Belfast Food Diary.

Ich war in Belfast. 
Belfast hat mich überrascht. Ich wusste nicht, was mich erwarten würde und hatte deswegen keine Vorstellung oder Vorurteile. Na gut, ein paar Klischees über Iren mal beiseite gelassen. Aber dass man dort so gut essen und so viele leckere Dinge entdecken kann – das hätte ich nicht gedacht. Belfast ist ein Food-Hotspot, vielleicht noch ein Food-Geheimtipp.

Belfast food diary

Dementsprechend haben wir uns regelrecht durch die Stadt gefuttert. Grund für mich, mal etwas Neues auszuprobieren: ein Food Diary.

2016 ist in Nordirland das Year of Food.
Als ich das las, hätte ich es ja eigentlich schon ahnen können: die haben da was zu bieten, die Nordiren. Eine erste Ahnung ergab sich, als ich mir ein paar Restaurant-Website ansah. Alle Restaurants sind durchgestylt, schick, hip. Die Karten lesen sich kreativ. Und die Ahnung sollte sich tatsächlich bestätigen.

Deanes Love Fish.
Am ersten Abend geht es in ein Fischrestaurant, das Deanes Love Fish. Ich freue mich drauf, gerade in Restaurants bestellte ich sehr gerne Fisch. Außerdem bin ich von der langen Anreise wirklich hungrig. 
Das Deanes Love Fish ist hell und schick eingerichtet und sehr gut besucht. Ich bestelle einen butterweichen Kabeljau und auch der Lachs sieht fantastisch aus. Als Beilage gibt es sogar einen Kale Salad. Gesund und frisch, so mag ich das!

deanes love fish

deanes love fish belfast

deans love fish restaurant


Coppi – einfach die Zeit vergessen.
Ich weiß nicht wie lange wir am Samstag bei Coppi zu Mittag gegessen haben. Wir haben die Zeit vergessen. Aber wenn man mittags mit Prosecco beginnt und bei Butterkäse aufhört, darf man die Zeit schonmal vergessen. Bei Coppi gibt es italienische Köstlichkeiten. Risotto, Pizza, hausgemachte Ravioli, Fleischbällchen.
Und dieser Käse. Oh mein Gott, dieser Käse. Mit einem Chutney aus Wassermelonen-Rinde eine Kombination die im Mund explodiert.
Hier kann man es sich einfach gemütlich machen und ein herrlich entspannten Samstag mittag verbringen.

belfast restaurant coppi

coppi in belfast

coppi restaurant belfast

James St. South 
Nach dem reichhaltigen Mittagessen hatten wir eigentlich gar nicht so großen Hunger. Aber dann klang die Karte im James St. South einfach zu lecker. Wir bestellen ein paar kleinere Vorspeisen und stellen sie in die Mitte des Tisches. Gebeizter Lachs, Spargel mit Chorizo, etwas Schinken. Das James St. South beeindruckt mich vor allem durch perfekt angerichtete Teller. 
Zum Hauptgang gibt es ein Steak aus der Region, dazu die typisch irische Beilage: Champ. Kartoffelpüree mit Kräutern.
Obwohl das Restaurant eher elegant ist, ist die Stimmung trotzdem nicht steif. Am Nachbartisch sitzen zwei ältere Ehepaare, gepflegt und sehr schick gekleidet. Da wir nicht gerade unauffällig sind mit unseren vier Kameras fragen sie uns, wo wir herkommen und was wir in Belfast machen. Sie sind so interessiert und nett und bei mir bleibt ein sehr positiver Eindruck zurück.

restaurant belfast james st south

erbsenrisotto belfast

menu james st south belfast


Belfast Food Tour
Samstags haben wir auch eine Food Tour mitgemacht.
Eine kulinarische Stadtführung durch den St. Georges Market, durch kleine Manufakturen und Restaurants.
Allein dem St. Georges Market könnte ich einen ganzen Vormittag widmen. Die Stimmung ist fröhlich, es wird Musik gespielt, probiert und für das Wochenende eingekauft. Alle Produkte stammen natürlich aus der Gegend, von herrlich süßen Erdbeeren bis zu grasgefüttertem Rind und frischem Fisch. Wiegesagt, ich hätte auch nur dort viel Zeit verbringen können, aber es gab ja noch so viel zu sehen!

Bei Co Couture probieren wir Schokolade, die zu den Besten der Welt gehört. Sie wird aus der rohen Kakaobohne vor Ort in Belfast produziert, also Bean-to-Bar, auf sämtliche Zusatzstoffe wird verzichtet.
Im Cathedral Viertel entdecken wir einige Pubs. Das John Hewitt kann sich nicht nur mit dem fantastischen Jawbox Gin rühmen, sondern auch mit dem allerersten Auftritt von Mumford & Sons – vor deren Durchbruch.
Sawers ist wohl Nordirlands ältester Supermarkt und steckt voller kulinarischer Entdeckungen. Auf kleinstem Raum findet man hier Käse, Wurst, frisches Brot, Obst und Gemüse, aber auch internationale Produkte und die oder andere Rarität.

Unser Food-Guide Phil war mit unglaublich viel Spaß bei der Sache und stolz, uns sein Belfast zu zeigen. 
Mehr Infos zu den Food-Tours gibt es bei Taste & Tour.

belfast food tour guide

meat pie belfast

suki tea belfast

sawers belfast

belfast food tour snacks

Berts Jazz Bar im The Merchant Hotel.
Und schon war der letzte Abend gekommen. Grund genug, um nochmal zu Genießen. Dafür geht es in das Boutique Hotel The Merchant, in Berts Jazz Bar. Das Hotel an sich hat es mir schon sehr angetan. Berts Jazz Bar ist sehr stylish mit dunkelroten Samtsesseln eingerichtet. Als Vorspeise bestellen wir diesmal kleine Knabbereien. Pastinaken Chips, Salted Caramel Popcorn, Oliven. Dazu Prosecco und einen gebackenen Camembert. Ich kann nicht anders und muss als Hauptgang nochmal ein Irish Beef bestellen. Hier kann ich sicher sein, dass das Fleisch aus der Region stammt. Es schmeckt einfach fantastisch.

Und beim Dessert gerieten die Dinge irgendwie außer Kontrolle. Irgendwie wollte ich gar kein Dessert. Zum Schluss standen zwei Desserts vor mir.
Eine Crème Brûlée und ein Schokoladenfondue. Nun, man soll die Feste feiern wie sie fallen. Ich löffle mich erst mit der Crème Brûlée in den Himmel und spiele dann noch ein bißchen mit dem Schokoladenfondue. Ein perfekter Abschluss für ein paar sehr köstliche Tage in Belfast. 

berts jazz bar belfast
Was mich in Belfast wirklich überrascht hat war die Offenheit und das Verständnis im Bezug auf meine Glutenintoleranz. Da hatte ich nämlich schon so meine Befürchtungen, weil ich von Reisen in andere Länder weiß, dass das Thema noch nicht überall angekommen ist. In Nordirland schon! Offiziell ist 1 aus 10 Nordiren glutenintolerant, man vermutet aber eher 1 aus 5. Glutenintoleranz ist genetisch bedingt hier so weit verbreitet, wie nirgendwo sonst. Dementsprechend gibt es wirklich überall glutenfreie Angebote. Brot, Kuchen, ich bin im Schlaraffenland. 

Belfast ist für ein kulinarisches Genuss-Wochenende wirklich perfekt.
Die Stadt ist nicht zu groß und lässt sich perfekt zu Fuß erkunden. Nur den Regenschirm nicht vergessen, das nordirische Wetter hält dann leider doch sämtlichen Klischees über die Insel stand!

Noch mehr über Belfast lest ihr bei Jana von Nom Noms und Katrin von Viel Unterwegs.

Vielen Dank an Tourism Northern Ireland für die Einladung nach Belfast. 

 

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4 thoughts on “Belfast Food Diary.

  1. Das klingt wirklich nach einem tollen Ort – ich konnte mir darunter Foodie mässig auch nicht viel vorstellen bisher 😉
    Liebe Grüße,
    Ela

  2. Hach, ich hab das ja schon gierig auf snapchat verfolgt und hätte am liebsten ins Display gebissen 🙂 Das sah alles echt lecker aus! Ich liebe Irland, war allerdings noch nicht in Nordirland. Offensichtlich auch durchaus einen Besuch wert! Danke für die schönen Eindrücke!
    Und jetzt guck ich mal, was du in London heut gemacht hast, gg… ich liebe das Internt!
    LG Haydee

    1. Hallo Haydee,

      ja, es war wirklich unglaublich lecker dort und eine tolle Überraschung!
      Heute Abend kommt der erste London Beitrag online 😉

      Liebe Grüße,
      Denise

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