Vegan kann jeder – Nadine und Jörg von Eat This! zu Gast bei Foodlovin‘

Meine heutigen Gäste sind gleich zu zweit: Nadine und Jörg vom veganen Blog Eat This!
Die beiden habe ich letzten Sommer kennen gelernt, als wir Workshops auf der Messe Eat & Style gehalten haben. Und kurz darauf habe ich sie schon beim Finale des Foodblog Awards wieder getroffen. Die beiden sind einfach unheimlich sympathisch, nett und auf dem Boden geblieben. Hinter ihrem Erfolg müssen sie sich aber nicht verstecken: Im Februar kommt bereits ihr drittes Kochbuch Vegan Street Food heraus.
Heute erzählt uns Jörg, wie die beiden überhaupt zu veganer Ernährung gekommen sind und warum es für sie genau das Richtige ist.
Und als hätten sie meine Liebe zu Barbecue Soße erahnt, gibt es ein Rezept für Barbecue Blumenkohl Bites mit Avocadosalsa. Genau meins!

gastblogger eat this bei foodlovin

Nadine und ich leben mittlerweile seit über 10 Jahren vegan. Und da wir beide vor dem Schritt zum Veganismus bereits einige Jahre vegetarisch lebten, mussten wir uns früher oder später sozusagen zwangsläufig mit Ernährung und mit Lebensmitteln beschäftigen.
So ein Glück, dass wir beide recht früh entdeckt haben, dass uns das Kochen eigentlich recht viel Spaß macht, nicht wahr?

blumenkohl bites mit barbecue soße

gebackener blumenkohl mit avocado salsa
Es macht uns sogar so viel Spaß, dass wir beim Kochen direkt vergaßen, was wir da gerade „zusammengerührt“ haben und somit verschwanden viele Rezepte im Nirvana. Und da waren selbstverständlich auch Rezepte dabei, die dort ganz gut aufgehoben waren – die leckeren hätten wir allerdings gerne behalten.

Anfang 2011 kamen wir auf die Lösung: Wir packen die Rezepte ins Netz. Zunächst mal für uns, aber vielleicht interessieren sich ja auch andere Veganer dafür, was wir in der Küche so treiben.
Spulen wir mal 5 Jahre vor. 2016 haben wir mit Vegan kann jeder und Vegan frühstücken kann jeder bereits zwei Kochbücher veröffentlicht und mit Vegan Street Food steht das Dritte für den Februar in den Startlöchern.
Aber nun mal genug Schleichwerbung. Denise bat uns, vom Veganismus zu berichten. Von den Vorzügen und wie wir dazu kamen, auf tierische Produkte zu verzichten. Und das können wir ihr natürlich nicht abschlagen.

gebackener blumenkohl mit barbecue soße

Wie wir zum Veganismus kamen
Die Frage ist eigentlich schnell beantwortet. Während ich etwas länger mit mir rang und vegetarische Phasen hatte, haute Nadine relativ früh mit 12 Jahren Zuhause auf den Tisch und meinte, es ihren Eltern ab sofort in der Küche schwerer zu machen, denn sie wäre jetzt Vegetarier. Aus ethischen Gründen, denn wegen ihr soll kein Tier geschlachtet werden.

Damals (ja, wir sind alt) war das Thema Veganismus lange nicht so omnipräsent wie heute und Informationen nicht so zugänglich. Schlussendlich lautete aber bei uns beiden um 2005/06 herum die Konsequenz, dass es nicht reicht, vegetarisch zu leben, denn auch andere tierische Produkte außer dem Fleisch verursachen Tierleid und vieles mehr. Eine vegane Ernährung verbessert beispielsweise auch die eigene CO2-Bilanz in einem hohen Maß und trägt zur Ressourcenschonung bei. Dass eine ausgewogene vegane Ernährung zudem gesünder ist, war erst mal nebensächlich.

blumenkohl-barbecue
Aber das ist ja das Tolle an der Sache: Man isst gesünder! Theoretisch zumindest.
Natürlich nicht, wenn man einfach nur konventionelle Fertigprodukte gegen vegane austauscht. Denn auch wenn die Themen „Clean Eating“ und Veganismus häufig in einem Satz genannt werden, muss eine vegane Ernährung nicht zwangsläufig gesund sein.
Gerade die trendbedingt stark umworbenen Fleisch-, Wurst- und Käseersatzprodukte stehen dabei in der Kritik. Zu viel Salz, zu viel Fett.
Gesunde Ernährung geht natürlich anders und auch das wollen wir auf eat this! zeigen. Denn wenn man Spaß am saisonalen Gemüseshopping auf dem Wochenmarkt hat, muss man sich um die häufig zitierten Nahrungsergänzungsmittel kaum Gedanken machen.

Und ja, das schmeckt auch. Um das zu „beweisen“ haben wir den Foodlovin’-Lesern auch ein Rezept mitgebracht. Unsere gebackenen Blumenkohl-„Wings“ mit Avocado-Salsa sind voller Mineralstoffe und B-Vitaminen, glutenfrei und fettarm und schmecken als Fingerfood, als Salatbeilage oder auf Reis einfach lecker.

Gebackene Barbecue-Blumenkohl-Bites mit frischer Avocado-Salsa
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Für die Blumenkohl-Bites
  1. 1 Blumenkohl (ca. 1 kg in Röschen geteilt)
  2. 125 g Reismehl
  3. ¾ TL Salz
  4. ¼ TL Pfeffer
  5. ½ TL geräuchertes Paprikapulver
  6. 275 ml heißes Wasser
Für die Barbecue-Sauce
  1. 1 Schalotte
  2. 1 EL Kokosöl
  3. 3 Datteln
  4. 2 Knoblauchzehen
  5. 300 ml Tomatenpassata
  6. 2 EL Rotweinessig
  7. 1 EL dunkle Sojasauce
  8. ¾ TL mittelscharfer Senf
  9. 1 TL Kumin
  10. ½ TL geräuchertes Paprikapulver
  11. ¼ TL Piment
  12. ¼ TL Salz
Für die Avocado-Salsa
  1. 1 Avocado
  2. 1 Schalotte
  3. ½ rote Chili
  4. ¼ Bund frischer Koriander
  5. Saft ½ Limette
  6. ¼ TL Salz
Instructions
  1. 1. Backofen auf 230°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Blumenkohl-Röschen in mundgerechte Stücke schneiden. Reismehl mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver vermischen, mit heißem Wasser aufgießen und mit einem Schneebesen zu einem glatten Teig verrühren. Blumenkohl-Bites einzeln in den Teig tauchen, kurz abtropfen lassen und auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech verteilen.
  2. 2. 20 Minuten backen. Nach 15 Minuten wenden. Währenddessen die Schalotte in feine Würfel schneiden, Kokosöl in einen heißen Topf geben und die Schalottenwürfel darin bei mittlerer bis hoher Hitze 5 Minuten unter Rühren anschwitzen.
  3. Datteln und Knoblauchzehen fein hacken und zu den Schalottenwürfeln geben und 1 Minute karamellisieren lassen. Mit Tomatenpassata ablöschen und den Herd auf niedrige Hitze stellen.
  4. Die übrigen Gewürze dazu geben und 20 Minuten einköcheln lassen.
  5. 3. Nach der Backzeit die Blumenkohl-Bites aus dem Ofen nehmen, erneut wenden, mit einem Pinsel leicht mit der Barbecue-Sauce bestreichen und weitere 5 Minuten im Ofen knusprig werden lassen. Für die Avocado-Salsa Avocado und Schalotte würfeln, Chili in feine Ringe schneiden und Koriander fein hacken. Alle Zutaten vermengen und mit Limettensaft und Salz abschmecken.
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15 thoughts on “Vegan kann jeder – Nadine und Jörg von Eat This! zu Gast bei Foodlovin‘

  1. Sehr schöner Beitrag! Ich finde es super gut, dass ihr angemerkt habt, dass sich Veganer mit ihrer Ernährung auseinandersetzen sollten. Ich kenne viele, bei denen das super klappt, aber auch ein, zwei Personen, die aus gesundheitlichen Gründen wieder eine Stufe „hinunter“ gestiegen sind und nun glückliche Vegetarier sind. Welche Entscheidung wir auch immer treffen, eine ordentliche Portion Hintergrundwissen ist nie verkehrt! Nachhaltigkeit, Tierrecht und Gesundheitsaspekte…alles wichtige Themen. Super, dass ihr diese mit richtig leckerem Essen vermittelt! 🙂
    Liebe Grüße, Emilie

    1. Schön, dass er dir gefallen hat Emilie 🙂
      Was du sagst ist absolut wahr, man muss sich mit veganer Ernährung beschäftigen, damit es wirklich gut klappt. Und da nehmen uns Nadine und Jörg ja an die Hand 🙂

      Liebe Grüße,
      DEnise

  2. Ich folge eurem Blog schon super lange und finde eure Kreationen einfach immer grandios!
    Das Rezept beweist mal wieder, wie lecker gesundes Essen einfach sein kann!!
    Liebe Grüße
    Jenny

    1. Das freut die beiden bestimmt sehr! Ich finde die Rezept auch immer fantastisch 🙂

      Liebe Grüße,
      Denise

  3. Ich folge eurem Blog schon super lange und finde eure Kreationen einfach immer grandios!
    Das Rezept beweist mal wieder, wie lecker gesundes Essen einfach sein kann!!
    Liebe Grüße
    Jenny

  4. Hallo,
    ich habe gerade versucht das Rezept nach zu kochen. Reismehl mit den Gewürzen und heißem Wasser
    ergab nur ein dicke Paste vom Format Fensterkitt, an eintauchen und abtropfen lassen ist überhaupt nicht zu denken.Was habe ich falsch gemacht?

    1. Hallo Renate,

      Oh, das tut mir leid. Du hast gar nichts falsch gemacht! Ich fürchte da hat sich ein Tippfehler bei der Mehl Menge eingeschlichen. Ich frage bei Nadine und Jörg nach und ändere es dann ab!
      Ich würde aber versuchen, einfach viel weniger Mehl zu nehmen, so dass eine Art flüssiger Pfannkuchenteig entsteht. Damit sollte es funktionieren 🙂

      Liebe Grüße,
      Denise

  5. Ist das mit der Mehlmenge inzwischen geändert? Ich würde das Gericht gerne nachkochen,bin mir jetzt aber unsicher.

    1. Ja, ist geändert! Ansonsten hilft es auch , ein bißchen mit dem Gefühl zu kochen 😉
      Viel Spaß beim Ausprobieren!

      1. Nach Gefühl kochen mach ich schon auch, aber nicht wenn ich ein neues Rezept ausprobiere. Da mach ich es beim ersten Mal gerne genau nach Rezept!
        Danke für die schnelle Antwort

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