Gesunde Ernährung ist ein Riesen-Trend – das haben natürlich auch Lebensmittelhersteller und Restaurants bemerkt.

    Tatsächlich wandern immer mehr gesunde Produkte in die Regale der Lebensmittelläden.
    Auch auf Speisekarten in Restaurants und Cafés finden sich immer ofter Chiapudding, Süßkartoffelpommes oder Rote-Beete Chips. Veggie-Burger oder Vollkorn-Croissants sind keine Seltenheit mehr und mittlerweile in jeder Stadt zu finden.

    Wann es sich jedoch lohnt, genauer hinzuschauen erfährst du in diesem Blogpost.
    Denn besonders beim Lebensmittelkauf tarnen sich des Öfteren ungesunde Produkte hinter einer „gesunden Maske“.

    Schokoladen Plätzchen

     

    10 Lebensmittel(gruppen), die gesund aussehen,
    es aber nicht sind

     

    Vorab: Fast alles auf dieser Liste habe ich selbst zu irgendeinem Zeitpunkt in meinem Leben konsumiert, in der Meinung, mir etwas Gutes zu tun.

    Meist ist das Problem, dass man einem Produkt nicht ansieht, ob es gesund ist oder nicht. 
    Und die Verpackung täuscht oftmals mit gesund aussehenden Designs.

    Ich wusste es selbst einfach nicht besser. Damit du nicht die gleichen Fehler machst, habe ich dir die Top Ten Mogelpackungen der Gesunden Ernährung zusammengefasst!
    Du erfährst, weshalb das so ist und welche gesunden und vor allem leckeren Alternativen es jeweils gibt.

     

    1. Fertiger Fruchtjoghurt

    Die süßen Milchprodukte – seien es Fruchtjoghurts oder Quarkspeisen – enthalten ganz klar zu viel Zucker und künstliche Aromastoffe.
    So wird oft mit einer Fruchtsauce oder enthaltenen Fruchtstücken ein gesunder Bezug suggeriert. Wenn man aber ehrlich ist, dann sind in einem Fruchtjoghurt vielleicht 5 kleine Erdbeerstücke drin – wenn überhaupt. Die Vitamine sind durch die Haltbarmachung und Lagerung so ziemlich alle schon kaputt und es ist hier definitiv zu viel Zucker zugesetzt. Das gilt auch für gesüßte Joghurts, die auf pflanzlicher Basis wie Soja, Kokos oder Lupine hergestellt wurden.

    Gesunde Alternativen: Naturjoghurt, Quark oder eben die pflanzliche Variante. Dazu frisches Obst.

     

    2. Frühstücks-Cerealien, besonders: Knuspermüslis

    Eine besonders tückische Falle, die natürlich auch noch super knusprig schmeckt.
    Mittlerweile gibt es Frühstück-Cerealien in den unterschiedlichsten Sorten. Dabei werden besonders auch hochwertige Trockenfrüchte wie Goji-Beeren, getrocknete Himbeeren, Brombeeren oder auch besondere Samen und Nüsse wie Chiasamen, Pekannüsse, Macadamianüsse zur Müsli-Mischung hinzugegeben. Im Grunde alles super, aber leider finden sich in den allermeisten Müslis auch viele Zutaten, die wirklich nicht nötig sind.

    Das Problem: Erstens ist die „Grundlage“ – also das Müsli selbst – sehr zucker- und fettreich. Das lecker knusprige Müsli-Gebäck gleicht oft einem gebackenen Keks und keiner gesunden Frühstücks-Grundlage. Dazu kommen dann die vermeintlich hochwertigen Trockenfrüchte und Nüsse. Auch hier sind die Trockenfrüchte meist noch extra gesüßt.

    Fazit: zu süß und zu viele leere Kalorien, ohne dabei wertvollen Vitamine und Mineralstoffe mitzuliefern. Frühstückscerealien sind Süßigkeiten, die keineswegs ein gesundes Frühstück darstellen.
    Alternative: Haferflocken mit (Pflanzen)Milch, ein paar Nüssen oder Kernen und frischem Obst. Und wenn du auf süßes Knusper-Müsli stehst – versuch es mal mit meinem Cookie-Müsli!

    3. Proteinriegel, Proteinpudding etc.

    Zugegeben, ich bin ein Opfer.
    Ich liebe Proteinriegel, Proteinpulver und Protein-Snacks. Aber auch hier lohnt sich ein genauer Blick auf die Zutatenliste!

    Viele sind sehr kalorienreich, enthalten viele Zuckeraustauschstoffe und oft auch verstecktes Fett. Teilweise enthalten sie auch Zutaten, von denen du nichtmal wusstest, dass sie überhaupt essbar sind. 
    Der Geschmack ist durch die Kombination an hochkalorischen Zutaten natürlich sehr lecker und meist perfekt abgerundet. Aber wenn man auf die Nährwerttabelle dieser Produkte schaut, gleichen sie eher einer vollen Mahlzeit oder einem Snack für die Aufbaukost von Mangelernährten… Und mit natürlichen Lebensmittel haben sie auch meist nicht mehr viel zu tun. Hier gilt: je kürzer die Zutatenliste, desto besser.

    Ich weiß, sie schmecken genauso gut, wie so mancher Schokoriegel, sind aber auch um kein bißchen gesünder und eben genau wie eine Süßigkeit zu genießen – in Maßen!

     

    4. Gesalzene Nüsse

    Wie jetzt, ich soll doch Nüsse statt Schokolade snacken?

    Ja, eigentlich könnte man denken, dass gesalzene Nüsse die bessere Knabberei sind, wenn man Zucker einsparen möchte.
    Aber auch hier gibt es einen Haken: der hohe Salzgehalt der Nüsse ist nicht zu unterschätzen. Wir bekommen von der salzigen Nüssen meistens nicht genug, unser Sättigungsgefühl wird unterdrückt und wir essen mehr davon, als wir eigentlich bräuchten. Ein weiterer negativer Aspekt: die Nüsse sind in Fett geröstet, was ungünstig für die ansonsten ja sehr guten Fettsäuren in den Nüssen ist.

    Die bessere Alternative: ungesalzene, nicht geröstete Nüsse. Wenn man die Röstaromen mag: einfach ab damit in den Ofen und selbst ohne die Zugabe von zusätzlichem Fett rösten.

     

    5. Vegetarische Aufstriche und Dips

    Wenn man auf die Nährwerttabelle von Dips und Brotaufstrichen schaut, findet man oft einen erschreckend hohen Anteil an (meist gesättigten) Fettquellen und vor allem: Zucker!

    Der soll den Geschmack der Aufstriche verbessern. Aber gesunde Inhaltsstoffe findet man darin seltener. Was noch hinzu kommt: meistens sind diese Produkte auch sehr lange haltbar und enthalten Konservierungsstoffe. Alleine schon durch die lange Lagerzeit gehen die möglicherweise noch enthaltenen Vitamine von enthaltenem Gemüse kaputt. Deswegen auch hier: genau auf die Inhaltsstoffe achten.

    Bessere Alternativen: selbstgemachter Hummus mit Kräutern oder roter Beete

     

    6. Vegane und Vegetarische Wurst, Burger, Fleischalternativen

    Das Angebot an Fleischalternativen für Burger, Nuggets, Frikadellen und Geschnetzeltem boomt – und nicht alle sind schlecht!
    Aber wie bei den Aufstrichen gilt hier auch: vor dem Kauf auf die Nährwerttabelle schauen.
    Es gibt hier auch definitiv Marken, deren Qualität der Produkte sehr hochwertig ist. Aber man muss eben etwas genauer hinschauen. Meistens ist hier auch der Preis ein Indikator für gute Qualität. Grundsätzlich gilt: je kürzer die Zutatenliste, je weniger Zucker und gesättigte Fettsäuren, desto hochwertiger ist das Produkt.

    Generell gute, pflanzliche Eiweißquellen: Tofu natur, Sojajoghurt natur, Hülsenfrüchte, Tempeh

     

    7. Fertige Smoothies 

    Um’s kurz zu fassen: wir sollten unser Essen kauen, nicht trinken.
    Dieser Satz fasst eigentlich den kritischen Punkt von fertigen Smoothies in der Alltagsernährung einer normalen Person ganz gut zusammen.
    Denn flüssige Nahrung sättigt uns lange nicht so gut, wie etwas, das wir kauen.
    Natürlich enthalten selbst gemixte Smoothies auch viele gute Vitamine und Mineralstoffe. Versuche sie in diesem Falle aber lieber langsam zu löffeln, anstatt zu trinken.
    Nur so kann dein Körper auch die guten Inhaltsstoffe aufnehmen. Deswegen sind Smoothie Bowls die bessere Alterantive!

    Und erhöhe den Anteil an grünem Gemüse wie Spinat, Grünkohl oder auch Brokkoli oder Zucchini in deinen Smoothies. 

     

    8. Gemüsechips

    Naja,…der Hype um Rote-Beete-Chips, frittierten Kohlblätter, Karottenscheiben oder sonstigem Gemüse ist definitiv eine Mogelpackung.
    Erstens sind diese Produkte im Vergleich ziemlich überteuert. Zweitens enthalten die Gemüsestücke so viel gesättigte Fettsäuren und so viel Salz, dass es eigentlich keinen Unterschied macht, ob hier Kartoffeln oder Rote-Beete- Scheiben frittiert wurden. 

    Alternative: Gemüsesticks aus Karotte, Gurke, Paprika etc. mit Quarkdip.
    Und wenn du einfach große Lust auf Kartoffelchips hast – gönn dir eine Hand davon, statt dich mit pseudo-gesunden Alternativen hinzuhalten.

    Die Ausnahme sind gedörrte oder luftgetrocknete Gemüsechips!

     

    9. Low Fat Salat Dressing

    Generell schonmal vorab: dein Salatdressing solltest du dir immer selbst mixen. Vor allem, weil das Mischen eines frischen Salatdressing ungefähr 30 Sekunden dauert. 

    Fertigprodukte sind aufgrund ihrer Inhaltsstoffe wie Geschmacksverstärker, zuviel Salz und minderwertige Öle wirklich nicht zu empfehlen.
    Wenn du nun dein Dressing selbst mixt, solltest du gute Fette in deinen Salat packen.
    Das können gute Öle, Nüsse, Saaten sein. Du brauchst die Fette, um die Vitamine A,D,E und K optimal aufnehmen zu können. Und die guten Fettsäuren aus den oben genannten Quellen natürlich genau so.

     

    10. Körnerbrot / Körnerbrötchen

    Bei vermeintlich gesundem und ballaststoffreichen Körnerbrot wird sehr gerne getrickst. Um einem Brot eine gesund aussehende, dunkle Farbe zu verleihen, wird häufig Zuckerrübensirup hinzugefügt. Das Mehl bleibt allerdings helles Weizenmehl, was keine Vitamine und Ballaststoffe enthält.
    Mit diesem Trick arbeiten vor allem Discount-Bäcker. 

    Also kauf dein Brot lieber bei einem traditionellen Bäcker, der wirklich Vollkornmehlsorten wie Roggen, Dinkel oder Emmer verwendet.
    Oder back es gleich selbst. 

     

    Vielleicht hast du jetzt etwas bemerkt: es sind die verarbeiteten Produkte, die in den meisten Fällen eine gesunde Maske haben und dir gute Inhaltsstoffe anpreisen, von denen du jedoch wenig profitierst.

    Fazit deshalb: verwende möglichst frische, unverarbeitete Lebensmittel und bereite dir die alternativen Gerichte oder Snacks zu.
    Hier auf dem Blog findest du jede Menge Inspiration dazu.
    Und lerne, Nährwerttabellen und Zutatenlisten zu lesen – dazu gibt’s demnächst auch einen Blogpost, der dir erklärt, wie das geht!