Ein Wochenende lang nichtstun. Wer träumt auch davon?
    Ich hatte es eigentlich gar nicht geplant, aber letztes Wochenende war das wohl entspannteste Wochenende des Jahres. Ich war zu Gast in den Hainichhöfen. Im Hainich, direkt am Thüringer Wald. Ich habe ein Wochenende nichts gemacht und trotzdem jede Menge davon zu erzählen.

    hainichhöfe bericht

    blumenwiese im hainich

    hainichhoefe chalets

    hainichhoefe thueringen

    Die Anreise ist zugegeben etwas langwierig. Wenn man sich denkt hier kann es nicht sein – einfach noch weiter fahren! Und dann noch ein Stück weiter.
    Wenn man dranbleibt erwarten einen am Ende der Straße sechs Holzhäuschen auf einer Wiese: die Hainichhöfe. Ein Rückzugsort direkt am Waldrand. Mitten zwischen grünen Feldern und Blumenwiesen.

    Sechs einzelne kleine Häuschen stehen hier auf der Wiese.
    Kleine Chalets aus Holz mit zwei Schlafzimmern, Wohnzimmer mit offener Küche und Bad mit Infrarotdusche. 70 qm, hell und modern eingerichtet. Den Gastgebern ist es gelungen, die Chalets nicht wie ein Hotel einzurichten, sondern wie eine Wohnung in der du und ich leben könnten. Es fühlt sich alles unglaublich persönlich an. Als wäre alles mein eigenes kleines Zuhause.

    hainichhoefe eingangsbereich

    hainichhoefe in thueringen

    hainichhoefe kueche

    hainichhofe badezimmer

    Als ich ankomme, befülle ich erstmal den Kühlschrank.
    Zur Begrüßung wartet in jedem Chalet eine Willkommens-Kiste mit Leckereien aus der Gegend. Brot, Wein, Käse, Obst, Milch – alles kommt aus der Region und ist unglaublich lecker. 
    Ich mache genau das, was ich mache, wenn ich nach Hause in meine Wohnung komme. Ich gehe erst mal duschen und wasche mir die Haare. Kuschle mich in einen Bademantel und setze mich auf die Terasse. Durchatmen, runterkommen. 
    Ich mache mir einen kleinen Salat, zünde die Laternen auf der Terasse an und – ok, jetzt wird es weniger idyllisch – schaue Netflix. Wäre es Herbst, hätte ich mich mit einem Buch (oder Netflix) vor den Kamin setzen können. Oder in der Infrarotdusche entspannen. Bei über 30 Grad verzichte ich allerdings lieber auf zusätzliche Wärme und genieße die laue Sommernacht.

    Am nächsten Morgen wache ich so entspannt auf wie schon lange nicht mehr. Ich brühe mit eine Kanne Kaffee auf und sitze einfach auf der Terasse und genieße die Stille. Der Tag geht irgendwie vorbei, zwischen Reiseplanungen am Laptop, Kirschkuchen auf der Terasse und einem Spaziergang im Wald. Abends setze ich mich mit einem Glas Wein, Ziegenkäse, Brot und Olivenöl wieder auf die Terasse und bleibe dort bis es dunkel wird. Es ist perfekt. Die perfekte Auszeit.

    hainichhoefe wohnzimmer

    hainichhoefe geniessen

    hainichhoefe schlafen

    Ich hatte mir einen ganz tollen Plan zusammen gestellt. Ich wollte mir Erfurt ansehen, schließlich hat die Stadt eine schöne Altstadt, zauberhafte Brücken und eine Schokoladenmanufaktur. Ich wollte mir Bad Langensalza ansehen. Eine Baumkronenwanderung machen. Mit einem Ranger den Thüringer Wald erkunden. 
    Nun, was soll ich sagen? Ich habe mein kleines Chalet, mein Refugium, für zwei Tage nicht verlassen. Wenn man die Terasse nicht mitzählt.
    Ich hatte alles was ich brauchte. Morgens stehen frische Brötchen vor der Tür, für mich ein Korb frisch gepflückte Kirschen vom eigenen Obsthof.  Am Schluss wäre ich am liebsten noch ein paar Tage dort geblieben. 

    hainichhoefe abends

    Wer mal ein bißchen Zeit für sich braucht, fernab von allem Trubel, von Hektik und Stress, für den sind die Hainichhöfe ein kleines Paradies. Genauso natürlich für Paare, die mal Zeit nur miteinander verbingen möchten. Für Freundinnen, die ein Wochenende lang nichts anderes machen möchten, als zu quatschen, auf der Terasse Kaffee zu trinken, Blumenkränze zu flechten und Abends am Kamin Filme zu sehen. 
    Für mich war diese kleine Auszeit der absolute Himmel.

    Ich kann euch die Hainichhöfe nur ans Herz legen. 
    Die Gastgeberinnen Stephanie und Claudia haben hier eine langjährige Idee in die Tat umgesetzt und führen die Hainichhöfe mit viel Liebe zum Detail. 

    Ich weiß jetzt jedenfalls, wo ich Ruhe finden und zur Ruhe kommen kann.
    Und vielleicht klappt es ja doch noch mal mit einem Besuch in Erfurt.


    Ganz herzlichen Dank an Stephanie und Claudia für die Einladung.