DIY: Mandelmilch selbst machen – ganz einfach!

Ein absolutes Muss in meinem Kühlschrank: Mandelmilch. 
Ohne Mandelmilch ist blöd. Dann habe ich nichts für einen Matcha Latte, nichts für einen Bananen-Smoothie und nichts für Pancakes. Nein, Mandelmilch muss wirklich immer da sein.
Aber sie selbst machen? Ich wusste, dass das geht. Aber irgendwie hatte ich darauf bis jetzt keine Lust. 

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Irgendwann siegte die Neugier und ich habe es doch ausprobiert.
Das Rezept für selbst gemachte Mandelmilch habe ich euch mitgebracht – mit ein paar Tipps, was dabei zu beachten ist. Es schmeckt herrlich nach Vanille und wer mag, süßt die Mandelmilch mit ein paar Medjool Datteln.
Und den wahren Grund, warum ich Mandelmilch bisher nicht selbst gemacht habe, verrate ich euch auch… 

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Was mich bisher immer davon abgehalten hat, Mandelmilch selbst zu machen?
Der Nussmilchbeutel.
Ich finde dieses Wort so unfassbar unsexy und unappetitlich (irgendwo zwischen Mullbinde und Schleimbeutel mit der Optik einer Bauch-Weg-Unterhose in Größe 52. Uah!). Ich wollte mir einfach keinen Nussmilchbeutel anschaffen.
Achso, einen Nussmilchbeutel braucht man für die Herstellung von Nussmilch, um die Milch zu filtern und die Nussreste zu entfernen.
Ich bin standhaft geblieben, ich besitze so ein Dingen immer noch nicht. Man kann die Mandelmich nämlich auch ganz einfach durch ein sehr feinmaschiges Sieb oder ein grobes Küchentuch gießen. Nimm das, Nussmilchbeutel.

Ganz unaufwändig bleibt die Herstellung von Mandelmilch trotzdem nicht, zumindest ist eine keine spontane Aktion. Die Mandeln müssen nämlich im besten Fall 24 Stunden in Wasser einweichen. Auch das habe ich zum ersten Mal gemacht.
Ich habe zwar schon Cashews für verschiedene vegane Rezepte eingeweicht oder Datteln – aber noch nie Mandeln. Und ich werde es nie wieder anders machen. Eingeweichte Mandeln schmecken so gut! Sie sind weicher, saftiger und aromatischer als die harten trockenen Nüsse, die man kauft. Außerdem sind sämtliche Nährstoffe für den Körper leichter zugänglich und Spuren von Schadstoffen beseitigt. Allerdings sollte man eingeweichte Mandeln innerhalb weniger Tage essen oder verarbeiten. Zum Beispiel zu Mandelmilch.

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Was man für Mandelmilch allerdings wirklich braucht, ist ein ordentlicher Mixer. Schließlich wollen wir hier aus Nüssen Milch machen. Da braucht’s schon ein bißchen Power.
Mit dem Kitchen Aid Magnetic Drive Mixer klappt das wunderbar. Auf der voreingestellten Stufe für Saft werden die Mandeln und Datteln so fein gemixt, dass keine sichtbaren Stücke mehr zurück bleiben. Trotzdem gieße ich die Mandelmilch im Anschluss durch ein Sieb, wo noch eine feine Mandelmasse zurückbleibt und die Milch etwas dünnflüssiger wird. Die restliche Mandelmasse kann man übrigens aufheben und zum Backen verwenden. Wir wollen ja nichts verschwenden hier.

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Mandelmilch und ich, das ist einfach eine ganz lange Love-Story. 
Auf amerikanischen Blogs entdeckt als es sie noch gar nicht in Deutschland zu kaufen gab. Dann etwas verwundert darüber wie das Zeug schmeckt, als ich es in den USA probiert habe bis heute, wo es Mandelmilch sogar schon beim Discounter gibt. Ein langer Weg. Aber Kuhmilch ist auf Nimmerwiedersehen aus meinem Kühlschrank verbannt und zu Sojamilch greife ich nur im äußersten Notfall.

Was allerdings auch sehr lecker ist, sind andere Sorten Nussmilch.
Genau wie die Mandelmilch hergestellt wird, könnt ihr auch Haselnussmilch, Kürbiskernmilch, Cashewmilch und und und herstellen.
Das Prinzip bleibt immer dasselbe.

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Mein Fazit: Ich muss ehrlich sagen für den täglichen Gebrauch ist es mir schon etwas zu aufwändig, zumal es gute Mandelmilch ohne Zucker und Zusatzstoffe zu kaufen gibt.
Zum Genießen, ganz Pur, nur mit etwas Vanille und Datteln ist selbst gemachte Mandelmilch allerdings eine richtige Leckerei. Auch für selbst gemachtes Eis oder einen Bananen-Smoothie ist das was ganz Feines.
Es lohnt sich also auf jeden Fall!

Mandelmilch
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Ingredients
  1. 200 g Mandeln
  2. 1 l Wasser
  3. 2 Medjool Datteln
  4. Mark einer Vanilleschote
Instructions
  1. 1. Die Mandeln mindestens 12 Stunden in kaltem Wasser einweichen. Danach das Wasser abgießen und die Mandeln gut abspülen. Zusammen mit 1 l Wasser, dem Mark einer Vanilleschote und 2 Medjool Daten (vorher entkernen!) in den Mixer geben und erst auf niedriger, dann auf höchster Stufe pürieren, bis keine Stücke mehr zu sehen sind.
  2. 2. Die Mandelmilch dann durch ein sehr feinmaschiges Sieb oder ein grobes Küchentuch gießen. Die Mandelreste anderweitig verwenden (z.B. zum Backen) und die Mandelmilch im Kühlschrank aufbewahren. Sie hält sich ca. 2 - 3 Tage.
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Hinweis: Der Kitchen Aid Artisan Magnetic Blender wurde mir zum Testen zur Verfügung gestellt. Meine Meinung darüber bleibt davon unbeeinflusst.

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13 thoughts on “DIY: Mandelmilch selbst machen – ganz einfach!

  1. Liebe Denise,
    Mandelmilch ist wirklich eine Köstlichkeit!
    Leider ist die Mandel im Moment mit 8000ltr/kg nach Rindfleisch (15000Ltr/kg) eines der bewässerungsintensivsten Lebensmittel, was sie hauptsächlich der Bewirtschaftung der amerikanischen Mandelplantagen verdankt. Wenn man die Möglichkeit hat, lohnt es sich auf jeden Fall, nach Europäischen Ausschau zu halten!
    Liebe Grüße
    Charlotte

    1. Hallo Charlotte,
      das ist interessant, das wusste ich auch noch nicht. Werde mich mal schlau machen.

      Liebe Grüße,
      Denise

  2. Kleiner Nachtrag:
    … Dein Rezept läßt sich auch super auf Haselnussmilch anwenden, und Haselnüsse werden z.B. auch in Deutschland angebaut!

    Liebe Grüße
    Charlotte

  3. Mandelmilch finde ich auch toll und es ist gar nicht schwer, sie selbst zu machen! Der gute Mixer ist aber echt Vorrausetzung, sonst macht es keinen Spaß 🙂
    Deine Fotos sind wie immer zauberhaft!
    Liebe Grüße,
    Ela

    1. Ja ich glaube mit einem schlechten Mixer ist es eine sehr nervige Angelegenheit!
      Vielen lieben Dank 🙂

      Liebe Grüße,
      Denise

  4. Hallo Denise,
    sehr lecker sieht deine Mandelmilch aus. Habe sie auch oft selbst gemacht, aber wie du schon sagst, es ist aufwändig und ich musste oft die Hälfte wegwerfen, da sie sich nur kurz aufbewahren lässt. Ich hab noch keine gute Mandelmilch ohne viele Zusätze im Handel gefunden….vielleicht hast du ja einen Tipp?
    L.G. Conny

    1. Hallo Conny,
      ja das stimmt, man muss sie schnell verbrauchen.
      Ich mag die Mandelmilch (und auch alle anderen Sorten) von Provamel sehr gerne. Die gibt es auch ungesüßt.

      Liebe Grüße,
      Denise

      1. Danke Denise, habe die Provamel gestern gekauft. Mein Porridge wurde damit sehr lecker cremig. Im Kaffee allerdings mochte ich die Milch nicht, obwohl sie super aufschäumt. Aber der Geschmack…naja, irgendwie grisselig… nicht so cremig wie ich den Latte macchiato gewöhnt bin. Hmmm, da muss ich noch weiter suchen nach dem optimalen Kuhmilchersatz 🙂
        L.G. Conny
        Dein Blog ist übrigens ganz wundervoll und gibt mir immer wieder Inspiration :)))

        1. Hallo Conny,

          was du schreibst stimmt, die flockt in Kaffee manchmal aus. Aber auch nicht immer. Hinter das Rätsel bin ich noch nicht gestiegen… Ich bin ja ganz neu auf Hirsemilch gekommen. Die ist dünnflüssiger, etwas süßer und ober-köstlich 🙂
          Danke für das Kompliment, das freut mich sehr!

          Liebe Grüße,
          Denise

  5. Liebe Denise,
    wen wundert’s – same here, ohne Mandelmilch geht gar nichts! 😉 Mal selbstgemacht, mal gekauft, aber ohne mach ich es nicht! Deine Version hört sich toll an und sieht auch ganz zauberhaft aus! Einen „Nussmilchbeutel“ hab ich übrigens auch nicht, bei mir tut es ein feines Leinentuch 🙂
    Ganz liebe Grüße und eine schöne Woche dir!
    Theresa

    1. Hallo Theresa,
      wundern tut mich gar nichts mehr 😀
      Und schön, dass du auch einen Weg ohne komischen Beutel gefunden hast 😉

      Viele liebe Grüße,
      Denise

  6. Hallo 🙂

    Das klingt sehr gut, und find ich jetzt gar nicht sooooo aufwendig – das einweichen geht ja von allein 😉
    Aber wofür sind denn die Datteln … und gehts auch ohne …?

    lg
    biggi

    1. Hallo Biggi,

      die Datteln süßen die Mandelmilch ein bißchen. Das ist sehr lecker, aber nicht notwendig.

      Liebe Grüße,
      Denise

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