Heute lassen wir es uns wieder richtig gut gehen. 
Letzte Woche gab es glutenfreie Pizza, da folgt heute das passende Dessert: Tiramisu. 

Ich gebe aber zu, dass ich den italienischen Klassiker etwas abgewandelt habe.
So ein Tiramisu hat es nämlich doch ganz schön in sich und in der klassischen Variante mit Ei und purer Mascarpone kann ich kaum mehr als zwei Löffel essen ohne komatös vom Stuhl zu fallen. Mein Rezept hingegen ist leicht, trotzdem unheimlich cremig und dank der Löffelbisquits von Schär* auch glutenfrei.

tiramisu beerena

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tiramisu ohne ei

Ich hab’s schon in meinem letzten Post zum Thema Glutenfrei Genießen geschrieben: in Restaurants glutenfrei Essen gehen ist manchmal gar nicht so einfach.
Es setzt eine Menge Vertrauen in die Restaurantküche voraus, denn wir wissen nicht, was wirklich darin vor sich geht.  Je nach Schwere der Intoleranz dürfen nicht einmal feinste Spuren von Gluten in den Speisen enthalten sein. Um das zu gewährleisten bräuchten Restaurants eigentlich zwei Küchen: eine für glutenfreie Speisen, eine für alles andere. Das ist logistisch für die allerwenigsten Restaurants machbar.

Und damit haben wir auch den Grund, warum sich soviele Restaurants vor dem Thema scheuen. Im Prinzip ist es Vorsicht und Selbstschutz. Wird eine Speise als glutenfrei angeprisen, kommt dann aber doch aus irgendeinem Grund, z.B. durch Mehlstaub oder Krümel, mit Gluten in Berührung und ein Gast reagiert darauf mit Beschwerden, ist der gute Ruf dahin.

tiramisu dessert glutenfrei

tiramisu glutenfrei leicht

 

tiramisu im glas glutenfrei

Tiramisù heißt ja wörtlich übersetzt Zieh mich hoch. 
Welche Ironie, denn ein ganz normales Tiramisu macht genau das Gegenteil mit mir. Es zieht mich runter. Nicht emotional, nein, körperlich.
Das liegt zum einen natürlich an den Löffelbisquits die aus Weißmehl hergestellt werden. Zum anderen aber auch an der unfassbar mächtigen Masse aus Ei und Mascarpone. Ich finde ja, ein Dessert darf ruhig ordentlich Kalorien enthalten, aber das ist mir dann meistens doch einfach zu heftig.

Da ich Mascarpone nicht gut vertrage, basiert mein Tiramisu Rezept hauptsächlich auf Quark. Dazu kommt etwas Sahne und nur wenig Mascarpone.
Ich mache es schon seit vielen Jahren so und bis jetzt konnte es noch jeden Gast begeistern.
Das Grundrezept lässt sich wunderbar abwandeln. Wer mag, gibt frische saisonale Früchte dazu. Erdbeeren finde ich hier ganz besonders lecker. Wenn Kinder mitessen, kann man den Kaffee und den Amaretto durch Kakao ersetzen. Und zur Weihnachtszeit kommen einfach etwas Zimt und Spekulatiusgewürz in die Creme. 

Ein richtiges Wohlfühlrezept!

Tiramisu (ohne Ei und glutenfrei)
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Ingredients
  1. 250 g Magerquark
  2. 125 g Mascarpone
  3. 250 ml Schlagsahne
  4. 1 Pck. Sahnesteif
  5. 50 g Zucker
  6. 2 EL Amaretto
  7. 1 Vanilleschote
  8. 1 Pck. Löffelbiskuits (Savoiardi von Schär)
  9. 150 ml starken Espresso
  10. 5 EL Amaretto
  11. Kakaopulver zum Bestäuben
Instructions
  1. 1. Zuerst den Espresso kochen und mit 5 EL Amaretto vermischen. Die Sahne mit dem Sahnesteif steif schlagen. Die Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark heraus kratzen. Die Mascarpone mit dem Quark, Vanillemark, 2 EL Amaretto und dem Zucker cremig rühren. Die Sahne unter die Quarkmasse heben.
  2. 2. Eine Auflaufform oder 4 Dessertgläser ganz dünn mit dem Amaretto-Espresso überziehen, dann eine Schicht Löffelbiskuit auf den Boden legen (für die Gläser müsst ihr die Löffelbisquits in die passende Form brechen). Etwa 2 Finger breit Quarmasse darauf verteilen, dann wieder eine Schicht Löffelbiskuits daraufgehen und mit Espresso beträufeln. Die letzte Schicht Quarkmasse darüber geben und das Tiramisu für min. 3 Stunden in den Kühlschrank stellen.
  3. 3. 10 Minuten vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen und erst kurz vor dem Servieren mit Kakao bestäuben.
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tiramisu dessert im glas