30.08.2021 | Tipps

6 geniale Mehlalternativen plus gelingsichere Rezepte

Ich verzichte seit Jahren nicht nur auf weißen Zucker, sondern auch auf weißes Mehl – aus verschiedenen Gründen. Angefangen mit einer Glutenunverträglichkeit.
Aber vor allem, weil das klassische Haushaltsmehl so gut wie keine Nährstoffe enthält, deinen Blutzuckerspiegel rasant ansteigen lässt und damit dafür sorgt, dass du binnen weniger Stunden, vielleicht sogar Minuten wieder hungrig bist. 

 

Mehl und andere Backzutaten auf Holztisch

Mehl, Kürbis und Backutensilien auf Holztisch

 

Mehlalternativen gibt es (fast) überall

 

Nein, mir fällt an dieser Stelle wirklich kein einziger Punkt ein, der für die Verwendung von weißem Mehl sprechen könnte.
Ok. Zugegeben. Das klassische Haushaltsmehl kostet ein paar Euro weniger als die meisten (gesunden) Alternativen. Und ist vielleicht auch in jedem Supermarkt zu bekommen. Ja, das stimmt.
Aber seien wir mal ehrlich: Für die meisten Rezepte braucht es so wenig Mehl, da hält eine Tüte gerne mal ein paar Backvorgänge. Außerdem verwende ich ausschließlich Mehlalternativen, die du in jedem gut sortieren Supermarkt bekommst.
Einmal eine „bunte“ Auswahl angeschafft, hast du mehrere Wochen Freude daran. 

Fehlt eigentlich nur noch ein Aspekt, der für meine Mehlalternativen und gegen das klassische Haushaltsmehl spricht: der Geschmack.
Weißes Mehl bringt keinerlei Geschmack mit sich. Es ist quasi ein geschmackloses, leeres Pulver, welches wir zu Kuchen, Keksen und Brot verarbeiten.
Buchweizenmehl, Reismehl oder gemahlene Mandeln verfeinern deine Backwaren mit ganz unterschiedlichen Aromen.

 

Drei Kichererbsen-Blondies übereinandergestapelt

 

Nicht umsonst habe ich mein E-Book Gesund Naschen entwickelt.
Hier findest du nämlich gesunde Snacks, die wirklich(!) gut schmecken. Die Betonung liegt bewusst auf dem Wort „wirklich“. Denn wenn mir eins wichtig ist, dann Rezepte, die nicht nur gesund sind, sondern knallermäßig gut schmecken. Und dabei auch noch funktionieren.

Welche meine liebsten Mehlalternativen sind und wie du diese gelingsicher einsetzt, das verrate ich dir jetzt.

 

Meine 6 liebsten Mehlalternativen

 

Reismehl perfekt für knusprige Kekse

Ja, Reismehl wird aus gemahlenen Reiskörnern gewonnen.
Dabei gilt: Je dunkler das Mehl, desto vollwertiger ist es. Dunkles Reismehl wird aus Vollkornreis hergestellt und bringt dementsprechend mehr Mineralstoffe und Nährwerte mit als die polierten weißen Reiskörner.

Reismehl ist nahezu geschmacksneutral, deshalb lässt es sich theoretisch für jede Art von Gebäck einsetzen. Vor allem für flache Gebäcke wie zum Beispiel Kekse. Alles, was Richtung Muffins und Kuchen geht, funktioniert nicht ganz so gut. Aber für Kekse eignet sich Reismehl wie gesagt ganz wunderbar. Es verleiht ihnen eine herrlich knusprige und mürbe Textur.

 

Hafermehl einfach selbst herstellen

Ich bin großer Fan von Hafermehl.
Nicht zuletzt, weil ich es ganz einfach selbst herstellen kann. Dafür die gewünscht Menge Haferflocken in einen Hochleistungsmixer geben und zu feinem Mehl verarbeiten. Damit ist Hafermehl nicht nur ziemlich preiswert, sondern auch ziemlich lecker.

Hafermehl punktet vor allem wegen seiner Ballaststoffe. Diese halten lange satt und wirken sich positiv auf die Darmflora aus. Darüber hinaus ist es reich an Antioxidantien, welche den Körper vor freien Radikalen und damit vor frühzeitiger (Haut-)Alterung schützen.

Hafermehl schmeckt leicht nussig und passt daher perfekt zu süßen Begleitern. Weizenmehl lässt sich theoretisch 1:1 durch Hafermehl ersetzen, ggf. musst du noch etwas Flüssigkeit dazu geben, denn Haferflocken saugen mehr Flüssigkeit auf. Ich setze Hafermehl ja sowieso am liebsten in Kombination mit anderen Mehlalternativen wie zum Beispiel mit gemahlenen Mandeln ein.

 

Buchweizenmehl ist mein absolutes Lieblingsmehl

Mein absolutes Lieblingsmehl ist Buchweizenmehl. Vor allem wegen des nussigen Geschmacks und der Nährstoffe. Aus Buchweizenmehl lassen sich nicht nur ganz wunderbare Kuchen, sondern auch unschlagbar gute Brote herstellen.

Anders als es der Name vielleicht vermuten lässt, handelt es sich bei Buchweizen nicht um ein Getreide, sondern um die Frucht eines Knöterichs. Die Körner werden nach der Ernte geschält, gereinigt und zu feinem Mehl gemahlen. 

Buchweizen zählt zu den heimischen Superfoods. Es ist reich an Ballaststoffen, Magnesium, Vitamin E sowie Flavonoiden. Letztere wirken antioxidativ und durchblutungsfördernd. Darüber hinaus punktet Buchweizen mit Kalium, Kalzium, Vitamin B und Protein.

 

Kokosmehl hat starken Eigengeschmack

Kokosmehl kommt bei mir tatsächlich nicht ganz so oft zum Einsatz. Trotzdem mag ich es gerne. Denn Kokosmehl ist reich an Ballaststoffen und dabei kohlenhydratarm. Allerdings hat es einen ziemlich starken Eigengeschmack. Ja, es schmeckt nach Kokos, weshalb es nicht zu allen Kuchen und Keksen passt.

Kokosmehl wird aus dem Fruchtfleisch der Kokosnuss hergestellt. Es wird getrocknet, entölt und anschließend fein gemahlen.
Damit ist Kokosmehl sehr(!) saugfähig, weshalb sich Weizenmehl damit nicht 1:1 ersetzen lässt. Besser mit anderen Mehlalternativen kombinieren.

 

Gemahlene Mandeln verleihen tolles Aroma

Gemahlene Mandeln stehen ganz weit oben auf der Liste meiner liebsten Mehlalternativen.
Sie bringen ein herrliches Aroma mit sich, sind darüber hinaus auch noch sehr gesund und verleihen deinem Gebäck eine zusätzliche Portion Feuchtigkeit. Das ist nicht zuletzt auf den hohen Fettgehalt der Mandeln zurückzuführen. Darüber hinaus sind sie reich an Protein, Ballaststoffen sowie wichtigen Mineralstoffen wie Magnesium und Kalzium.

Gemahlene Mandeln sind übrigens nicht das gleiche wie Mandelmehl. Mandelmehl ist deutlich teurer und wird extra hergestellt. Gemahlene Mandeln gibt es sowohl in naturbelassener, dunkler Form als auch in blanchierter, heller Form zu kaufen.

Du kannst Weizenmehl übrigens 1:1 durch gemahlene Mandeln ersetzen. Ich kombiniere sie am liebsten mit Hafermehl und Reismehl.

 

Kichererbsenmehl gezielt einsetzen

Zugegeben. Kichererbsenmehl hört sich auf den ersten Blick verrückt an. Es hat aber ganz wunderbare bindende Eigenschaften und ist damit (fast) genauso vielseitig einsetzbar wie Weizenmehl. Aber Vorsicht: Kichererbsenmehl bringt einen ziemlich intensiven Eigengeschmack mit sich, weshalb ich es nur in geringen Mengen verwende.

Kichererbsenmehl ist reich an Protein sowie Ballaststoffen und ein wertvoller Lieferant für Vitamin B1, Vitamin B6, Vitamin C, Vitamin E, Eisen, Zink und Magnesium

Da Kichererbsenmehl etwas trockener ist als Weizenmehl, nur zu 75 % ersetzen bzw. etwas Flüssigkeit dazugeben. Unabhängig davon empfehle ich dir, sowieso nur einen Teil davon zu ersetzen und mit anderen Mehlen zu kombinieren. Kleiner Tipp: Nicht den rohen Teig probieren. Der schmeckt … nunja … gewöhnungsbedürftig.

Übrigens: Mein absolutes Lieblings-Banana Bread wird mit Kichererbsenmehl gebacken. Das Rezept ist im Gesund Naschen E-Book zu finden!

 

6 Mehlalternativen, 6 Rezepte

 

Zucchini-Zitronen-Kuchen mit Reismehl

Wenn das Leben dir Zitronen gibt … dann mach diesen Zitronenkuchen mit Zucchini daraus. Ein absolutes Lieblingsrezept, das nicht nur unschlagbar saftig, sondern auch noch deutlich gesünder als Omas Klassiker ist. Reismehl, Hafermehl und gemahlenen Mandeln sei Dank.

 

Halber Zucchini-Zitronen-Kuchen plus zwei Scheiben auf Backpapier

 

Kichererbsen Blondies mit Hafermehl

Hören sich seltsam an, schmecken dafür knallermäßig gut. Eben so wie richtige Blondies schmecken müssen. Meine Variante mit Kichererbsen und Hafermehl ist zwar gesünder als das amerikanische Original, dafür genauso fudgy-gut. Zum Rezept

 

Mehrere Stücke Kichererbsen Blondies mit Granatapfelkernen auf Teller

 

Gebackene Apfelringe mit Buchweizenmehl

Apfelküchle schmecken nach Kirmes oder Weihnachtsmarkt. Je nachdem, wo man sich lieber rumtreibt. Meine Version schmeckt vor allem knallermäßig gut – übrigens das ganze Jahr über – und ist dank des Quark-Buchweizen-Teiges auch noch gesund. Zum Rezept

 

Gebackene Apfelringe auf Teller mit Joghurt und Gabel

 

Blaubeer-Cookies mit Kokosmehl

Blaubeeren plus Kokos gleich diese knallermäßigen Cookies. Kein Zucker und keine Zuckeralternativen, sonder der pure Geschmack von Blaubeeren sowie Kokos und dabei auch noch richtig schnell gemacht.

 

Mehrere Blaubeer-Kokos-Cookies auf Kuchengitter und Blaubeeren in Schale

 

Schokoladenauflauf mit gemahlenen Mandeln

Ja, dieser Schokoladenauflauf macht genauso gute Laune wie er aussieht. Er kommt mit zweifach Schoko sowie Kakao und gemahlenen Mandeln daher. Damit schmeckt er fast schon wie roher Kuchenteig – bis auf die Salzmandeln. Die gibt es nur hier.

 

Schokoladenauflauf mit drei Löffeln in weißer Auflaufform

 

Möhrenwaffeln mit Kichererbsenmehl

Die einzige Frage, die man sich bei diesem Rezept stellen muss, ist, warum ich da nicht schon viel früher drauf gekommen bin. Erst vor Kurzem entdeckt, aber unschlagbar gut und zusammen mit Lachs sowie Gurkensalat eine willkommene Abwechslung beim Sonntagsbrunch.

 

Möhrenwaffeln mit Lachs und Gurkensalat getoppt

 

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