In allen vier Ecken soll Zimt drin stecken. 
Hoppla, Ecken hat diese Kürbisschnecke ja gar keine. Aber jede Menge Zimt steckt trotzdem drin. Das macht die Kürbisschnecke so besonders wohlig. Gemütlich. Ich würde ja fast sagen kuschelig, weil sie so herrlich weich und fluffig ist wie eine Wolldecke.
Nennen wir sie einfach eine Wolldecke für die Seele. Genau das Richtige im Herbst.

kuerbis zimt schnecke

Dieses Rezept funktioniert genau wie das für eine kleine Zimtschnecke.
Oder ein Pull-Apart Bread. Das heißt zwischen jeder Rundung, in jeder Ecke und an jeder Kante findet ihr diese herrlich süße Füllung aus Zimt und Butter. Die schmiegt sich an fluffigen Kürbis-Hefeteig. Und wer mag überzieht das Ganze noch mit einer Frischkäse-Glasur. Dann kuschelt man sich in eine Decke, zündet eine, ach direkt ein ganzes Meer aus Kerzen an und freut sich über den Herbst.
Am besten blättert man dabei durch die aktuelle Ausgabe der Sweet Dreams (5/15), darin befindet sich nämlich das Rezept für dieses köstliche Kürbisschneckchen, verzeiht, Schnecke.

kuerbisschnecke kuchen

Wake me up, when September ends…
Zwischen lauter Trubel, Veranstaltungen, Reisen und Erlebnissen haben wir ganz nebenbei den September hinter uns gelassen und befinden uns schon im Oktober. Zeit, um mal kurz ein wenig inne zu halten. Zu Pausieren. Und Kuchen zu essen.
Genau das ist nämlich mein Plan für die nächsten zwei Tage. Ich finde so kleine Rückzugs-Rituale unheimlich wichtig. Wieder ein bißchen bei sich selbst ankommen, neue Kräfte sammeln, denn bald geht es schon wieder aufregend weiter. 

Die letzten vier Tage waren so unglaublich ereignisreich, das will erst einmal verarbeitet werden. Letzten Donnerstag ging es los zum Food Blog Award in Berlin, für den ich in der Kategorie Bestes Food Foto nominiert war. Und was mich und die anderen Nominierten dort geboten wurde, war einfach ein Feuerwerk an Erlebnissen, Emotionen und Eindrücken. 

stueck kuerbisschnecke sweet dreams

zimtschnecke kuerbis

Ich bin ein introvertierter Mensch. Das heißt nicht, dass ich nicht spreche, schüchtern bin oder Angst vor öffentlichen Auftritten und Bühnen habe. Im Gegenteil. Ich spreche unheimlich gerne vor großem Publikum (wenn man mich lässt, singe ich sogar), stehe gerne auf der Bühne und lerne gerne neue Menschen kennen. Deswegen machen mir meine Foodstyling-Workshops auch so viel Spaß. 
Aber ich brauche den Rückzug, um diese großartigen Erlebnisse zu verarbeiten. Und genau das mache ich jetzt mit einem Stückchen Kürbisschnecke und einer Tasse Tee.

Das Rezept für die Kürbisschnecke könnte dafür nicht geeigneter sein.
Wenn keiner zuguckt kann man die Schnecke auch auseinander zupfen. 
Wie eine Lakritzschnecke, ihr wisst schon. Dann muss man sie mit den Fingern essen, die kleben danach und das Ganze macht unheimlich viel Spaß. Man kann die Kürbisschnecke in die Tasse Tee dippen, die auf dem Sofatisch steht. Guckt ja keiner zu, denn wir gönnen uns ja gerade ein bißchen Zeit mit uns selbst.
An einer gesitteten Kaffeetafel kann man die Kürbisschnecke natürlich auch in ganz normale Kuchenstücke schneiden und wohl erzogen mit einer Kuchengabel essen.  

Braucht ihr auch gelegentlich Zeit nur ganz für euch alleine?
Was genießt ihr dabei am liebsten?

zimtschnecke sweet dreams