Am Sonntag ist Muttertag und auch wenn dieser Tag meiner Mutter vollkommen gleichgültig ist, nutze ich ihn gerne als Anlass, um mal über die kulinarischen Erinnerungen meiner Kindheit nachzudenken.
Das klingt jetzt fies, aber: Die Liebe und das Talent zum Backen und Kochen habe ich nicht von meiner Mutter geerbt.
Sie sagt selbst, das Backtalent hat in unserer Familie wohl zwei Generationen übersprungen. Selbst meine Oma stand zwar täglich in der Küche und brachte ein warmes Mittagessen auf den Tisch. Was Kuchen und Kekse anging, wurde jedoch lieber zum Schwarz-Weiß-Gebäck aus der Kühltheke gegriffen.

Wenn ich an Gerichte aus meiner Kindheit denke, könnte ich stundenlang in alten Erinnerungen wühlen. 
Kommt mit auf eine kleine Reise in meine kulinarische Vergangenheit!

dicker apfelpfannkuchen

apfelpfannkuchen lieblingsessen

apfelpfannkuchen mit Puderzucker

apfelpfannkuchen

Da wäre das Steakhouse, in dem ich schon als Kind leidenschaftlich gerne Maiskolben abgeknabbert habe. Ich war todtraurig, als ich meine Milchzähne verlor und ich keine Schneidezähne mehr zum Maiskolben-Knabbern hatte. Furchtbare Zeit für mich!

Samstags gab es bei uns oft Hühnchenschenkel und Pommes aus dem Ofen. Während sie im Ofen brutzelten, planschte ich in der Badewanne und durfte mir anschließend die Ducktales ansehen. Eine untrennbar miteinander verbundene Kindheitserinnerung.

Und dann gibt es da noch die Pfannkuchen.
Woher meine Liebe zu Pfannkuchen stammt, weiß ich ganz genau. Sie sind meine ultimative kulinarische Kindheitserinnerung. Denn das kann meine Mutter in der Küche wie keine andere: Pfannkuchen backen! 

Ich habe euch ja schon bei meiner Pancake-Party oder den Protein-Pancakes davon erzählt, dass meine Liebe zu Pfannkuchen bereits mit 2 Jahren während eines Formentera-Urlaubs geweckt wurde. Ab da gab es kein zurück mehr.
Pfannkuchen wurden ein Stammgast auf meinem Teller und eines der Gerichte, das bei meiner Mutter einfach am besten schmeckt.

Während sie in der Küche noch die Pfannkuchen briet, naschte ich an Ort und Stelle schon den ersten weg. 
Ich bewundere heute, wieviele Pfannkuchen ich als kleiner Knirps verdrücken konnte. Da ging einer mit Beeren-Marmelade, einer mit Nutella, einer mit Zimt und Zucker und dann vielleicht noch ein halber mit Honig hinterher. Eingerollt und in Stücke geschnitten. Und vor allem: Süß, süß und süß.
Die allerbesten waren jedoch Apfel-Pfannkuchen. Richtig dick, fluffig, in viel Butter ausgebacken und mit Zucker bestreut.

apfelpfannkuchen gabel

apfelpfannkuchen in pfanne

Ihr merkt schon, hier geht es heute mal nicht um Clean Eating und gesunde Alternativen sondern um absolutes Wohlfühlessen.
Etwas, das uns an die Kindheit erinnert und ins Schwärmen geraten lässt.
Etwas, das man sich zwischen grünen Smoothies, Veggie Bowls und Quinoa Salat gerne mal gönnt. Denn auch wenn ich heute keine 3,5 Pfannkuchen mit Süßkram mehr verdrücken kann und selbstgemachte Süßkartoffel-Pommes den TK-Pommes vorziehe, ab und zu muss es eben Wohlfühlfood sein und das sind dann meistens Pfannkuchen. 

Das Rezept für meine Wohlfühl-Apfelpfannkuchen habe ich euch mitgebracht. Als Kind dachte ich, es sei äußerst kompliziert. Ich verrate euch: das stimmt gar nicht!
Eigentlich gibt es sogar nichts Leichteres als das. Nur einen Trick gibt es: die fertigen Pfannkuchen werden zum Schluss nochmal karamellisiert. Der Schritt darf für die ultimative Kindheitserinnerung nicht fehlen! Diese knusprige Zuckerkruste, mhhhh…

Jetzt würde mich aber mal interessieren: was ist das Gericht, mit dem eure Mama euch immer glücklich machen konnte und es vielleicht heute noch tut?

Apfelpfannkuchen
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Ingredients
  1. 220 g Mehl (glutenfrei)
  2. ½ TL Backpulver
  3. 80 g Zucker
  4. 300 ml Milch (es darf auch laktosefreie, Soja- oder Mandelmilch sein
  5. 100 ml Sprudelwasser
  6. 3 Äpfel
  7. 4 Eier
  8. 1 Prise Salz
  9. 2 EL Butterschmalz zum Braten
  10. 3 EL Zucker
  11. etwas Puderzucker zum Bestäuben
Instructions
  1. 1. Die Äpfel waschen, halbieren und in dünne Spalten schneiden. Mit Zitronensaft beträufeln, damit sie nicht braun werden.
  2. 2. Das Mehl zusammen mit dem Backpulver in eine Schüssel sieben, das Salz und den Zucker dazugeben. Die Milch und das Sprudelwasser dazugeben und vermischen.
  3. 3. Die Eier trennen. Die Eigelbe zum Teig geben und unterrühren. Das Eiweiß steif schlagen und zum Schluss unterheben.
  4. 4. Das Fett in einer großen Pfanne erhitzen. Den Teig ca. 2 – 3 cm hoch in die Pfanne geben und mit Apfelscheiben belegen. Den Pfannkuchen bei mittlerer bis niedriger Hitze backen, bis der Teig an der Oberfläche beginnt, fest zu werden. Dann wenden und 2-3 Minuten fertig backen. Mit dem restlichen Teig genauso verfahren.
  5. Nun kommt der Geheimtrick: je 1 EL Zucker in der Pfanne schmelzen lassen. Den Pfannkuchen nochmals mit der Apfel-Seite nach unten in die Pfanne geben und leicht karamellisieren lassen. Sofort servieren und nach Wunsch mit Puderzucker bestreuen.
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apfelpfannkuchen stücke