Vor weniger Wochen bin ich nochmal dem Winter entflohen.
Es war eine ganz spontane Kurzreise und trotzdem wusste ich sofort, wo ich hinmöchte: nach Mallorca. Knapp drei Tage oder auch 72 Stunden habe ich in der Hauptstadt von Mallorca verbracht und mich gleichzeitig einer Herausforderung gestellt.
Es wäre eigentlich nicht richtig, dieses Projekt als Herausforderung zu bezeichnen.
Aber doch war es für mich neu: ganz ohne meine Spiegelreflexkamera auf Reisen gehen. Und jetzt? Jetzt möchte ich es am liebsten nie wieder anders machen. 
Kommt mit und taucht ein in meine 72 Stunden in Palma de Mallorca.

72 Stunden in Palma de Mallorca

Enthält Werbung für Huawei.

Für Mallorca habe ich mich vor allem aus einem Grund entschieden. Ich kenne es schon. Wenn ihr nämlich wie ich seid, dann seid ihr an einem Ort so interessiert, dass es gar nicht zur Entspannung kommt. Zuviel will entdeckt und erlebt werden.
In Palma entdecke ich natürlich auch immer wieder Neues, aber in der Regel weiß ich, was sich hinter der nächsten Straßenbiegung bereit hält. Das gibt mir eine unglaubliche Gelassenheit und die Chance, wirklich mal ganz ohne Hektik und Stress durch die Straßen zu bummeln. Genau das habe ich zwei ganze Tage gemacht und alle Momente mit meinem Huawei P10 Plus festgehalten. Ohne Stress. Ohne Begleitung. Ohne Digitale Spiegelreflexkamera. Ich hatte eine wundervolle Zeit. Und nehme euch jetzt mit zu meinen Tipps für die perfekten 72 Stunden in Palma de Mallorca.

1. Tag, Palmas Innenstadt

8:00 Uhr
Raus aus den Federn!
Je nach Hotel, körperlicher Verfassung und/oder Wetter wird jetzt erstmal eine Runde die Strandpromenade entlang gejoggt, eine Runde Yoga gemacht oder ein paar Bahnen im Pool geschwommen. Danach steht man 30 Minuten lang unter seiner riesigen Walk-In Regenwasser-Dusche. Ehrlich, die Dusche in meinem Hotel, dem Boutique Hotel Calatrava, war ein Traum. Ein perfekter Start in den Tag!

Boutique Hotel Calatrava

Lobby Boutique Hotel Calatrava

9:30 Uhr
Ab zum Frühstück!
Die Spanier sind, wie die meisten Südländer, ja nicht so die Frühstücks-Profis. Aber Palma ist ja irgendwie nicht wirklich Spanien. Hier vermischen sich so viele internationale kulinarische Strömungen, dass es auch beim Frühstück genug Abwechslung gibt. 
Wer richtig gesund in den Tag starten will, geht zum Beispiel zu Ziva (Carrer de la Protectora, 1, 07012 Palma).
Dort gibt es Acai Bowls, Chia Pudding und Rohkost-Sandwiches. Und einen unglaublich guten Matcha Latte. 
Bunt belegtes Sandwiches und guten Kaffee gibt es auch bei Fibonacci (Carrer de Sant Nicolau, 7, 07001 Palma). Obwohl es eine Kette ist, sehr zu empfehlen. 

Ziva To Go Palma

10:30 Uhr
Von hier aus seid ihr direkt mitten im Geschehen und könnt in die kleinen Gassen von Palmas Innenstadt eintauchen.
Zum Beispiel könnt ihr direkt bei Massimo Dutti, Zara und Zara Home vorbei gehen. Die Marken der spanischen Firma Inditex sind hier um einiges günstiger und es lohnt sich wirklich.

Einer meiner Lieblings-Shops in Palma ist Rialto Living (Carrer de Sant Feliu, 3, 07012 Palma). Ich würde ihn als Concept Store bezeichnen. Es gibt allerlei schönde DInge, Geschirr, aber auch Kleidung und Schmuck. 
Im Innenhof des Shops befindet sich auch ein sehr schönes Café, das zu einer Pause einlädt.

Während ihr durch die bunten Gassen streift, schaut unbedingt mal bei Can Gourmet (Carrer de Can Verí, 10, 07001 Palma,) vorbei. Der Delikatessenladen wird von Deutschen geführt und hat ein sehr feines Angebot. Der hauseigene Gin ist fantastisch!

Can Gourmet Palma de Mallorca

Haus santa catailn

13:30 Uhr
Shoppen macht hungrig! Zeit für einen leichten Lunch. Sehr nett ist zum Beispiel La Molienda (Carrer del Bisbe Campins, 11, 07012 Palma). Es gibt sehr, sehr guten Kaffee, Salate, Sandwiches und Kuchen. Mein Salat dort war so fantastisch, er hat mich sogar zu diesem Rezept hier inspiriert. 

14:30 Uhr
Vom Mittagessen aus bummeln wir zurück durch die Innenstadt. Das Ziel: ein bißchen Kultur. La Seu, die große Kathedrale von Palma, ist nämlich wirklich einen Besuch wert. 
Außerdem steht sie direkt am Meer und bietet einen fantastischen Ausblick. 

La Molienda Palma de Mallorca

La Seu Palma de Mallorca

Brunnen in Palma de Mallorca

Details Palma de Mallorca

Details Palma

17:00 Uhr
Die perfekte Zeit für einen Sundowner (im wahrsten Sinne des Wortes, denn im Winter geht auch hier die Sonne früh unter). Schöne Orte für einen Drink gibt es viele. Ich mag zum Beispiel die Tapas Bars an der Plaça de la Drassana sehr. Aber vielleicht hat euer Hotel ja sogar eine tolle Terasse.

Velvet Bar Palma

Bar in Palma

Sundowner in Palma

Sonnenuntergang Palma

20:00 Uhr
Die meisten Restaurants in Palma öffnen nicht vor 19:30 Uhr. Und selbst dann wird es ohne Reservierung schwierig. Zum Essen und Ausgehen empfiehlt es sich, das Viertel Santa Catalina genauer unter die Lupe zu nehmen. Es ist das Ausgeh- und Restaurantviertel Palmas und hier hat man wirklich die Qual der Wahl.
Ich wollte schon bei meinem letzten Besuch ins Duke (Carrer Soler, 36, 07013 Palma), habe aber keinen Tisch bekommen. Diesmal hatte ich Glück und ich habe kurz überlegt, am nächsten Abend direkt wieder dort essen zu gehen. So gut!
Die Küche ist ein Mashup aus mediterraner, asiatischer und südamerikanischer Küche. Viele Gerichte sind vegan oder glutenfrei. Aber es gibt auch gutes Fleisch und Fisch.
Genau mein Ding! 

2. Tag Eine kleine Landpartie – Mit dem Zug nach Soller

Noch eine Premiere bei meinem Palma Besuch war die Fahrt mit dem Ferrocaril de Soller – dem roten Blitz. Eine historische Bahn, die Palma direkt mit dem im Norden liegenden Soller verbindet. Für den Besuch sollte man einen halben Tag einplanen. Abfahrt ist an der Plaça d’Espanya, genau Adresse: Carrer d’Eusebi Estada, 1, 07004 Palma. Die Tickets kann man vor Ort kaufen.

9:00 Uhr
Die Rosevelvet Bakery (Carrer de la Missió, 15 Local 1, 07003 Palma) liegt auf dem Weg zur Bahnstation und ist somit perfekt für eine Stärkung für die Zugfahrt. Avocadobrot mit pochiertem Ei, Banana Bread und große Muffins – die Karte liest sich ein bißchen wie ein Café in New York oder Kopenhagen.

Rosevelvet Bakery

Frühstück Palma

10:50 Uhr
Abfahrt! Die aktuellen Zeitpläne der Bahn findet ihr auf der Website von Ferrocaril de Soller.

11:50 Uhr
Ankunft in Soller. Hier tun wir, was wir auf Mallorca am liebsten tun: uns treiben lassen. Das Örtchen ist bekannt für seine Orangenspezialitäten. Ein Besuch beim Delikatessengeschäft Fet a Sóller (Plaça des Mercat, 07100 Sóller) ist deswegen ein Muss. Nebenan gibt es fantastisches Eis, die Spezialitäten sind Mandeleis und natürlich Orangeneis. 

Wann ihr nach Palma zurückkehrt, bleibt euch überlassen. Checkt aber unbedingt vorher die Zeitpläne, ihr wollt ja nicht in Soller stranden.

Orangen in Soller

Soller Mallorca
20:00 Uhr
Abends geht es, natürlich, wieder nach Santa Catalina.
Diesmal gibt es fantastische mexikanische Küche im Aquanauta (Avinguda de l’Argentina, 27, 07013 Palma). 

3. Tag: Märkte und der beste Brunch in Palma

10:00 Uhr
Meine Lieblings-Location für Frühstück und Lunch (aka. Brunch) ist das Santina (Carrer d’Anníbal, 19, 07013 Palma) in – hey, wen wundert’s noch – Santa Catalina. 
Acai Bowl, Chocolate Bowl, Mango Bowl, verschiedene Bagels oder Red Velvet Pancakes, wer soll sich da entscheiden? Am besten probiert man sich durch die ganze Karte und bleibt länger dort sitzen. Das Kommen und Gehen dort ist nämlich durchaus einen Blick wert. 

Santina in Palma

Menu Santina Palma de Mallorca

Salad Santina Palma

12:00 Uhr
Direkt gegenüber liegt der Mercat de Santa Catalina. Ich bin an einem Samstag dort und liebe das bunte Treiben der Einheimischen. Hier trifft man sich auf ein Glas Cava, ein paar Tapas und eine kurze Unterhaltung. Oder man kauft herrlichen frischen Fisch für’s Abendessen ein.

15:00
So langsam heißt es bye bye Palma. Wir nehmen den Rückweg zum Hotel entlang der Strandpromenade und saugen nochmal das mediterrane Feeling im Hafen auf. 
Ohja, nicht vergessen: unbedingt noch ausreichend kulinarische Souvenirs kaufen! 

Amaya Palma de Mallorca

Bar in Santa Catalina

Rückflug von Palma

Mein Fazit mit dem Huawei P10 Plus

Ganz zu Anfang habe ich es euch ja schon verraten: ich fand es unglaublich befreiend, nur mit dem Smartphone zu reisen. Die Gründe habe ich nochmal aufgezählt.

Ich bewege mich leichter, flexibler und freier.
Mit dem Smartphone hält man öfter mal einfach so drauf, es entstehen viel spontanere Bilder und Situationen.

Man wird nicht so sehr als Störfaktor wahrgenommen.
Während meiner Zugfahrt nach Soller konnte ich nicht anders und musste einen Vater mit seinem kleinen Sohn fotografieren, die vor mir saßen. Die beiden waren so stilvoll gekleidet und passten perfekt in das Umfeld des altehrwürdigen Zuges. Wie aus einem Film. Mit dem Huawei P10 Plus konnte ich ganz unbemerkt schnell ein stimmungsvolles schwarz-weiß Foto machen (von hinten natürlich, um die Identität der beiden zu schützen). 
Smartphones sind gesellschaftliche akzeptiert und jeder ist an ihren Anblick gewöhnt. Wenn ich mit meiner großen Spiegelreflexkamera und Zoom-Objektiv unterwegs bin, werde ich immer ganz ängstlich angeschaut. Die Menschen scheinen Angst vor der Kamera zu haben. Das ist beim Smartphone nicht mehr und man kann ganz ungestört und auch mal heimlich eine schöne Situation festhalten.

Smartphone Fotografie sieht anders aus.
Auf der einen Seite bietet mir dieses Smartphone alle Möglichkeiten, die ich mit einer Spiegelreflexkamera auch habe. Ein verschwommenes Bokeh, die Bearbeitung im Raw Format, die Einstellung der Belichtungszeit und Blende.
Trotzdem behaupte ich, Smartphone Bilder sehen irgendwie anders aus – und das meine ich auf eine gute Weise. Sie sind irgendwie moderner, frischer, jünger.
Ein Look, der mir sehr gefällt!

Das war sicher nicht meine letzte Smartphone-Only Reise!