Ich und Südtirol, das war Liebe auf den ersten Blick vor gut vier Jahren.
Dieses Jahr arbeite ich wieder eng mit dieser zauberhaften Region zusammen und war vor zwei Wochen vor Ort in Brixen, um gemeinsam mit Philipp Fallmerayer aus dem Restaurant Brix.01 drei Rezepte mit Südtiroler Äpfeln, Käse und Speck zu kochen und zu fotografieren. 

Heute möchte ich euch aber erst einmal erzählen, worum es bei diesem schönen Projekt geht. Nämlich um Äpfel, Speck und Milchprodukte aus Südtirol. Die drei Vorzeigeprodukte, sind mit dem g.g.A. Siegel bzw. dem Qualitätszeichen Südtirol geschützt und stehen somit für die höchste Südtiroler Qualität.
Drei Produkte, die an sich so simpel sind, mit denen man aber die köstlichsten Dinge zaubern kann.

*Werbung für Südtiroler Qualitätsprodukte.

Als ich kürzlich in Meran war,  habe ich mich mit einer Apfelbäuerin, einem Milchbauern und einem Speckproduzenten unterhalten, um zu erfahren, was eigentlich das besondere an den Südtiroler Qualitätsprodukten ist. 

Dabei habe ich spannende Dinge über die drei Produkte gelernt!

 

Südtiroler Apfel g.g.A

Im Grunde ist mir erst nach meinem ersten Besuch in Südtirol aufgefallen, wie viele der Äpfel, die wir hier kaufen können, aus Südtirol stammen. 13 verschiedene Apfelsorten tragen die Bezeichnung g.g.A., was für geschützte geographische Angabe steht. Diese Angabe garantiert Qualitätsstandards und traditionelle Methoden, die von den Apfelbauern eingehalten werden.

Mehr als 7.000 Apfelbauern gibt es in Südtirol, viele sind kleine Familienbetriebe. Sie arbeiten rund ums Jahr auf ihren Feldern. Von der wunderschönen Apfelblüte zur ersten Ernte ab Mitte August bis zur letzten Ernte im November. Typische Sorten sind übrigens der Granny Smith, Jonagold, Braeburn oder Golden Delicious.
Und tatsächlich habe ich seit meinem letzten Südtirol Besuch eine neue Lieblingssorte: der knallgrüne Granny Smith hat mir noch nie so gut geschmeckt wie dort. Er war mir bisher immer zu sauer, aber der Südtiroler Granny Smith war absolut köstlich. Ich kann es also nicht abwarten, bis die Äpfel gepflückt und bei uns verfügbar sind.

Bemerkenswert fand ich auch, dass Südtiroler Äpfel wirklich extrem lange haltbar sind. Wir kennen das: Äpfel sind quasi das ganze Jahr über verfügbar. Geerntet werden sie trotzdem nur im Herbst. Das restliche Jahr über zehren wir von Äpfeln, die unter ganz bestimmten Bedingungen in Magazine eingelagert wurden und somit das ganze Jahr verfügbar sind.

Zuhause lagert man Äpfel am besten kühl, im Sommer auch im Kühlschrank. Außerdem niemals neben anderen Früchten, da Äpfel die Reife anderer Früchte beschleunigen (den Effekt kann man sich natürlich auch zu nutzen machen, man denke nur an harte Avocados!).

 

Südtiroler Speck g.g.A

Ich mache immer wieder den Fauxpas, Südtiroler Speck als Schinken zu bezeichnen. 
Die Bezeichnung Speck ist für uns aber auch etwas verwirrend, da die meisten von uns bei Speck an etwas ganz anderes denken. 

Was macht ihn nun so besonders?
Denkt einmal an Parmaschinken, der nur an der Luft getrocknet wird. Und dann an Schwarzwälder Schinken, der extrem stark geräuchert wird. Südtiroler Speck bekommt das beste von beiden Methoden ab und das ist auch der Grund, warum ich ihn gerne mag. Ich mag das Raucharoma, das beim Südtiroler Speck aber nicht zu ausgeprägt ist. Luftgetrocknete Schinken sind nicht so meins. Aber die Kombination beim Südtiroler Speck ist einfach perfekt.

Jeder Produzent hat seine ganz eigene Gewürzmischung, mit der er seinen Speck räuchert. Meist befindet sich darin Lorbeer, Wacholder und Rosmarin – und natürlich die ganz persönliche Geheimzutat, oft ein traditionelles Familienrezept.
Auch beim Speck garantiert das Siegel g.g.A., dass Qualitätsrichtlinien eingehalten werden. Das Fleisch muss aus artgerechter Haltung stammen, was auch permanent von einem Konsortium kontrolliert wird

Natürlich gibt es jede Menge herrlicher Rezepte, die sich mit Südtiroler Speck  zubereiten lassen.
Gröstl zum Beispiel, mhhh! Oder Speckknödel. Ein Salat, oder ein Risotto mit gewürfeltem Speck.
Ich habe mir ein sehr leichtes Gericht mit dem Speck ausgedacht (ja das geht!), aber das verrate ich euch erst später.

 

Südtiroler Milch und Käse

An was denkt man, wenn man Südtirol vor Augen hat?
An Berge und Täler, Hütten und Wiesen – und an Kühe! Natürlich! Die gehören hier ebenso zum Landbild wie die Weinberge und Apfelfelder. 
Wer als Kuh hier grast, darf sich wirklich glücklich schätzen. 
Massentierhaltung wird man hier nicht finden. Auch die Milchproduzenten sind zum größten Teil Familienbetriebe, die durchschnittlich 15 Kühe halten. Gentechnik kommt in Südtirol überhaupt nicht zum Einsatz und gefüttert werden die Kühe mit pflanzlichem und natürlichem Futter. Sichergestellt werden diese Standards durch das Qualitätszeichen Südtirol.

Bei uns in Deutschland bekommt man vor allem Südtiroler Käse. Vielleicht habt ihr schonmal einen Bergkäse aus Südtirol entdeckt oder einen Alta Badia.
Das sind kräftige, würzige Käsesorten. Ich durfte mich durch ganz verschiedene Südtiroler Käse probieren, unter anderem einen Käse mit Lagrein, einem Südtiroler Rotwein. 

 

Köstliche Rezepte mit Apfel, Speck und Käse

Es ist ganz sicher kein Zufall, dass es in Südtirol all diese herrlichen Produkte gibt, sie schmecken nicht nur für sich alleine, sondern passen auch perfekt zusammen. Etwas Südtiroler Speck, knackige Äpfel, würziger Käse und dazu ein Glas Südtiroler Wein – das passt einfach! Als hätten sie es so geplant, die Südtiroler. 

Mit diesen Produkten habe ich drei Rezepte entwickelt, die ich in Kürze mit euch teilen werde.

Aber damit nicht genug. Im September werde ich die Rezepte gemeinsam mit dem Südtiroler Koch Philipp Fallmerayer in meiner Heimatstadt Düsseldorf zubereiten – wer vorbei kommt, kann sie kostenlos probieren!

Aber dazu erzähle ich euch mehr, wenn es soweit ist!