before I met you…und so. (Jetzt singt sie schon für einen Burger…. Ohje, ohje.)

rote bete burger foodlovin

veggie burger rote bete

Burger, der Food-Hype 2014/15. Und jetzt ist schon fast 2016.
So früh ich mit meinem Chai Tee dran war, so spät bin ich es mit den Burgern. Naja, Burger gehören ehrlich gesagt auch nicht wirklich zu meinen Alltags-Gerichten. Und beim Zubereiten dieses Burgers hab ich auch gemerkt warum: die sind ganz schön aufwändig, diese kleine gestapelten Brötchen.  

Erstmal wollen Burger Brötchen gebacken werden. Wenn man grad schonmal dabei ist und einen wirklich 100 % selbst gemachten Burger will, macht man die Brötchen natürlich auch selbst. Fluffige, leicht süßliche, buttrige Brioche Buns. Oder kernige Vollkorn Buns mit Körnern. Oder gar diese fancy Buns in schwarz.
Ganz ehrlich: Ich hab einfach glutenfreie Brötchen bei meiner liebsten glutenfreien Bäckerei gekauft. Das mit der Fluffigkeit ist beim glutenfreien Backen ja immer so eine Sache. Und Hefeteig und ich sind ja sowieso nicht die allerbesten Freunde. Weiteres Drama wollte ich mir in dem Fall ersparen. Wer also ein tolles Rezept hat, mag sich vielleicht bei mir melden?

vegetarischer burger rote bete

rote bete burger krautsalat

Dann braucht man Soßen, am besten mehrere.
Klar könnte man hier auf Ketchup und Mayo zurückgreifen. Aber als Foodblogger, Foodästhet und kreativer Küchenkopf will man so etwas Banales natürlich nicht auf seinem Burger. Nein, ein selbstgekochtes Quittenchutney sollte es werden. Dann natürlich die Pattys. Das Herzstück jeden Burgers. Vegetarisch, Gemüsig, gesund und so lecker, dass ich drei Rote Bete Buletten hintereinander verdrückt hab. Und irgendetwas Knuspriges, Knackiges muss auch drauf. Also fix einen Weißkohl gehobelt und Krautsalat draus gemacht. 

burger auf brett

Normalerweise hab ich ja kein Problem damit, meine Fotomodelle während eines Shootings nicht aufzuessen. Aber bei diesen Burgern wollte ich nur eins: Reinbeißen!
Wie das Chutney genüsslich an den Brötchen heruntertropfte, die Tahini-Honig-Soße sich ihren Weg durch ein Nest aus Krautsalat bahnte. Und das knusprige Rote Bete Patty so vor sich hinduftete. Da war es schon schwer, sich zu beherrschen.

Also, Bühne frei für den ersten Burger auf Foodlovin‘. Ich finde, es ist ein guter Burger geworden.

Rote Bete Burger mit Krautsalat
Für die Rote Bete Patties
  1. 500 g rote Bete
  2. 50 g Hirse
  3. 1 Ei
  4. 1 Zwiebel
  5. 1 TL Kokosöl
  6. 100 g Hirseflocken
  7. 1 EL Leinsamen
  8. 1 EL Kürbiskerne
  9. 1 EL Zitronensaft
  10. ¼ TL Chiliflocken
  11. 1 TL Cumin
  12. 1 Prise Paprikapulver
  13. ½ TL Meersalz
  14. Kokosöl zum Braten
  15. Evtl. etwas Mehl für die Konsistenz
Für den Sesam-Krautsalat
  1. ¼ Weißkohl
  2. 3 EL Weißweinessig
  3. 1 TL Zucker
  4. ½ TL Salz
  5. 2 EL Rapsöl
  6. 1 EL Honig
  7. 1 EL weißer und schwarzer Sesam (geröstet)
  8. ½ TL Sesamöl
Für das Quitten-Chutney
  1. 500 g Quitten
  2. 2 EL Zitronensaft
  3. 1 Zwiebel
  4. 250 g Gelier-Zucker (1:1)
  5. 1 Stück Ingwer (ca. 1 cm)
  6. 125 ml Apfelsaft
  7. 50 ml weißer Balsamico Essig
  8. 1 Zimtstange
  9. 2 Sternanis
  10. 1 Prise Salz
Für das Tahini-Honig-Dressing
  1. 2 EL Tahini
  2. 2 EL Honig
  3. 1 Spritzer Zitronensaft
Für den Burger
  1. 6 Burger Brötchen
  2. Rote Bete Sprossen
  3. 6 Salatblätter
Instructions
  1. 1. Zuerst das Quittenchutney vorbereiten (am Besten schon am Vortag). Die Quitten putzen, schälen, das Kerngehäuse entfernen und die Quitten in kleine Würfel schneiden. Mit dem Zitronensaft in einen Topf geben. Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Zu den Quitten in den Topf geben. Den Ingwer dazuhobeln, alles erhitzen und ca. 5 Minuten köcheln lassen. Den Apfelsaft, Essig und die Gewürze dazugeben und alles ca. 30 Minuten köcheln lassen, bis die Quitten sehr weich sind. Die Gewürze entfernen. Den Gelierzucker und das Salz unterrühren und 3 Minuten sprudelnd kochen lassen. In Marmeladengläser füllen, verschließen und abkühlen lassen.
  2. 2. Rote Bete waschen und schälen (dabei am Besten Handschuhe tragen). Die Knollen vierteln und in eine Auflaufform legen. Im vorgeheizten Backofen (200 °C bei Ober- und Unterhitze) ca. 45 Minuten garen, bis die Rote Bete bissfest ist. In der Zwischenzeit die Hirse nach Packungsanleitung kochen und abgießen. Die Zwiebel fein würfeln und in 1 TL Kokosöl anbraten.
  3. 3. Die gegarte Rote Bete etwas auskühlen lassen, dann grob hobeln oder im Zerkleinerer in grobe Stücke hacken (Achtung, nicht zu Püree verarbeiten!). Die gehobelte Rote Bete zusammen mit den gebratenen Zwiebelwürfeln und der Hirse eine große Schüssel geben. Das Ei, die Hirseflocken, Leinsamen und Kürbiskerne sowie den Zitronensaft und die Gewürze dazugeben und alles zu einer Masse verkneten. Etwa 10 Minuten ruhen lassen. Lässt sich die Masse danach nicht gut formen, evtl. etwas Mehl hinzufügen.
  4. 4. Den Weißkohl in feine Streifen hobeln. In einer großen Schüssel mit dem Zucker, ½ TL Salz und 2 EL Essig mischen und mit den Händen durchkneten. Ca. 30 Minuten stehen lassen.
  5. Für die Vinaigrette den Honig, 1 EL Essig und etwas Salz und Pfeffer verrühren. Das Rapsöl unterschlagen und die Sesamkörner unterrühren. Zum Schluss mit dem Sesamöl abschmecken. Die Vinaigrette zum Weißkohl geben und gut durchmischen.
  6. 5. Die Zutaten für das Tahini-Honig-Dressing gut miteinander verrühren. Evtl. etwas Wasser hinzufügen.
  7. 6. Aus der Rote Bete Masse 6 Bratlinge formen. Etwas Kokosöl in einer Pfanne erhitzen und die Patties darin nacheinander ausbacken. Im Ofen warmhalten.
  8. 7. Die Burger Brötchen aufschneiden und mit einem Salatblatt belegen. Je ein EL Quittenchutney darauf geben, dann die Rote Bete Patties darauf legen. Eine Hand voll Krautsalat darauf verteilen und mit dem Tahini-Honig-Dressing beträufeln. Zum Schluss ein paar Rote Bete Sprossen auf den Burger geben und die zweite Brötchenhälfte aufsetzen. Fertig!
Foodlovin' http://foodlovin.de/
rote bete burger krautsalat 

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9 thoughts on “Rote Bete Burger – Burger Premiere!

  1. Hallo Denise,

    ich habe deinen Blog zufällig entdeckt und bin total angetan von Deinen Kreationen.
    Da schlägt das Gourmet Herz gewaltig aus.

    Ich glaube ich kann gar nicht anders als hier so gut wie alles nach zu machen 😉

    Liebe Grüße,
    David

    P.S. ich hoffe es schmeckt aber auch so wie es präsentiert wird, aber da bin ich mir sicher!

    1. Hallo Dave,

      na dann, herzlich Willkommen hier 🙂 Freut mich, dass es dir hier gefällt.

      Die Rezepte sind alle von mir gekocht und gegessen 😉 Und weitere Testesser haben sich auch noch nicht beschwert 😉

      Viel Spaß beim Kochen!

      Liebe Grüße,
      Denise

  2. Hallo Denise,

    der Burger sieht aufregend aus – fehlt nur noch die kleine Warnung sich nicht mit einer weißen Bluse an den Genuß zu machen.
    Zutaten für 8 – 10 Buns ziemlich gelingsicher
    350 ml lauwarmes Wasser •1 Päckchen Trockenhefe • 500 Mehl •1 Tl Zucker • 2 Tl Meersalz •1 Tl frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer • 2 El gutes Olivenöl – evtl 1 El. Pesto – Hefeteig nach Grundrezept Hefeteig bereiten und vor allen Dingen reichlich lange gehen lassen 70-80 min im ersten Gang. Dann noch einmal durchkneten in die gewünschte Menge Buns teilen und ca 30 – 40 min gehen lassen. Ob Du dann die Buns im geschlossenen Grill bäckst oder traditionell im Backofen – 220°C 8- 12 min. Diese Buns lassen sich einfrieren. Ich schneide sie gerne in 3 Scheiben- da ich gerne hohe Burger baue 😉

    Dein RB-Patty wird ausprobiert. ich werde Dir berichten. LG von Grillse

    1. Ich habe es geschafft, den Burger ohne größere Unfälle zu essen und traue das meinen Lesern durchaus auch zu 😉

      Dein Brötchenrezept ergibt zwar recht solide Brötchen, aber nicht die fluffigen, buttrigen, weichen Brioche-Buns, die man sich für einen Burger wünscht – die obendrein auch noch glutenfrei sein müssen. Aber zum Glück schmecken die Patties auch so 🙂

      Liebe Grüße,
      Denise

  3. Hallo liebe Denise 🙂
    ich möchte die Burger morgen für Freunde nachkochen und ich hatte leider keine Zeit testzukochen. Gibt es noch einen letzten Tip, was ich auf keinen Fall vergessen darf oder auf was ich auf jeden Fall achten muss? Oder kann da nichts schief gehen, wenn ich mich streng an die Anletung halte.
    Viele Grüße und danke für die vielen schönen Rezepte 🙂
    Berit

      1. in zwanzig Minuten kommen die Gäste 🙂 bis jetzt sieht alles gut aus. Ist alles fertig, muss nur noch gebraten werden. Ich werde berichten 😉

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